Antrag eingereicht

Heimatbund Neheim-Hüsten möchte Grimmeschule unter Denkmalschutz stellen lassen

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Als „stadtbildprägend und erhaltenswert“ bezeichnet der Heimatbund Neheim-Hüsten die Grimmeschule in Neheim. Daher möchten die Heimatschützer, dass das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt wird.

Der Heimatbund Neheim-Hüsten hat bei der Stadt beantragt, dass das Gebäude der heutigen Grimmeschule (ohne die neueren Anbauten) unter Denkmalschutz gestellt wird. Der Heimatbund sorgt sich um das „stadtbildprägende, denkmalwerte“ Gebäude.

„Eine Privatisierung stadtbildprägender denkmalwerter Gebäude muss nicht zwingend negativ beurteilt werden, auch wenn die Stadt ihre unmittelbare Zugriffsmöglichkeiten verliert. Es gibt tolle Beispiele, bei denen eine Restaurierung super gelungen ist, wie beispielsweise das Amtshaus in Hüsten und hoffentlich auch das ehemalige Amtsgericht in Neheim“, schildert der Heimatbund seine Überlegungen.

Um die Grimmeschule macht sich der Heimatbund unter anderem Sorgen darum, dass potentielle Nachfrager das Gebäude auf dem „hoch attraktiven, innerstädtisch gelegenen Gelände“ abreißen könnten. In der Begründung des Antrags heißt es: „Die Grimmeschule an der Schwester-Aicharda-Straße ist stadtbildprägend und erhaltenswert. Sie wird volkstümlich wegen ihrer Ziegelfassade liebevoll auch „Gelbe Schule“ genannt. Sie wurde im Jahr 1892 mit acht Schulräumen nebst Lehrerwohnung in der damaligen Neheimer Neustadt errichtet.“

Nach Meinung des Heimatbundes bestehe an der Erhaltung und Nutzung des Gebäudes ein öffentliches Interesse. „Nach § 2 des aktuellen Denkmalschutzgesetzes NRW besteht ein öffentliches Interesse, wenn die Sachen bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen... sind und für die Erhaltung und Nutzung künstlerische, wissenschaftliche, volkskundliche oder städtebauliche Gründe vorliegen“, zitiert der Heimatbund. nach dessen Ansicht nach die Grimmeschule diese Anforderungen erfüllt.

Nach Auskunft der Stadtverwaltung befindet sich der kürzlich eingereichte Antrag in Bearbeitung. Er könnte im nächsten Schritt unter anderem als Antrag im Haupt- und Finanzausschuss behandelt werden, welcher dann einen Prüfauftrag an die Verwaltung geben könnte.

Die Prüfung umfasst dann die Bewertung des Denkmalwertes des Gebäudes. Hierzu wird unter anderem die Hausakte (sie enthält alles was über das Gebäude im Rathaus aktenkundig ist, beispielsweise Bauanträge) ausgewertet. Des Weiteren werde auch ein gemeinsamer Ortstermin mit Vertretern des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) als obere Denkmalbehörde stattfinden, so die Stadtverwaltung. Über den Antrag entscheide final dann die Stadt Arnsberg als untere Denkmalbehörde im Benehmen mit dem LWL.

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