"Innovation hat Zukunft"

Ein Steckdosenschutz mit selbstentwickelten Motiven ist das aktuelle Projekt von Thomas Hoppe. Foto: Melanie Grau

Eine tolle Idee und der Mut sie auch in die Tat umzusetzen ist die Grundvoraussetzung. Um als Erfinder erfolgreich zu sein, ist allerdings nicht nur Kreativität und genug Selbstbewusstsein gefragt, auch eine große Portion Glück gehört dazu.

Am Mittwoch, 9. November, wird in Europa der "Tag der Erfinder" gefeiert. Am 9. November 1914 wurde Hollywoodstar Hedy Lamarr geboren, die das Frequenzsprungverfahren erfand. Lamarr gilt als Prototyp eines Erfinders, da sie den Mut hatte, ihre eigenen Ideen umzusetzen. Der "Tag der Erfinder" soll an große Erfinder erinnern, die das Leben vieler Menschen verbessert haben, und auch dazu motivieren sich selbst als Erfinder zu versuchen.

Auch im Stadtgebiet gibt es Erfinder. Der Sauerlandkurier stieß bei Recherchen auf Thomas Hoppe aus Hüsten. Der 50-jährige Elektroniker hat bereits jahrelange Erfahrungen im Tüfteln. "Ich habe schon als Kind spielerisch angefangen mit Lego-Steinen Dinge auszuprobieren", sagt Hoppe. "Inzwischen beschäftige ich mich seit rund 20 Jahren regelmäßig mit neuen Ideen."

Doch selbst gute Ideen lassen sich nur schwer vermarkten. Vor einigen Jahren versuchte es Thomas Hoppe vergeblich mit seinem Rechenzug. "In solchen Dingen steckt jedes Mal so viel Mühe, sowohl geistige Arbeit als auch Handarbeit", meint der Familienvater. "Aber leider sieht man oft keinen Erfolg."

"Der Gedanke wächst nach und nach"

Vor rund zwei Jahren kam Hoppe die Idee, einen Steckdosenschutz zu entwickeln, der die Steckdosen vor Schmutz bewahren soll. "So ein Gedanke wächst nach und nach", sagt der Tüftler. "Ich fange mit einem einfachen Prototypen an und entwickle ihn immer weiter."

Einfälle für neue Erfindungen hat Hoppe zwischendurch. "Auf den Steckdosenschutz ist mein Mann wahrscheinlich gekommen, als er mich die Steckdosen in der Küche putzen sehen hat", sagt Andrea Hoppe.

Doch nicht alle Erfindungen werden auch verwirklicht. "Ich habe oft neue Ideen", sagt Thomas Hoppe. "Manchmal tauchen aber Probleme auf, wenn ich mich länger damit beschäftige, und ich verwerfe es wieder. Meine Frau ist meist mein erster Ansprechpartner, wenn es um die Entwicklungen geht." "Ich bin da viel nüchterner und auch kritischer", ergänzt Andrea Hoppe.

Der Steckdosenschutz ist seit etwa einem Jahr als Gebrauchsmuster beim Patentamt angemeldet. Ob er auf den Markt kommt, steht noch nicht fest. "Es ist wirklich schade, dass man als Hobbytüftler selten Erfolg hat", so Hoppe. "Innovation hat Zukunft, aber oft ist für komplizierte Erfindungen sehr viel Forschungsarbeit nötig oder es stehen große Firmen dahinter."

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