Rathaussanierung, Haushaltsplan, Kita-Neubau, Stadtmarketing und mehr 

Große Aufgaben stehen 2019 für Arnsberg und Sundern auf der Agenda

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Auf geht’s in das neue Jahr 2019: In Arnsberg und Sundern warten in den kommenden Monaten vielfältige Herausforderungen und Veranstaltungen.

Arnsberg/Sundern. Eigentlich erst ein paar Tage alt und doch schon wieder in vollem Gange ist das Jahr 2019. In Arnsberg und Sundern laufen nicht nur die Vorbereitungen für Veranstaltungen, sondern auch für Baumaßnahmen. So wird in diesem Jahr unter anderem in die Straßeninfrastruktur sowie in Gebäude investiert.

Drei große Bauvorhaben beschäftigen die Bauingenieure und Architekten in Sundern. An der Settmecke wird eine neue Kita vom Caritasverband Arnsberg-Sundern gebaut. Voraussichtlich Anfang 2020 sollen die ersten Kinder die neue Kita mit Leben füllen. Derweil wird auch an den Planungen für den Neubau des Bau- und Betriebshofes am Ewigen Weg gearbeitet. Rund 3.826.000 Euro werden für das Projekt veranschlagt, dessen Baubeginn für 2020 vorgesehen ist. 

Beim Neubau der Hauptfeuerwache und des Gerätehauses stehen noch Fragezeichen hinter Standort, Kosten und Bauzeit. Momentan werden mögliche Standorte bewertet, um sie dem Rat zur Entscheidung vorzulegen. Finanztechnisch schlägt vor allem die Straßenbaumaßnahme „Buchweg“ – bereits im Bau – zu Buche. Auch im Stühlhahnsweg – hinterer Teil – rücken die Tiefbauer an. Auch mit der Ortsdurchfahrt in Westenfeld – ursprünglich für 2020 geplant und dann mit der L 685 Flamke getauscht – und der Erneuerung des Kreisverkehrs in der Röhre/Göckeler Straße werden sich die Planer beschäftigen. In der Warteschleife befindet man sich mit den Straßenbaumaßnahmen, die nach KAG abgerechnet werden. Hier sind alle Blicke auf die Landesregierung gerichtet. Auch wenn es zeitnah keine Gesetzesänderung geben sollte, wollen die Kommunalpolitiker im Laufe des Jahres erneut über die für 2019 geplanten KAG-Maßnahmen beraten. 

Neue Strategie für Stadtmarketing

Derweil war es im vergangenen Jahr die Innenstadtentwicklung (InSek 2.025), die die Gemüter erhitzte. Jetzt zeichnet sich mit der „Planvariante 0“ ein politischer Konsens ab. Wann man erste städtebauliche Maßnahmen umsetzen wird, hängt von der politischen Beratung zum städtebaulichen Rahmenplan ab. Der Fachausschuss beschäftigt sich am 31. Januar erneut mit dem Thema. Derweil wurde auch in den Ortsteilen intensiv über die Entwicklung der Dörfer diskutiert. Im Rahmen des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK) wird derzeit eine kommunale Gesamtstrategie erstellt. Auf eine neue Strategie will man sich in Sundern in diesem Jahr für das Stadtmarketing beziehungsweise die Weiterentwicklung der städtischen Organisationen einigen. Eine Lenkungsgruppe arbeitet an einem Konzept als Grundlage für einen externen Dienstleister, der die wirtschaftlich und rechtlich passende Gesellschaftsform für Sundern finden soll. 

Auf der Suche ist man auch nach einem neuen Domizil für Kunst und Kultur in Sundern. Der Mietvertrag für die Stadtgalerie lief Ende Dezember aus. Mit den ehemaligen Stadtwerken, einem privaten Gewerbeobjekt in der Silmecke, der Dietrich-Bonhoeffer-Schule und den ehemaligen Gastwelten stehen vier Objekte als mögliche Kulturstätten auf dem Prüfstand. Altbewährte kulturelle Highlights wie beispielsweise die Veranstaltungsreihen Matinee im Grünen, Offene Gärten im Ruhrbogen (Anmeldungen laufen bis Ende Januar), Kammerkonzerte im Schloss Melschede, Volksbank-Dämmerschoppen, Mittwochs am Sorpesee, „Kultur Rockt“ stehen wieder unabhängig davon bereits im Terminkalender. Sportlich wird’s beim Mountainbikefestival Mega-Sports in Hagen und Sauerland-Höhenflug-Trailrun. 

