Diese Tipps geben die Experten

Gewinne bis zu 155.000 Euro: Verbraucherzentrale warnt vor Telefon-Betrügern

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Symbolfoto

Arnsberg/Hochsauerland. Die Verbraucherzentrale Arnsberg erreichten in den vergangenen Tagen vermehrt Fragen und Beschwerden zu vermeintlichen Gewinn-Anrufen. Die Experten warnen dringend davor, auf die Forderungen der Anrufer einzugehen. Diese Tipps geben die Verbraucherschützer.

Laut Verbraucherzentrale handelt es  sich dabei um Anrufe aus dem Ausland mit Versprechen über Geldgewinne in Höhe von bis zu 155.000 Euro. "Unbekannte rufen derzeit vermehrt Verbraucher in der Region unter einer Telefonnummer aus Österreich an und stellen Gewinne von mehreren Tausend Euro in Aussicht. Um die Geldübergabe zu gewährleisten, sollen die Gewinner Amazon-Gutscheine oft für mehrere hundert Euro kaufen", teilt die Verbraucherzentrale mit. 

Wer den Tätern dann später telefonisch die Codenummern der Gutscheine mitteilt, sei jedoch sein Geld los. Petra Golly, Leiterin der Verbraucherzentrale in Arnsberg empfiehlt, bei Anrufen, die solche Gewinne versprechen, "kurzen Prozess zu machen und aufzulegen". Sie rät außerdem davon ab, am Telefon sensible Daten, wie zum Beispiel die Kontonummer, herauszugeben. Seriöse Unternehmen würden keine Vorkasse oder Gebühren mittels Gutscheincodes (unter anderem auch "ukash" oder "paysafe") verlangen.

Verbraucher sollten Nummern notieren 

Auch sollte man sich nicht von einem weiteren Anruf durch einen Notar beeindrucken lassen, der dem Angebot einen offiziellen Anstrich geben soll. "Wer wirklich am anderen Ende der Leitung spricht, lässt sich bei einem solchen Anruf nicht kontrollieren", erklärt die Verbraucherschützerin. 

Ein Rückruf einer im Display des Telefons angegebenen Rufnummer birge laut Golly zudem immer auch die Gefahr, dass man auf eine kostenpflichtige Rufnummer umgeleitet wird und am Ende von einer hohen Telefonrechnung überrascht wird. 

Die Verbraucherzentrale rät, die Rufnummern zu dokumentieren und der Bundesnetzagentur zur Beschwerde zuzuleiten. Dazu können Verbraucher ihre Beschwerde auf den Internetseiten der Verbraucherzentrale NRW angeben und dort auch die Rufnummer der Werber hinterlassen. 

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