Lebendiges Gedenken wach halten

Gedenkstätte für im Dienst erschossene Polizisten eröffnet

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Mit der Gedenkstätte für die beiden erschossenen Polizisten wurde auch eine neue Brücke als Zuwegung eröffnet.

Neheim. 40 Jahre liegt der Tod der beiden im Dienst erschossenen Polizisten zurück. Im Jahre 1979 waren Bernd Korb und Michael Gödde bei der Ausübung ihrer Arbeit am Verlauf der ehemaligen Bundesstraße 7 erschossen worden. Eine Tat, die noch heute die Menschen in Arnsberg und vor allem die Kollegen der Polizei tief bewegt.

Seit Mittwoch gibt es für die beiden Polizisten nun eine Gedenkstätte am Ort der Tat. Mit den Initiatoren, dem Bürgermeister sowie Angehörigen, Kollegen und bewegten Menschen aus der ganzen Stadt ist der Ort der Öffentlichkeit übergeben worden. Eine neue Brücke, die an die Stelle führt, wurde dazu feierlich frei gegeben.

So konnte Bürgermeister Ralf Paul Bitter am Wendehammer des verbliebenen Stücks der ehemaligen B7 viele Bürger sowie Offizielle begrüßen. Neben dem Landrat Dr. Karl Schneider nahmen auch Polizeidirektor Klaus Bunse sowie Vertreter aus der Arnsberger Politik an der Einweihung mit Gedenkstunde teil. Auch die ehemals in Arnsberg stationierten Belgier schickten eine Abordnung. „Die Tat hat mich persönlich als junger Polizist stark beeindruckt“, sagte Bürgermeister Bittner bewegt. Und er erinnerte an einen alten Aktenschrank in Hüsten, in dem sich noch immer die gesamten Unterlagen zur Tat befänden. Wichtig sei, dass man das Gedenken an die beiden Menschen wach halte und sich im Klaren sei, dass der Beruf nicht ohne Gefahren ist.

Gedenkfeier in der Polizeiwache

Vor der Einweihung hatte es bereits eine Gedenkfeier in der Polizeiwache Hüsten gegeben. Dort war im Zuge der Feier eine Gedenkplatte für die ehemaligen Kollegen Korb und Gödde angebracht worden. „Die Tat ist somit für alle jetzt stets präsent und kann als Mahnung dienen“, so Bittner. In Verbindung mit der Gedenkstätte ist auch eine Brücke über den so genannten Perstorp-Obergraben errichtet worden. Die Brücke verbindet den Ruhrtalradweg jetzt direkt mit dem Platz der Gedenkstätte, die dadurch auch von Radfahrern gut zu erreichen ist. Neue Hinweisschilder am Radweg weisen darauf hin.

„Die Brücke ist Sinnbild für die Verbindung zu den Menschen“, so Bittner. Das sollte auch als Aufmunterung verstanden werden, stets zu versuchen, Brücken zwischen den Menschen zu schlagen. Viele Unterstützer des Projektes hätten dabei schon mitgeholfen.

In seinem Grußwort an die Teilnehmer der Gedenkfeier holte der Initiator der Gedenkstätte, Peter Hering, lange aus, um die Liste der Förderer des Projektes zu nennen. Er habe erst vor eindreiviertel Jahren begonnen, das Projekt der Gedenkstätte ins Leben zu rufen. Seitdem könne er sich schon über eine ganze Reihe von Unterstützern freuen.

Großes Spektrum an Unterstützern

Hering machte deutlich, dass er sich dazu immer an einen Ausspruch des im Jahr 2018 verstorbenen Friedensnobelpreisträgers Kofi Annan erinnern musste: „Wir haben die Kraft und die Fähigkeiten alle Probleme zu lösen, wir brauchen nur den politischen Willen“, soll Annan gesagt haben. Auch für die Gedenkstätte in Arnsberg habe es den politischen Willen gegeben, diese umzusetzen. Vom Heimatbund bis zur SGV reiche das Spektrum der Unterstützer. Hering zeigte sich erfreut darüber, dass nach der Eröffnung auch die Pflege der Gedenkstätte gesichert sei. Auch dazu hätten sich schon Helfer gemeldet.

Zur Gedenkminute für die beiden Polizisten wurde das Lied „Ich hatt´ einen Kameraden“ gespielt. Im Anschluss nutzen viele Anwesende die Möglichkeiten, Gedenkstätte und Brücke genau in Augenschein zu nehmen.

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