Weg erfreut sich großer Beliebtheit

„Klosterwirtschaft Rumbeck“: Neue Wanderbroschüre informiert über Funde und Historie

Klosterwirtschaft Rumbeck Wanderführer Wolfram Blanke
+
Ortsheimatpfleger Dr. Wilhelm Stewen, Jochem Ottersbach und Wolfram Blanke stellten die Wanderbroschüre zum Rundweg „Klosterwirtschaft in Rumbeck“ vor.

Nachdem vor zwei Jahren der Wanderweg zur „Klosterwirtschaft Rumbeck“ eröffnet wurde, hat der Förderverein Dorf und Kloster Rumbeck jetzt eine 150-seitige Wanderbroschüre zum Rundweg herausgebracht. 

Arnsberg - Diese wurde auf Betreiben des heutigen Ortsheimatpflegers Dr. Wilhelm Steven mit Fördermitteln aus dem Leader-Programm erstellt. Mit sehr viel Aufwand und Anstrengung ist es gelungen, dass dieses Buch parallel zu den Ausstellungen der Arnsberger Prämonstratenserklöster fertig geworden. So wird zeitgleich auch über Wirtschaft und Handel im Ruhrtal, dessen Zentrum das Kloster Rumbeck war, ausgiebig berichtet.

Ortsheimatpfleger Stewen weiß zu berichten, dass sich der Wanderweg großer Beliebtheit erfreut. „Die VHS begeht in gewissen Abständen mit Gruppen diesen Weg. Er wurde sogar vom SGV zum Wanderweg des Jahres für die Jahre 2020 bis 2022 gewählt“, ergänzt Wolfram Blanke, der für die Wanderbroschüre viel Wissen zusammengetragen hat. Bisher gab es 14 Stationen auf dem Weg, die viele Informationen für den Wanderer bereithalten. „Es sind inzwischen aber so viele Informationen dazugekommen, dass wir drei weitere ergänzen mussten“, erklärt Blanke. Forstamt und Förderverein konnten in Zusammenarbeit die Erweiterung des Weges realisieren.

„Der Wald liegt wie ein aufgeschlagenes Geschichtsbuch vor uns und weist noch viele hinterlassene Spuren auf. Der ehemalige Ortsheimatpfleger Fritz Timmermann hatte schon vor 30 Jahren Details zur Klostergeschichte gesammelt. Sie sind jetzt vom Forsthistoriker Dr. Bernward Selter (Forstliche Dokumentationsstelle) mit forstgeschichtlichen Informationen ergänzt worden. Beiden sind wir zu großem Dank verpflichtet“, so Wolfram Blanke, der in diesem Bereich früher Revierförster war.

Wissenswertes über Klosteranlagen zusammengetragen

Wolfram Blanke ist es auch, der seit fünf Jahren beharrlich alles Wissenswerte über die Klosteranlagen zusammen getragen hat. Dazu gehören eigene Funde, Forschungen und Erkenntnisse. Fotos und Karten sind auch von verschiedenen Heimatvereinen beigesteuert worden, so dass das damalige Leben vor dem Betrachter aufersteht. Blanke führte damals auch die Wanderung zur Eröffnung des Weges im Jahr 2019.

Jochem Ottersbach, zuständig für das Layout, erstellte eine Fotomontage, die die verschwundene Sägemühle , ein Wasserrand und die Kornmühle zeigt. Ein Wasserrad – so ist es geplant – soll sich auch bald wieder drehen. Die Wirtschaft des Klosters hatte viele Facetten. Sie reichte von der Herstellung von Leinen, Garn und Seife bis zur Leinwandbleicherei und Tuchfärberei. Das reichlich vorhandene Holz der Wälder ringsum wurde gefällt, um Pottasche zu bekommen. Für ein Kilogramm Pottasche wurde ein Festmeter Holz benötigt. Verwendet wurde die Pottasche unter anderem bei der Garn- und Leinwandbleicherei sowie in der Glashütte zur Herabsetzung des Glas-Schmelzpunktes.

Für 12 Euro ist das Wanderbuch erhältlich in den örtlichen Buchhandlungen, im Sauerlandmuseum, beim Verkehrsverein Arnsberg, SGV-Jugendhof Arnsberg und bei der Postfiliale Grüne Mineralöle in Oeventrop. Informationen gibt es auch unter www.foerderverein-rumbeck.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare