Werke von Julius Stahl, Martin Willing und anderen

„Hellweg konkret II“: Ausstellung zum Thema „Resonanz“ im Kloster Wedinghausen

Hellweg konkret Wedinghausen Arnsberg Ausstellung
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Kathrin Brandt und Carl-Jürgen Schroth zeigen das Kunstwerk „Dreibandscheibe“ von Martin Willing.

Mit „Hellweg konkret II: Blick zurück und nach vorn“ ist eine Ausstellungsreihe nach Arnsberg gekommen, die schon in verschiedenen Städten der Region, mit den unterschiedlichsten Künstlern vorgestellt wurde. Es ist eine Ausstellungsreihe über die Magie von Form und Farbe in der Hellwegregion und in Arnsberg.

Arnsberg - In Arnsberg ist das Thema der Ausstellung, die im Kloster Wedinghausen gezeigt wird, „Resonanz – Schwingung und Widerhall“.

Julius Stahl wird als Hauptkünstler in dieser Ausstellung präsentiert. Er arbeitet in seinen Werken mit einem synästhetischen Ansatz, das heißt in diesem Fall, Form sehen, aber auch Klang und Bewegung wahrnehmen. So ergibt der Vorhang aus feinen Metallfäden mit minimal unterschiedlichen Längen bei genauem Hinhören einen Klang.

Eine schmale schwarze Installation bringt durch ihre Schwingung einen Ton hervor. Geht der Betrachter nahe heran, ist ein tiefer Ton zu hören, der tief im Körper zu spüren ist. Carl-Jürgen Schroth, aus dessen Sammlung einige Stücke in dieser Ausstellung zu sehen sind, erklärt: „Wer diese Ausstellung besucht, sollte sich Zeit nehmen. Genau hinsehen und genau hinhören, dann kann man vieles entdecken.“

„Für den Künstler immer wieder eine Herausforderung“

Kuratorin Kathrin Brandt erläutert weitere Objekte, die in einer Vitrine ausgestellt sind. Die Schmuckstücke aus der Carlernst Kürten Stiftung und von dem verstorbenen Gerhard Weber erinnern an filigrane Papierarbeiten. In einem anderen Raum sieht der Besucher Würfel, Kugel und Schale. Genauer gesagt sind es Kunstwerke von Martin Willing, „Konischer Stab, zum Kubus gekantet“, „Kugel, radial“ und „Dreibandscheibe“. „Sie sind alle aus einem Stück gemacht“, erklärt Kathrin Brand die Vorgehensweise. Durch Berührung werden die Teile in Schwingung versetzt. „Der Künstler Martin Willing braucht im Durchschnitt für die Herstellung eines Teils circa vier Monate“, erklärt Carl-Jürgen Schroth. „Die Herstellung dieser Stücke ist eine Sache, aber ob sich die Werke dann in Schwingung versetzen lassen, ist nochmal etwas anderes. Für den Künstler immer wieder eine Herausforderung.“

Schroth macht in einem anderen Raum noch auf eine andere Installation aufmerksam. Es ist eine Brainwave. Die Gehirnströme, die bei einer Messung, bei einem EEG sichtbar werden, hat Jan van Munster zu einer Installation verarbeitet. Kathrin Brandt hat zum Schluss noch etwas für das Auge des Betrachters sehr Ungewöhnliches zu bieten. „Die Steele, die hier zu sehen ist, ist nicht an der Wand angelehnt, sie steht einfach nur auf dem Boden. Stößt man sie sanft an, gerät sie in Schwingung ohne umzufallen.“ Mit ein wenig Nachdenken wird der Ausstellungsbesucher sich hinter das Geheimnis der Steele kommen. Es sind noch einige andere Künstler an dieser Ausstellung beteiligt, die allesamt sehr sehenswerte Objekte beigesteuert haben. Carl-Jürgen Schroth freut sich schon auf die Besucher und ihre Rückmeldung. „Die Kommentare sind die erste Resonanz.“

  • Die Ausstellung im Kloster Wedinghausen ist geöffnet vom 20. Juli bis 29. August 2021. Sie ist dienstags mittwochs, donnerstags und sonntags geöffnet jeweils 13 bis 16 Uhr.
  • Die Besucher werden durch die Ausstellung begleitet. Kuratorische Führungen gibt es am Mittwoch, 11. August, und Dienstag, 17. August jeweils um 15 Uhr mit Kathrin Brandt. Zudem gibt es am 4. und 10. August Kreativ-Kurse für Kinder von acht bis 13 Jahren. 
  • Weitere Informationen unter Tel. 0 29 32/2 01 13 27 oder 02932/2010 E-Mail: k.brandt@arnsberg.de, sowie über Instagram @kulturarnsberg sowie unter hellweg-konkret.de/arnsberg
  • Der Ausstellungsbesuch ist abhängig von der Dynamik der aktuellen Corona-Pandemie und den geltenden Hygiene-Schutzmaßnahmen. Es wird gebeten, sich vor dem Besuch unter Tel. 0 29 32/20 10 Stichwort „Resonanz“ zu informieren, um Fehlplanungen zu vermeiden.

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