Versorgung wird gestärkt

Klinikum Hochsauerland investiert 4 Millionen Euro in Ausbau der Intensivmedizin in Hüsten

Mit Hilfe eines Schwerlastkrans werden die Raummodule neben dem Bestandsgebäude platziert.

Hüsten. Spezialtransporter und Schwerlastkran sind in dieser Woche am Klinikum Hochsauerland, Standort Karolinen-Hospital, im Einsatz: Dort wurden individuell vorgefertigte Raummodule auf einer vorbereiteten Stahlunterkonstruktion befestigt. So investiert das Klinikum rund 4 Millionen Euro in den Ausbau der Intensivmedizin, die Bettenzahl wird mehr als verdoppelt.

Da die Kapazitäten im Bestandsgebäude erschöpft sind, entschied man sich für den Anbau mit Hilfe von Raummodulen. Im ersten Quartal 2019 soll hier die neue hochmoderne und vor allem deutlich vergrößerte Intensivmedizin des Standortes Karolinen-Hospital in Betrieb gehen, die dann künftig über 18 statt bisher acht Intensivbetten verfügt. Bis es soweit ist, müssen 20 Raummodule gekoppelt, im Inneren ausgebaut und dann mit modernster, komplett neuer Technik ausgestattet werden. Zeitgleich sind im bestehenden Gebäude zudem der Umbau und die Renovierung der ehemaligen Station 1b vorgesehen, in der dann die Nebenräume der Intensivstation sowie vier Betten der Intermediate Care Station (IMC) (Anm.: Bindeglied zwischen Intensiv- und Normalstation) und sechs Betten der Chest Pain Unit (CPU) (Anm.: zur Versorgung von akuten Brustschmerzen) untergebracht werden. 

Parallel werde weiter an der Erweiterung der Intensivstation am Standort Marienhospital auf 15 Betten (bisher acht Betten) gearbeitet. Bereits im August wurde hierfür ein 480 Quadratmeter großer Anbau errichtet, ebenfalls in Modulbauweise. Der Innenausbau ist inzwischen weitgehend abgeschlossen. Im Dezember ist die Anbindung an das Bestandsgebäude sowie die Modernisierung der bisherigen Intensivbereiche vorgesehen. Im Januar 2019 soll die neue Intensivstation am Standort Marienhospital den Betrieb aufnehmen. Rund 3 Millionen Euro werden dann am Standort investiert worden sein. 

Team der Intensivmedizin aufgestockt

„Wir hatten in den letzten Jahren 45 Prozent zu wenig Intensiv-Kapazitäten im HSK. Durch den Ausbau kommen wir so insgesamt auf eine Zahl, die dem Versorgungsbedarf entspricht“, freut sich Werner Kemper, Sprecher der Geschäftsführung des Klinikums Hochsauerland. Um die vergrößerten Intensivstationen betreiben zu können, wurde das ärztliche und pflegerische Team der Intensivmedizin zuletzt deutlich aufgestockt. „Vier zusätzliche intensivmedizinisch erfahrene Ärzte sowie 28 zusätzliche Pflegefachkräfte haben ihre Tätigkeit in der Intensivmedizin des Klinikums Hochsauerland bereits aufgenommen“, berichtet Dr. Martin Bredendiek, Ärztlicher Direktor der Klinikum-Standorte in Arnsberg. Insgesamt werde so die regionale Versorgung deutlich gestärkt.

Info: Der Ausbau der Intensivmedizin am Standort Karolinen-Hospital ist Teil des im Jahr 2018 gestarteten Investitionsprogramms des Klinikum Hochsauerland im Gesamtumfang von 12 Millionen Euro.

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