Thema "Klima und Umwelt" liegt den Menschen am Herzen

SGV gewinnt Arnsberger Umweltschutzpreis für Projekt "Obstbaumwiese" im Alten Feld

Über die Auszeichnungen und Preisgelder freuten sich die diesjährigen Preisträger des Arnsberger Umwelt- und Klimaschutzpreises. Foto: Gaby Decker

Arnsberg. Nachhaltige und umweltverbessernde Projekte stehen im Fokus des Umwelt- und Innogy Klimaschutzpreises, den die Stadt Arnsberg zusammen mit innogy auch in diesem Jahr ausgelobt hatte. Die drei Gewinner wurden in dieser Woche im Bürgerzentrum Bahnhof Arnsberg ausgezeichnet.

Das Thema Wasser spielte in diesem Jahr bei den Vorschlägen (insgesamt wurden neun Beiträge eingereicht) eine große Rolle. Es wurden insgesamt Preise in Höhe von 5000 Euro vergeben. Der stellvertretende Bürgermeister Ewald Hille übernahm die Begrüßung der Gäste und Preisträger. „Die Ausschreibung und Verleihung des Klimaschutzpreises von innogy und der Stadt Arnsberg lädt alle Interessierten jährlich dazu ein, sich für die Umwelt zu engagieren und ihre Projekte einzureichen. Aus meiner Sicht zeigen die in jedem Jahr in Arnsberg eingereichten Projekte, allein neun in 2018, wie sehr das Thema 'Klima und Umwelt' den Menschen in unserer Stadt am Herzen liegt. Die Entscheidung für die Jury war nicht einfach. Die Bewerber haben sich alle sehr mit dem Thema auseinandergesetzt.“ Auch Johannes Kobeloer von innogy lobte Quantität und Qualität der Bewerbungen. „Diesen Preis gibt es seit 20 Jahren. Für die Projekte, auch für die Zukunft, haben wir 300.000 Euro zur Verfügung gestellt.“ 

Preis für nachhaltige Bewirtschaftung

Anschließend vergaben beide die Preise an die Gewinner des Wettbewerbs. Den dritten Preis erhielt Klaus Bauerdick aus Holzen-Kirchlinde mit einem Preisgeld von 1000 Euro. Bauerdick bekam den Preis für die nachhaltige Bewirtschaftung seines land- und forstwirtschaftlichen Familienbetriebes. Der auf ökologische Bewirtschaftung umgestellte Betrieb soll nachhaltig und trotzdem effektiv bewirtschaftet werden. Bereits frühzeitig wurde Energie aus Windkraft und heute mit Photovoltaik gewonnen. Für die Wärme sorgt eine Hackschnitzelheizung, für die ansonsten nicht genutzte Resthölzer verwendet werden. Nach dem Sturm Kyrill wurden Baumsorten gepflanzt, die zukünftig besser mit den Folgen der Klimaveränderung zurecht kommen. 

Der zweite Preis ging an den Arche-Noah-Kindergarten Neheim. Er wurde für das Projekt „Wasser ist unser Leben“ ausgezeichnet. Eine Gruppe von vier- bis fünfjährigen Kindern hatte sich in einem Zeitraum von etwa zwei Wochen dem Thema mit Experimenten, Beobachtungen und Exkursionen immer auch mit dem Blick auf einen Alltagsbezug der Kinder angenommen. Auch der Wasserverbrauch des Kindergartens wurde geprüft. Der trockene Sommer 2018 war für die Kinder und ihre Erzieherinnen Grund genug, noch einmal den Blick auf die Lebenssituation in anderen Ländern zu verdeutlichen, die noch stärker von der Klimaveränderung betroffen sind. Für dieses Projekt gab es 1500 Euro. 

Obst für alle Bürger

Den ersten Preis mit einem Preisgeld in Höhe von 2500 Euro konnte die SGV-Abteilung Arnsberg für sich verbuchen. 25 ehrenamtliche Mitglieder hatten zehn alte Obstbaumsorten am Rand der Ruhraue im Alten Feld gepflanzt. Vor Ort wurde auch eine Beschilderung angebracht, so dass Interessierte über QR-Codes Informationen zu den jeweiligen Obstbaumsorten abrufen können. Wichtig war auch hier das Wasser. Bei der trockenen und warmen Witterung war ein regelmäßiges Gießen sehr wichtig. Es bildete sich ein „Gießtrupp“, der in Spitzenzeiten dreimal wöchentlich zur Gießkanne griff. Die SGV-Abteilung versteht sich als Pate der Streuobstwiese, für die auch die weitere Pflege übernommen wird. Das Fernziel ist unter anderem das Bürgerobst. Jeder der möchte, soll in Zukunft Obst ernten können. 

In der Jury saßen: Thomas Vielhaber, Dezernent Planen und Bauen, Sebastian Witte, Klimaschutzmanager, Frank Trompeter, Umweltbereich sowie Vertreter der Parteien - Susanne Ulmke, Isolde Clasvogt, Ulrich Kahler, Martin Werner, Christoph Schmidt, und Werner Frin, vertreten durch Ewald Hille.

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