Mehrere hundert Teilnehmer bei Spaziergang „Arnsberg sind WIR“

Für ein friedliches Miteinander

Zahlreiche Arnsberger waren am vergangenen Sonntag zum „Stillen Spaziergang“ gekommen, um ihre Verbundenheit zu zeigen. Viele Menschen hatten sich, genau wie dieses Ehepaar auf den Weg nach Neheim gemacht, um ein positives Signal des Miteinanders zu setzen.

„Wir wollen bekunden, dass wir ein Einwanderungsland sind und dass unsere ausländischen Mitbürger dazu gehören. Deshalb sind wir hier und schließen uns dem Spaziergang an.“ Gottfried und Wilma Wieseler aus Arnsberg waren am vergangenen Sonntag zum „Stillen Spaziergang“ gekommen, um ihre Verbundenheit zu zeigen. Viele Menschen hatten sich, genau wie dieses Ehepaar auf den Weg nach Neheim gemacht, um ein positives Signal des Miteinanders zu setzen.

Ab 15.30 Uhr begann sich der Platz vor dem „Sauerländer Dom“ langsam zu füllen. Um 16 Uhr begrüßten Isolde Clasvogt und Tarik Ersöz die mehreren hundert Versammelten. An der Spitze des sich dann in Bewegung setzenden Zuges wurde das Banner „Arnsberg sind WIR“ getragen. Die Veranstalter hatten bewusst darauf verzichtet, weitere Plakate oder Banner ein zu bringen. Auch Reden wurden nicht gehalten. Das friedliche Miteinander stand beim stillen Spaziergang im Vordergrund.

Gerade das hatte Familie Giese aus Voßwinkel gefallen: „Wir leben hier in einer Gemeinschaft. Wir haben in unserem Bekanntenkreis viele Menschen aus verschiedenen Ländern. So bekommen wir auch die unterschiedlichsten Impulse, auf die wir nicht verzichten möchten.“ Auch eine junge, aus verschiedenen Nationen zusammengesetzte Theatergruppe aus Arnsberg - Wir Helden - zeigte Solidarität und erklärte: „Wir stehen für Toleranz. Wer, wenn nicht wir, sollte an diesem Spaziergang teilnehmen.“ Eine junge Frau, türkischer Abstammung, drückte ihre Freude darüber aus, dass so etwas hier in Arnsberg getan werde. „Ich bin sehr froh, dass auch in anderen Städten die Menschen für Zusammenhalt und ein friedliches Miteinander auf die Straße gehen. Das ist das wirklich Positive, was die Pegida-Bewegung in Dresden hervorgebracht hat. Sie hat Menschen auf die Straße gebracht, die mit uns zusammen leben wollen und uns unterstützen, die dem unterschwelligen Rassismus, der immer da ist und uns immer wieder begegnet, ein Ende bereiten wollen. Das macht mich sehr glücklich“, sagt sie und strahlt dabei.

Nach einer guten halben Stunde versammelten sich die Spaziergänger wieder am Ausgangspunkt. Die Veranstalter bedankten und verabschiedeten sich. Sie versprachen, in der begonnenen Richtung weiter zu machen.

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