Niedrigste Wahlbeteiligung im gesamten Kreisgebiet in Arnsberg

Acht Parteien dürfen Vertreter in den Arnsberger Rat entsenden

Das Gesamtergebnis der Ratswahl in der Stadt Arnsberg: Die CDU bleibt stärkste Kraft.
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Das Gesamtergebnis der Ratswahl in der Stadt Arnsberg: Die CDU bleibt stärkste Kraft.

Arnsberg - Der Arnsberger Rat wird bunter. Künftig werden Vertreter von acht verschiedenen Parteien das politische Geschehen mitgestalten, so der Ergebnis der Kommunalwahl 2020. Bislang waren es sechs Fraktionen. Die erstmals angetretenen Parteien Sauerländer Bürgerliste (SBL) sowie Die Partei erhalten einen beziehungsweise zwei Sitze. Darüber hinaus sind die Grünen die Gewinner der Ratswahl in Arnsberg.

Die Fraktion steigerte ihr Ergebnis von 2014 um 6,17 Prozent und kam auf 14,19 Prozent. Einbußen verzeichnen hingegen CDU (minus 7,36 Prozent) und SPD (minus 2 Prozent). 

Dennoch bleibt die CDU mit 20 Sitzen stärkste Kraft im Arnsberger Rat, gefolgt von der SPD mit 15 Sitzen. Nach den Grünen mit sieben Sitzen folgen die FDP mit vier Sitzen, AfD und Die Partei mit zwei Sitzen sowie Die Linke und SBL mit je einem Sitz. 

Ein Blick auf die Stimmbezirke liefert ein dezidierteres Bild: In den meisten Stimmbezirken entfiel die Mehrheit der Stimmen auf die CDU, das höchste Ergebnis gab es für die Christdemokraten in Müschede mit 51,27 Prozent. In Bruchhausen erzielte die SPD ihre größte Mehrheit mit satten 57 Prozent der Stimmen. Die Grünen verzeichneten ihre größten Erfolge in Holzen und Arnsberg-Mitte mit über 22 Prozent. 

In Herdringen/Mühlenberg fuhr hingegen die FDP ihr stärkstes Ergebnis ein und holte 32,39 Prozent. Die AfD verzeichnete insgesamt zwar einen minimalen Rückgang. In Hüsten-Ost und Moosfelde entfielen jedoch rund 10 Prozent der Stimmen auf die AfD – eine Verdoppelung in diesen Wahlbezirken im Vergleich zur Wahl 2014. „Die Partei“ kam in Voßwinkel/Bachum auf 8,81 Prozent und in Bergheim/Ohl auf 7,35 Prozent, während die SBL ihr stärkstes Ergebnis in Arnsberg-Süd mit 8,56 Prozent verzeichnete. 

Die Wahlbeteiligung in Arnsberg lag bei nur 48,67 Prozent (rund 29.100 gültige Stimmen) und war damit die niedrigste im gesamten Kreisgebiet. Bürgermeister in Arnsberg ist weiterhin Ralf Paul Bittner (SPD), der 2018 bereits für sieben Jahre gewählt wurde.

Parallel zur Kommunalwahl fand in Arnsberg auch die Wahl des Integrationsrates statt. Hier gaben lediglich 12,76 Prozent der mehr als 12.000 Wahlberechtigten ihre Stimme ab. 39,56 Prozent entfielen auf das Bündnis „Vielfalt Pur“ (sechs Sitze), 36,97 Prozent gingen an „Integration Zukunft Arnsberg“ (fünf Sitze). Jeweils einen Sitz erhalten künftig Einzelbewerber Veseli (13,36 Prozent) und Einzelbewerber Ucarman (6,38 Prozent).

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