Runter von der Couch und raus an die frische Luft lautet die Devise

Interaktive Spielmodule mit Leader-Förderung im Solepark in Hüsten errichtet

Schüler der städtischen Realschule Hüsten testeten die neuen Spielgeräte bei der offiziellen Vorstellung mit Bürgermeister Ralf Paul Bittner.

Hüsten. Jung und Alt können im Solepark Große Wiese in Hüsten seit Donnerstag drei neue interaktive Spielmodule unter freiem Himmel nutzen. Dieses EU-geförderte Leader-Projekt soll den Spaß am Gaming mit Outdooraktivitäten verbinden und vor allem Kinder und Jugendliche dazu animieren, wieder mehr an der frischen Luft zu spielen und weniger Zeit mit digitalen Angeboten wie Handy oder Computerspielen zu verbringen.

Zwischen der Genehmigung durch die LAG und dem Aufbau der Spielgeräte liegen nur knapp fünf Monate – ein neuer Rekord. Bereits Ende November hat die Firma Yalp (engl. „play“ rückwärts geschrieben) die drei neuen Spielmodule auf der Wiese neben dem „Nass“ installiert, ab sofort sind sie von 8 bis 21 Uhr einsatzbereit. „Wir werden das Nutzungsverhalten beobachten und die Spielzeiten dann gegebenenfalls anpassen“, erklärt Jeroen Reindrink, Geschäftsführer der Yalp GmbH. Die elektronischen Geräte sind mit dem Stromnetz des „Nass“ verbunden und werden nur nach Bedarf für die Nutzung freigegeben, um keine unnötigen Kosten zu verursachen. 

Verknüpfung mit App möglich 

Die Torwand „Sutu“ ist mit 16 beleuchteten LED-Feldern ausgestattet. Sie reagiert auf Druck und misst die Geschwindigkeit, mit der der Ball die Wand berührt. Anfänger und Fortgeschrittene können hier neben Fußball auch Hockey, Tennis oder Basketball spielen. Wer sich näher als 300 Meter an der Torwand befindet, kann seinen Erfolg digital in einer App (Yalp Sutu Soccer Wall) eintragen und sich mit Spielern auf der ganzen Welt einen Wettkampf liefern. Der Spielbogen „Sona“ hingegen fördert die Reaktionsfähigkeit und Geschicklichkeit der Spieler mit Tanzspielen und Aufgaben zum Gehirnjogging. Durch seine Ebenerdigkeit ist dieses Gerät auch besonders für Menschen mit Rollator oder Rollstuhl geeignet. Mit insgesamt sieben Spielsäulen fokussiert sich das Modul „Memo“ vor allem auf die spielerische Wissensvermittlung mit gleichzeitiger Bewegung im Freien. Die Spielgeräte gelten als vandalismussicher und werden regelmäßig durch den technischen Dienst der Stadt Arnsberg geprüft. 

Der Spielbogen „Sona“ fördert die Reaktionsfähigkeit und Geschicklichkeit. Fotos: Julia Zywietz

„Die Spiele von der Couch nach draußen zu verlagern finde ich eine sehr gute Idee, die sicherlich gut ankommt“, resümierte Bürgermeister Ralf Paul Bittner am Donnerstag, während nebenbei bereits eine Klasse der städtischen Realschule Hüsten die Geräte testet. Auch Leader-Regionalmanager Lars Morgenbrod zeigte sich sehr zufrieden mit der hohen Akzeptanz am ersten Tag – trotz der eisigen Temperaturen. Das 110.000 Euro teure Leader-Projekt wurde zu 65 Prozent durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert und soll vor allem die Entwicklung des ländlichen Raums unterstützen. Damit der Solepark auch weiterhin ein beliebter Treffpunkt bleibt, wird im Frühjahr 2019 ein weiteres Projekt in Angriff genommen. Zusätzlich zu den bereits installierten Spielgeräten soll eine 30 Meter lange und bis zu 8 Meter hohe Kletteranlage montiert werden. „Durch diese kostenlosen und innovativen Angebote werten wir den Solepark damit insgesamt auf“, ist sich Ralf Schmidt von der Stadt Arnsberg sicher und hofft auf eine rege Nutzung der neuen Angebote.

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