SGV Neheim richtet Neujahrsempfang im Jubiläumsjahr aus

„Für Neues öffnen“

Der SGV Neheim (Helmutheinz Welke, 4.v.l.) richtete zu seinem 125-jährigen Jubiläum den Neujahrsempfang der Neheimer Vereine aus. Foto: Gaby Decker

„125 Jahre – Ein starkes Stück Heimat“, dieses Motto steht über dem Jubiläumsjahr des SGV Neheim. Im Rahmen dieses Jubiläums richtete der Wanderverein in diesem Jahr den Neujahrsempfang der Neheimer Vereine im Fresekenhof aus.

1991 hatte der Neheimer SGV schon einmal den Empfang ausgerichtet – damals zum 100-jährigen Jubiläum. Franz-Josef Schulte vom Heimatbund und Helmutheinz Welke begrüßten die zahlreichen Gäste, die sich zum Empfang eingefunden hatten.

„In diesen 125 Jahren hat der Verein Geschichte geschrieben, aber diese Jahre sind ein Tropfen im Ozean der Zeit“, so Helmutheinz Welke, der Erste Vorsitzende des SGV Neheim. Er schlug den Bogen von den Kriegswirren bis zur Wiedervereinigung. „Reichsmark, D-Mark und Euro sind durch unsere Kassen geflossen.“ Welke nahm den Bezug zur jetzigen Zeit und machte klar: „Dieses Jahr hat mit dem Blick auf Frankreich keinen guten Anfang genommen, aber wir haben wieder einmal Glück gehabt! Es ist oft ein schmaler Grad zwischen Glück und Tragik.“

Zum Werdegang des SGV nahm Helmutheinz Welke in einem kurzen Gespräch mit der Presse Stellung. „Bevor der SGV im Jahr 1890 gegründet wurde, gab es hier einen Touristenverein, der sich nach der Gründung aber schnell dem SGV anschloss. Im Moment haben wir 330 Mitglieder. Diese Zahl stagniert. Vor zehn Jahren waren es 200 mehr. Auch bei uns sind sehr viele ältere Menschen. Die jüngeren Leute scheinen sich nicht so sehr für das gemeinsame Wandern zu interessieren.“ Zum neuen Programm erläuterte Welke, dass es eine Arbeitsgemeinschaft mit allen hiesigen SGV Vereinen gäbe, die auch gemeinsame Aktivitäten vorgesehen hätten. „Am 30. Mai gibt es eine Sternwanderung auch mit auswärtigen Vereinen. Die Gäste werden um 14 Uhr am Fresekenhof empfangen.“

Rosemarie Goldner, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Arnsberg, überbrachte die besten Grüße der Stadt an alle Vereine. In Anbetracht auf die kürzlich geschehenen Ereignisse, sprach Goldner von der Willkommenskultur, die die Menschen pflegen sollten. Die stellvertretende Bürgermeisterin zitierte den Philosophen Odo Marquard mit den Worten: „Zukunft braucht Herkunft“, erklärend dazu sagt Marquard: „Das Neue, das wir suchen, braucht das Alte, sonst können wir das Neue als solches nicht erkennen.“ Rosemarie Goldner weiter: „Die Zuwanderung erfordert unsere Haltung – begegnen Sie positiv dem Neuen. Öffnen Sie Ihre Arme ganz weit für das Neue.“ (Von Gaby Decker, neheim@sauerlandkurier.de)

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