Inwiefern man in Sundern bereit für Neues – für die Medizin von Morgen – ist, nimmt man mit dem Förderprojekt „MeDiKuS“ unter die Lupe. Bis Ende Oktober werden die Digitalisierungspotentiale der medizinischen Versorgung in Sundern untersucht. Man hofft, dass sich hieraus Projekte für die Regionale 2025 ergeben könnten. In puncto Regionale-Projekte ist Wirtschaftsförderin Julia Wagener bereits in mehreren Arbeitsgruppen am Ball. Auch die Gewerbeflächenentwicklung wird als prioritär angesehen. Einen hohen Stellenwert bei den Bürgern hat die Frage nach der Reaktivierung der Röhrtalbahn – ein Thema, das wohl auch 2019 großen Raum einnehmen wird. 

Neue Maßnahmen vorerst auf Eis gelegt

Die derzeitige Herausforderung in Sundern liegt jedoch erst einmal in der Verabschiedung des Haushalts für 2019. Die Stadt befindet sich in der vorläufigen Haushaltsführung: Alle Zahlungen sind auf Eis gelegt, zu denen die Stadt rechtlich nicht verpflichtet ist. Neue Maßnahmen (auch Bauprojekte) können vorerst nicht in die Tat umgesetzt werden. Nach derzeitigem Sachstand könnte sich diese Lage frühestens im April ändern – wenn der Rat Ende Januar grünes Licht für den Haushalt gibt und die Kommunalaufsicht im Anschluss daran den Haushaltsplan genehmigt. 

Zu den größeren Straßenbauprojekten in der Stadt Arnsberg zählt auch 2019 die Ruhrstraße. Im nun begonnenen dritten Abschnitt werden Kanal, Wasserleitung und Straße erneuert. Die Arbeiten sollen Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Ebenfalls im dritten Bauabschnitt befinden sich 2019 die Baustellen in der Schobbostraße, Johannesstraße, Schwester-Aicharda-Straße und Apothekerstraße in der Neheimer Innenstadt. Nachdem im September mit den Arbeiten für den neuen Radweg an der Sauerlandstraße begonnen wurde, geht es hier ab Frühjahr in verschiedenen Abschnitten (teils mit Verkehrseinschränkungen) weiter. 

Neubau von zwei Kitas in Hüsten

Während im Alten Rathaus in Arnsberg die Sanierungsarbeiten in vollem Gange sind, gehen die Vorbereitungen für den geplanten Rathausumbau in Neheim in die heiße Phase. Aber auch an anderer Stelle wird gebaut: In Hüsten entsteht der Neubau der Kita „Krümelkiste“, die voraussichtlich im Mai ihren Betrieb aufnehmen wird. Bereits im März soll der Umzug in die neue Kita „Pusteblume“, die in Hüsten als Ersatz für die Kita am Karolinenhospital gebaut wurde. Fortschritte machen derweil die Bauarbeiten am Neubau des Sauerland-Museums in Arnsberg, hier soll im September Eröffnung gefeiert werden. 

Auch an anderer Stelle wird 2019 in Arnsberg gefeiert: So wird das „Entendorf“ Bruchhausen 875 Jahre alt und bei der Dorfgemeinschaft laufen schon jetzt die Vorbereitungen für das große Festwochenende am 5. und 6. Oktober. Außerdem ist eine Ausstellung geplant. Der SV Herdringen feiert sein 100-jähriges Bestehen und der SV Hüsten wird 110 Jahre alt. Nicht fehlen dürfen im Veranstaltungkalender beliebte Veranstaltungen wie Neheim Live (28. bis 30. Juni) und das Volksbank AltstadtDinner (17. August). Das Nachhaltigkeits-Festival „Schlabberkappes“ findet dieses Jahr zum zweiten Mal statt (31. Mai/1. Juni). Neu ist, dass es während der Arnsberger Woche ein Hopfenfest auf dem Neumarkt geben wird (30. Mai bis 1. Juni). Für die Weihnachtszeit strebt das Aktive Neheim eine Eisbahn auf der Neheimer Marktplatte an. 

Wie die vielfältigen Veranstaltungen und Vorzüge der Gesamtstadt noch wirksamer nach außen verkauft werden können, wird künftig Aufgabe des neuen Stadtmarketings sein. Ebenso soll die kulturelle Vielfalt – davon hat Arnsberg eine Menge zu bieten – besser präsentiert werden. Für das Kulturbüro ist neben Veranstaltungen und Angeboten (die ersten Kurse für den Kunstsommer vom 18. bis 25. August unter dem Motto „Zwischentöne“ sind bereits online) die Nachwuchsarbeit im kulturellen Bereich im Jahr 2019 ein besonders wichtiges Thema.

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