„Es geht um die Aufwertung“

Großes Interesse an Bürgerwerkstatt „Südliche Innenstadt Neheim“

Einen „Boulevard am Spring“ kann sich das Planungsbüro zwischen Pfarrheim und Pflegezentrum vorstellen.

Neheim – Mit solch einem großen Interesse an der Bürgerwerkstatt „Südliches Neheim“ hatten die Veranstalter nicht gerechnet. Der Raum im katholischen Pfarrheim an der Goethestraße war mit circa 100 interessierten Bürgern gut gefüllt.

Wie in Arnsberg schon üblich, hatte die Stadt die Bürger eingeladen, um deren Meinung und Ideen bei der Fortschreibung der Zielplanung bestimmter Punkte in der Stadt mit einfließen zu lassen.

„Die Vorschläge, die Ihnen das Büro Pesch und Partner heute Abend unterbreitet, sind Ideen, wie es aussehen könnte. Es ist noch nichts festgeschrieben. Wir sind hier, um Ihre Vorschläge mit einfließen zu lassen, wir sind jetzt am Anfang“, sagte Baudezernent Thomas Vielhaber gleich zu Beginn des Abends. „Es geht um die Aufwertung des südlichen Neheims. Dazu gehören Binnerfeld, Busbahnhof, Bremers Park, Stembergstraße sowie Krankenhausumfeld und Am Spring und Lange Wende, Goethestraße und Hauptstraße. Es geht um die Frage, wie können sich manche Bereiche entwickeln, um Mobilität, Wegeverbindungen und eine bessere Erreichbarkeit der Innenstadt zu erzielen“, erläuterte Vielhaber. „Die Hauptstraße ist der Schwerpunkt für die Versorgung. Die Goethestraße gilt den gewerblichen Einrichtungen und das Binnerfeld ist das Wohngebiet.“ 

Andreas Baumann von Pesch und Partner griff die Punkte auf, die an diesem Abend zur Diskussion gestellt wurden. Unter anderem benannte er den Kress-Neubau, den man möglicherweise nach rechts und links erweitern könne. Die Stembergstraße solle in Zukunft durch Neubauten ein für die Stadt geschlossenes Bild ergeben. „Auch der Engelbertplatz stellt eine Option für die Zukunft dar, auf der man Wohnungen mit Parkplatzangebot schaffen kann.“ Hier ergänzte Thomas Vielhaber allerdings, dass diese Option noch in Frage stünde und sehr gut durchdacht sein solle. Die grüne Achse, von Bremers Park ausgehend, die sich von dort als grünes Band durch die Stadt zieht, vom Baudezernenten Vielhaber als „Boulevard Am Spring" bezeichnet, bot noch viel Diskussionsstoff.

Ina Schauer von Pesch und Partner, die mit ihrem Vortrag ins Detail ging, erklärte dazu: „Hier wäre es gut, die Qualität dieses Weges zu verbessern.“ Es sei allerdings so schon ein großes Juwel der Stadt. Es sei aus ihrer Sicht ein großer Dreh- und Angelpunkt, der in der Stadt von Nord nach Süd reiche. „Mit ausreichender Beleuchtung, Spiel- und vielleicht Sportmöglichkeiten kann man sich hier von der Geschäftigkeit der Hauptstraße ausruhen“, stellte Ina Schauer ihre Vision vor. „Im Umfeld des Krankenhauses sollen Gebäude mit therapeutischem Angebot erstellt werden, außerdem wäre ein barrierearmer Aufgang vom Parkplatz zum Krankenhaus sinnvoll. Möglich sei auch eine Bebauung Am Spring, mit der Erschließung von Osten“, so die Stadtplanerin. 

Die Diskussion begann mit einem Einwurf aus dem Publikum zu dem grünen Band der Stadt: Einige Grundstücke, die mit in die Planung einfielen, seien in Privatbesitz. Hierzu erklärte Vielhaber: „Die Privatgrundstücke sind die Leitplanke, nach der wir uns richten müssen.“ Für kurzzeitige Aufregung der Teilnehmer sorgte die Frage um den eventuellen Wegfall einiger Parkplätze. Hier kamen die verschiedenen Meinungen im Publikum zum Ausdruck. Für manche war die Parksituation in Neheim sehr verbesserungswürdig, andere wiederum stellten heraus, dass Parkplätze in ausreichender Zahl vorhanden seien. Mit Wohlwollen wurde aufgenommen, dass in der Stadt noch bis zum Ende des Jahres ein Parkleitsystem erstellt werde.

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