Beschluss mit Signalwirkung

Gestaltungswettbewerb für Arnsberger Kreisverkehr startet

Noch ist der Kreisverkehr an der Kreuzung Brückenplatz / Clemens-August-Straße in Arnsberg „nackt“. Das soll sich nun ändern. Foto Archiv: Rebecca Weber
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Noch ist der Kreisverkehr an der Kreuzung Brückenplatz / Clemens-August-Straße in Arnsberg „nackt“. Das soll sich nun ändern.

Arnsberg. „Kunst im öffentlichen Raum ist die Visitenkarte des Ortes“, sagt Kirsten Minkel, Leiterin des Kulturbüros Arnsberg. Um diesem Thema künftig mehr Priorität zu verleihen, hat sich der Kulturausschuss in der vergangenen Woche für ein Konzept zur Kunst im öffentlichen Raum ausgesprochen. Erstes Thema ist die Gestaltung des Kreisverkehrs an der Kreuzung Brückenplatz / Clemens-August-Straße im Stadtteil Arnsberg.

Hierzu wird nun ein Gestaltungswettbewerb ausgelobt, über den ein Beirat aus neun stimmberechtigten Mitgliedern entscheidet. Dieser setzt sich aus fünf Sachexperten und fünf Fachexperten zusammen, die vom Kulturausschuss und der Verwaltung in den nächsten Wochen beauftragt werden.

Der Kreisverkehr als Verbindung zwischen historischem Kern und sogenannter Neustadt markiert eine exponierte Stelle der Stadt und befindet sich noch im Bereich der Erhaltungssatzung. Seit der Eröffnung vor rund zwei Jahren wurde schon aus Bürgerschaft und Politik der Handlungsbedarf angemerkt. Nun können Institutionen und Künstler aus der Region ihre Konzepte für die Kunst im Kreisverkehr im Rahmen des Gestaltungswettbewerbs einreichen. 

Nach der verwaltungsinternen Vorprüfung (Verkehrssicherheit, Rechtliches) soll dann der Beirat über die Gestaltung entscheiden. „Wir haben im Kulturbüro in der Vergangenheit auch viele Vorschläge von den Bürgern bekommen. Diese können jetzt natürlich auch am Wettbewerb teilnehmen“, betont Kirsten Minkel. Es sollte sich aber tatsächlich eher um ein Konzept als eine Idee handeln. Die aus dem Wettbewerb gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen sollen auch in die künftige, nachhaltige Strategie mit einfließen.

"Beirat kann ein wichtiges Instrument sein"

„Bisher hatten wir keine konzeptionelle Vorgehensweise für Kunst im öffentlichen Raum“, schildert Kirsten Minkel. Nach dem Kunstsommer sei mal ein Kunstwerk stehengeblieben, aber eben ohne Konzept dahinter, das Qualitätsstandards und Regelungen zum Umgang mit Verantwortlichkeit beinhaltet. 

Nun soll das Thema ernster genommen werden, um auch die Wertigkeit des Schwerpunkts Kunst und Kultur im historischen Arnsberg zu betonen, der ja künftig durch das Museums- und Kulturforum am Sauerlandmuseum und die aktuellen Entwicklungen im Kloster Wedinghausen noch gestärkt wird. „Da kann der Beirat schon ein wichtiges Instrument sein“, hebt Kirsten Minkel hervor.

Dass sich der Beirat konzeptionell mit Kunst im öffentlichen Raum beschäftigen wird, bedeute aber nicht, dass ausschließlich neue Kunst im Stadtraum installiert wird. Im Gegenteil: Um dem Ganzen ein Konzept zu verleihen, gehöre auch das Abbauen von Kunstwerken dazu, so Kirsten Minkel.

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