Integrationsrat der Stadt Arnsberg erhält Julius-Drescher-Preis

„Es geht um Akzeptanz“

Der Integrationsrat der Stadt Arnsberg erhielt für sein Engagement den Julius-Drescher-Preis der SPD im Hochsauerlandkreis. Foto: Denise Weber

Der Integrationsrat der Stadt Arnsberg wurde jetzt mit dem Julius-Drescher-Preis ausgezeichnet.

Dieser Preis wird alle zwei Jahre von der SPD im HSK für außerordentliches bürgerschaftliches und politisches Engagement vergeben und das findet sich in der umfassenden Arbeit und den vielfältigen Projekten des Integrationsrates an allen Stellen wieder.

„Wir freuen uns sehr über die mit dem Preis verbundene Anerkennung dieses hochkomplexen Themas Integration“, bedankte sich der Vorsitzende des Integrationsrates Cem Gökce beim Kuratorium. Die Arbeit des Rates, übrigens der einzige im gesamten HSK, umfasst eine Vielzahl von Handlungsfeldern, die nicht nur speziell Migranten betreffen, sondern alle Bürger des Kreises. So ist er beispielsweise maßgeblich an der Organisation der beliebten „Dies Internationalis“ beteiligt und unterstützt Projekte wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und „Interkulturelle Öffnung der Verwaltung“.

Die 19 gewählten Mitglieder des Integrationsrates setzen sich natürlich auch ganz persönlich mit den Umständen und Verhältnissen von Migranten auseinander. So stehen Besuche in den Asylbewerber- und Flüchtlingsunterkünften genauso auf der Tagesordnung wie die Förderung von Migrantenselbstorganisationen und der regelmäßige Austausch über Themen wie Rassismus und Diskriminierung.

„Integration ist keine neue Herausforderung, aber immer aktuell“, betonte Laudator Franz Müntefering in seiner Rede und mahnte, sich auch an die Zeiten zu erinnern, in denen Deutsche dringend Asyl brauchten und bekamen. „Wir müssen akzeptieren, das Menschen aufeinander angewiesen sind und somit alle die Chance bekommen müssen dazuzugehören“, sagte er weiter. „Tolerieren reicht nicht, es geht um Akzeptanz“, so Müntefering weiter.

Die Pflege von Werten wie Akzeptanz, Toleranz und das Zulassen von Dialogen miteinander, sind einige Ziele des Integrationsrates, dass diese nicht ganz einfach umzusetzen sind weiß auch Ratsmitglied Tarik Ersöz: „Gegenseitiges Verständnis fängt schon bei der Erziehung der Kinder im Elternhaus an.“ Daher versucht der Integrationsrat mit seinen Projekten so viele Menschen wie möglich in den unterschiedlichsten Bereichen anzusprechen, um irgendwann den Rat selber überflüssig zu machen. Denn dann würden die Mitglieder eines solchen Rates ganz selbstverständlich in allen wichtigen Organisationen und Institutionen sitzen, weil Integration nicht mehr gefördert werden müsste, sondern einfach gelebt würde. (Von Denise Weber, neheim@sauerlandkurier.de)

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