"Handwerk ist Fortschritt"

Handwerkskammer Südwestfalen zeichnet Diamant- und Goldmeister im HSK aus

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Die Meister des Jahres 1968 aus dem HSK erhielten jetzt ihre goldenen Meisterbriefe.

Hochsauerland/Arnsberg. Mit einem unterhaltsamen Blick auf die Prüfungsjahre 1958 und 1968 leitete die Handwerkskammer Südwestfalen jetzt die Jubilarfeier für verdiente Meister im Handwerk ein. Präsident Willy Hesse zeichnete das Bild der Zeit, in der die Jubilare zur Meisterprüfung antraten. Der Rückblick machte schlaglichtartig deutlich, wie sehr sich die Arbeitswelt, unser Leben und unsere Gesellschaft verändert haben.

Die Jubilare im Saal seien keine Zuschauer auf diesem Weg gewesen, sondern hätten ihn aktiv mitgestaltetet. Mit der Ausbildungsleistung, die sie erbrachten, hätten sie weiteren Generationen geholfen, im Handwerk Fuß zu fassen und die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben. Den Wandel stellte auch Hauptgeschäftsführer Meinolf Niemand in den Mittelpunkt seines Schlusswortes. „Auch für Sie [die Jubilare] galt in der Lehrzeit ein anderes Bild Ihres Berufes als heute. Das ist normal. Das ist gut. Das zeigt uns, dass Handwerk Fortschritt ist. Verabschieden müssen wir uns von überkommenen Techniken, wo sie nicht mehr gebraucht werden, und von falschen Traditionen aber nicht von unseren Werten. Die müssen wir pflegen und mit Leben erfüllen. Ihr Vermächtnis, das Sie uns vermitteln und anvertrauen, sind eben diese Werte. Wer jetzt im Beruf steht, der lebt daraus. Wer jetzt in den Beruf hineinwächst, steht in der Verpflichtung sie zu wahren und zu mehren.“ 

„Das ist Ihr persönlicher Erfolg“ 

In diesem Jahr waren 36 Diamantmeister und 88 Goldmeister in die Festhalle der Hüstener Schützenbruderschaft gekommen, um ihre Urkunde persönlich in Empfang zu nehmen. „Es gab Herausforderungen, die Sie durch Ihren Einsatz zu Erfolgen machten. Dazu war Ihr Unternehmergeist gefordert und das Leben als Meister oder als Meisterin war nicht immer einfach. Doch was Sie geschafft haben und was Sie bewegt haben, das ist Ihr persönlicher Erfolg“, so der Kammerpräsident. Seit 1973 richtet die Handwerkskammer Südwestfalen traditionell als festlichen Jahresabschluss die große Jubiläumsmeisterfeier aus, in der Meister, die vor fünfzig, sechzig oder siebzig Jahren den großen Befähigungsnachweis erbrachten. Sie werden dort mit einem Goldenen-, Diamantenen- oder Ehrenmeisterbrief geehrt. Die diesjährigen Jubilare waren übrigens die ersten, die die neu gestalteten Meisterbriefe erhielten: Mittig prangt dort das allgemeine Handwerkszeichen sowie rechts und links davon stehen insgesamt 22 Innungszeichen. „Zusammen mit einer gut lesbaren Frakturschrift, die den heutigen Lesegewohnheiten entspricht, ist so ein repräsentatives Dokument entstanden, das einerseits die Tradition des Handwerks deutlich macht, andererseits über die Generationen hinweg einen hohen Zuspruch hat“, so Willy Hesse.

Diamant-Meister aus dem HSK 

Arnsberg: Fleischermeister Herbert Haumer; Damenschneidermeisterin Ursula Hinkmann; Damenschneidermeisterin Irmgard Röper; Tischlermeister Erich Schwingenheuer; Zentralheizungs- und Lüftungsbauermeister Günther Rose; Elektroinstallateurmeister Friedhelm Schormann; Friseurmeister Gerhard von Rüden. Brilon: Bäckermeister Reinhold Becker. Eslohe: Malermeister Werner Vollmer. Hallenberg: Tischlermeister Richard Jungmann. Medebach: Kraftfahrzeugmechanikermeister Hans Kniesburges. Meschede: Damenschneidermeisterin Ferdinande Dickel; Bäckermeister Horst Strickmann. Olsberg: Malermeister Rudolf Busch; Tischlermeister Heinz Cicholas. Schmallenberg: Stellmachermeister Anton Wegener; Bäckermeister Franz Josef Wüllner. Sundern: Bäckermeister Karl Wintz Damenschneidermeisterin Christel Kuhlmann; Stickermeisterin Hilda Scheffer.

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