Weniger Delikte als im Vorjahr

Hüstener Kirmes: So fällt die Bilanz der Polizei aus

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Hüsten - Mit einem lauten Knall endete die Hüstener Kirmes 2019 am Dienstagabend. Für die Polizei bedeutet die letzte Rakete des traditionellen Feuerwerks auch das Ende des fünftägigen Einsatzes auf der Riggenweide. Die Einsatzkräfte ziehen eine überwiegend positive Bilanz.

"Zusammengefasst handelte es sich in diesem Jahr um einen routinemäßigen Kirmeseinsatz", heißt es in einer Pressemitteilung der Kreispolizeibehörde HSK. Trotz des nicht immer kirmesfreundlichen Wetters haben demnach etwa 300.000 Menschen das Festgelände in Hüsten besucht. 

Wie in den vergangenen Jahren setzte die Polizei nach eigenen Angaben auf eine starke Präsenz und ein konsequentes Einschreiten. Am Freitag und Samstag erhielten die heimischen Polizisten Unterstützung durch Kräfte der Dortmunder und Bochumer Einsatzhundertschaften. "Viele Besucher freuten sich über die starke Präsenz. Sie bedankten sich bei den Einsatzkräften und wünschten alles Gute. Dafür möchten wir Danke sagen", heißt es von der Polizei. 

Leider waren aber nicht alle Besucher freundlich und friedlich. Auch in diesem Jahr kam es nach Polizeiangaben zu mehreren "kirmestypischen" Delikten. In fast allen Fällen waren die Beteiligten alkoholisiert. Größere Auseinandersetzungen wurden durch das Einschreiten der Polizei allerdings verhindert. 

"Polizeiliches Konzept und Maßnahmen haben gegriffen"

Insgesamt verwiesen die Einsatzkräfte 13 Besucher des Platzes. Im Vorjahr sprach die Polizei noch 35 Platzverweise aus. Drei Unverbesserliche lernten das Arnsberger Gewahrsam kennen (12 in 2018). Eine Person leistete Widerstand gegen die polizeilichen Anordnungen (4). Zudem wurden laut Polizei 16 Körperverletzungen (10), ein Raubdelikt (1), vier Beleidigungen, eine Unterschlagung und eine Sachbeschädigung (3) gemeldet. Bei acht Besuchern wurden Drogen gefunden (13). "Wir sind froh, dass in diesem Jahr keine Kolleginnen und Kollegen verletzt wurden", heißt es in der Mitteilung.

Die Gesamtbilanz fällt also positiv aus: "Wir sind sehr erfreut, dass das polizeiliche Konzept und unsere Maßnahmen gegriffen haben. Insgesamt können wir von einer sehr ruhigen und harmonisch verlaufenen Kirmes sprechen", sagte Polizeisprecher Sebastian Held.

Für die Polizei im HSK stehen im September bereits die nächsten zwei Großveranstaltungen an: "Auch auf dem Bundesschützenfest in Medebach und der Briloner Michaeliskirmis wird die Polizei für die Besucher da sein", heißt es abschließend. 

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