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Hoffnung auf Fördermittel für Lehrschwimmbecken

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Von: Rebecca Weber

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Diskussion um Lehrschwimmbecken
 Arnsberg
Das Lehrschwimmbecken in Herdringen ist seit April 2020 offiziell geschlossen. © Rebecca Weber

Die Stadt Arnsberg geht einen weiteren Schritt in Richtung „Sanierung der Lehrschwimmbecken“, nachdem der Rat im Frühjahr nach langer Diskussion einen entsprechenden Beschluss zum Erhalt der bestehenden Standorte gefasst hatte. 

Arnsberg - Nun sprach sich der Rat in seiner jüngsten Sitzung dafür aus, sich auf Mittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend, Kultur“ zur Sanierung von Lehrschwimmbecken (LSB) und Turnhalle an den Standorten Herdringen und Voßwinkel zu bewerben. (Lesen Sie hier mehr zum Thema Lehrschwimmbecken)

Fördervoraussetzung ist eine umfassende bauliche Sanierung und Modernisierung, die in besonderer Weise zum Klimaschutz beiträgt. Für eine erfolgreiche Projektdurchführung müsste die Stadt Arnsberg bei Bewilligung zusätzliche eigene Mittel in Höhe von circa 9 Millionen Euro bereit stellen. Dazu hat sie sich mit dem Ratsbeschluss nun verpflichtet. Vorangegangen war der Beschlussvorlage ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Defekter Hubboden im Lehrschwimmbecken Arnsberg

Erst nach Auswahl der zu fördernden Projekte durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages – voraussichtlich im November 2022 – entscheidet die Bewilligungsbehörde über die Gewährung der Zuwendung. Hierzu werden die ausgewählten Kommunen in einer zweiten Phase ab Anfang 2023 aufgefordert, einen Zuwendungsantrag zu stellen.

Während der massive Sanierungsbedarf der Schwimmbäder in Voßwinkel und Herdringen bereits zu Einschränkungen beziehungsweise Schließungen geführt hat, ist derzeit nun auch die Nutzung des Lehrschwimmbeckens an der Sauerstraße in Arnsberg eingeschränkt: Wie die Stadt auf Nachfrage bestätigt, kann dort aktuell Schwimmunterricht der Grundschulen nur für die Schüler gewährleistet werden, die bereits schwimmen können, weil der Hubboden auf eine Wassertiefe von 120/130 Zentimetern eingestellt werden musste. „Die Stadt Arnsberg arbeitet mit Hochdruck daran, dass der Hubboden im LSB Arnsberg wieder auf eine so geringe Wassertiefe gebracht werden kann, die den Grundschulen einen Unterricht auch für Nichtschwimmer ermöglicht“, so Pressesprecher Frank Albrecht.

Darüber hinaus stehe die Stadt mit dem Stadtsportverband und den Grundschulen in engem Kontakt, um kurzfristig Angebote für den Nichtschwimmer-Unterricht bereit stellen zu können. „Ziel ist es, dass möglichst viele Kinder das Schwimmen erlernen, damit sie am Schwimmunterricht in den LSB auch bei tiefer gelegtem Hubboden teilnehmen können. Die ersten Kurse finden bereits in den Herbstferien statt.“ Hintergrund ist, dass die Schwimm-Vereine im Gegensatz zu Schulveranstaltungen (Sportstunde Schwimmen) auch Nichtschwimmer-Unterricht bei einer größeren Wassertiefe anbieten dürfen.

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