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Gemeinsame „Ideenschmiede“ soll Arnsberg voranbringen - Auftakt am 9. April

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Von: Daniel Großert

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Tarek Jumah (l.) und Heinz Hahn wollen Arnsberg gemeinsam voranbringen. Foto: Daniel Großert

Arnsberg. „Wer Visionen hat, der sollte zum Arzt gehen.“ Würden Tarek Jumah und Heinz Hahn diesen Satz des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt für bare Münze nehmen, müssten die Vorsitzenden der Werbegemeinschaft „Wir in Arnsberg“ und des Verkehrsvereins Arnsberg sich wohl bald einen Termin beim Mediziner ihres Vertrauens machen. Das machen sie aber nicht, denn Jumah und Hahn wollen ihre Vision realisieren: Sie wollen ihre Heimatstadt „nach vorn bringen“. Mit welchen Maßnahmen und Plänen das funktionieren soll, wird am Montag, 9. April, in der ersten „Ideenschmiede“ diskutiert.

Die Idee zur Veranstaltung entstand – wen wundert’s – aus einer Vision: Gemeinsam mit einigen Mitstreitern wollte Heinz Hahn als touristischen Anziehungspunkt eine moderne Hängebrücke vom Schlossberg zur Rüdenburg errichten (Kurier berichtete). Die Pläne scheiterten zwar, die Eindrücke blieben aber. „Man hat gemerkt, dass gute Ideen in der Bevölkerung schlummern. Dafür müsste es nur eine Plattform geben“, erläutert der Vorsitzende des Verkehrsvereins. 

Der Plan für die „Ideenschmiede“ war geboren und Hahn fand in Tarek Jumah einen engagierten Mitstreiter. Die beiden Vorsitzenden besiegelten also die erste größere Zusammenarbeit von Werbegemeinschaft und Verkehrsverein. „Das soll auch ein Signal sein: Wir ziehen an einem Strick, um die Stadt voranzubringen“, berichtet Heinz Hahn. „Wir wollen im Prinzip das gleiche, deshalb können wir auch unsere Kräfte bündeln“, ergänzt Tarek Jumah. 

Kräfte bündeln ist auch das Stichwort für die „Ideenschmiede“: Die Organisatoren wollen alle Generationen zusammenbringen, um über konkrete Ideen aus der Bevölkerung zu diskutieren. Die Veranstaltung, die am 9. April um 19 Uhr im „Blauen Haus“ am Alten Markt stattfindet, läuft folgendermaßen ab: Vier „Ideenlieferanten“, die sich im Vorfeld gemeldet haben, stellen den Gästen in etwa 15-minütigen Präsentationen ihre Visionen vor, bevor im Plenum darüber diskutiert wird. „Die Ideen sollen nicht zerredet, sondern weiterentwickelt werden“, unterstreicht Heinz Hahn. Daher sollten die Gäste die Bereitschaft mitbringen, sich mit den Vorschlägen auseinanderzusetzen. 

„Alles soll gemeinsam erarbeitet werden“ 

Welche konkreten Ideen beim Auftakt vorgestellt werden, verraten die beiden Initiatoren noch nicht. „Sie decken aber viele Bereiche ab: Gastronomie, Sport, Veranstaltungen oder die Gestaltung des Innenstadtbereiches“, berichtet Tarek Jumah. Vorgaben zu Themenfeldern gab es im Vorfeld nicht. Nur ein Kriterium war den Initiatoren wichtig: „Es soll niemand fragen: Wer soll das alles bezahlen? Wenn man mit diesem Totschlagargument um die Ecke kommt, kann man fast nach Hause gehen“, meint Heinz Hahn. 

Wie es mit den vorgestellten Ideen nach der Veranstaltung weitergeht, soll sich dann zeigen. „Wie sehen uns nicht als Revolutionäre oder Konkurrenz zur Verwaltung. Alles soll gemeinsam erarbeitet und umgesetzt werden“, erklärt Hahn. Daher haben die Initiatoren auch Bürgermeister Ralf Paul Bittner sowie die Stadtplanung und die Wirtschaftsförderung zur ersten „Ideenschmiede“ eingeladen. Ziel sei es, verschiedene Sichtweisen zusammenzubringen. 

Nun sind Heinz Hahn und Tarek Jumah sehr gespannt, wie die vorhandenen Ideen von der Bevölkerung aufgenommen und gegebenenfalls weiterentwickelt werden. Dass wahrscheinlich nicht jede Vision umgesetzt werden kann, ist Heinz Hahn aus eigener Erfahrung bewusst: „Man muss auch damit leben können, wenn das Vorhaben scheitert.“ Auch dann sollte im Normalfall kein Arzttermin nötig sein.

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