Busbegleiter suchen weitere Mitstreiter in Arnsberg und Neheim

Die helfende Hand fährt mit

Die Busbegleiter Manfred Pollmeier, Horst Thomas und Karl Keßler (v.l.) werben für ihr Ehrenamt.

Die ehrenamtlichen Busbegleiter in Neheim möchten weitere Mitstreiter für ihre Tätigkeit werben.

Rollatoren und Kinderwagen in den Bus hineinhieven, schwere Taschen, in aller Regel bestückt mit dem, was man auf dem Neheimer Markt so kaufen kann, ebenfalls hinein- und auch wieder heraustragen, manchmal auch einen kurzen Plausch mit den Fahrgästen halten, das ist das, was die Busbegleiter auf den Linien C2 und C4 jeden Mittwoch und Samstag machen. Mittlerweile sind es acht Leute, die sich diesen Dienst teilen.

„Es ist machbar mit acht Busbegleitern, fällt einer oder zwei aus, wird es schon eng“, weiß Horst Thomas. Zusammen mit Karl Keßler und Manfred Pollmeier ist er im Seniorenbeirat der Stadt Arnsberg und verantwortlich für die Organisation der Senioren-Busbegleitung.

Das Team der Busbegleiter setzt sich aus zwei Frauen und sechs Männern zusammen. Sie sind von der RLG extra für diese Tätigkeit geschult worden. Diese Schulung enthielt unter anderem: Schulung zum sicheren Busfahren, Informationen zu Fahrplänen, Tickets und Bustechnik, Grundkenntnisse zu Erster Hilfe und Verhalten in Notsituationen und praktische Tipps zum Umgang mit Rollstühlen und Rollatoren. Die Schulung dauert einen Vormittag, hinzu kommt noch der Kurs für Erste Hilfe, dafür wird ein ganzer Tag veranschlagt. „Es gibt auch ein Deeskaltionstraining, allerdings haben wir diese Kenntnisse noch nicht anwenden müssen“, erklärt Manfred Pollmeier und schmunzelt: „Wenn die Leute uns in unseren Westen sehen, die auch mit der Aufschrift „Busbegleitung“ versehen sind, hat das schon einen sehr offiziellen Charakter und es vermittelt auch ein wenig Respekt.“

„Man nimmt viel für sich mit“

Inzwischen sind sie schon sehr bekannt auf ihrer Linie. Für die Menschen die im Bus mitfahren, sind sie zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Fällt der eine oder andere mal aus, wird er beim nächsten mal schon gefragt, wo er denn wohl gewesen sei. „Man vermisst die immer freundlichen und hilfsbereiten Begleiter, die auch immer zu einem Schwätzchen aufgelegt sind“, weiß Horst Thomas.

„Natürlich hat das Team für die ehrenamtliche Begleitung kostenlose Fahrt auf den Linien. Während ihrer Tätigkeit sind die Busbegleiter unfall- und haftpflichtversichert“, erklärt Horst Thomas. „Der Belegungsplan wird für mehrere Monate im Voraus gemacht. Jeder aus dem Team kann sich für die ihn günstigen Zeiten anmelden. Kann jemand dann einmal doch nicht, hat es sich inzwischen eingespielt, dass die Leute untereinander regeln, wer bereit ist, ein zu springen.“

„Das Team trifft sich auch privat untereinander zum Austausch und es gibt auch gemeinsame Unternehmungen, die die Zusammengehörigkeit stärken. Es ist eine gute Gruppe, die sich untereinander prima versteht“, weiß Manfred Pollmeier. Was sich die Organisatoren und das Team wünschen, sind mehr Menschen, die mitmachen. Die Lust haben, sich ab und zu auf den Weg zu machen, um anderen zu helfen, die nicht mehr so fit sind. Menschen werden gesucht, die Freude daran haben, mit anderen zu reden, (ein kleines Schwätzchen) auf die anderen zu zu gehen, fragen, ob sie Hilfe benötigen und dabei, so ist sich das Organisationsteam einig: „Ganz viel für sich selbst mitnehmen.“ Karl Keßler ist sich sicher, dass es gut tut, vom Sofa runter zu kommen und was für den Kopf und auch durch die Bewegung, etwas für den Körper zu tun.

Kommen genug Leute zusammen, wäre es möglich, auch in Arnsberg Busbegleiter ein zu setzen. „Dort ist es bisher nicht möglich gewesen, die Menschen zu animieren, mitzumachen“, erzählt Karl Keßler. Aber auch in Neheim ist ein dickeres Polster wünschenswert. „Auch hier hätten wir gerne noch mehr Leute, die mit machen“.

Die RLG hat in diesem Jahr für das Engagement schon reagiert und für die Busbegleiter ein „Schöner Tag Ticket“ spendiert. So können sich die Busbegleiter selbst einmal auf den Weg machen und einen Tag lang nur genießen.

Von Gaby Decker

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