Freies WLAN auf dem Steinweg/Alter Markt in Arnsberg verfügbar

Kostenloses Surfen im Bürgernetz

Sie sind schon online im Freifunk-Netz: Daniel Wagner (Freifunkverein), Hans-Jörg Etzler (Vekehrsverein), Bürgermeister Hans-Josef Vogel und Heinz Hahn (Verkehrsverein) (v.l.).

Mit dem Smartphone ist auch das Surfen im Internet an so ziemlich jedem Ort möglich. Damit das sowohl für Bürger als auch für Gäste der Stadt an der historischen Meile in Alt-Arnsberg nun noch komfortabler wird, gibt es seit einigen Tagen ein frei zugängliches WLAN-Netz, ein Netz von Bürgern für Bürger.

Mit dem Handy ist heutzutage jeder überall zu erreichen. Und mit dem Smartphone ist auch das Surfen im Internet an so ziemlich jedem Ort möglich. Damit das sowohl für Bürger als auch für Gäste der Stadt an der historischen Meile in Alt-Arnsberg nun noch komfortabler wird, gibt es seit einigen Tagen ein frei zugängliches WLAN-Netz, ein Netz von Bürgern für Bürger.

Das freie WLAN-Netz im Stadtteil Arnsberg ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Freifunkverein Rheinland, der Stadtverwaltung und dem Verkehrsverein Arnsberg (der Kurier berichtete bereits).

Das Freifunk-WLAN-Netz ist ein Bürgernetz, bei dem Bürger ihre Internetzugänge teilen und der Allgemeinheit via WLAN zur Verfügung stellen. Rund um den Steinweg und den Alten Markt sind bereits rund 70 Router in dem Netzwerk aktiviert. „So erreichen wir eine hohe Leistung und gleichzeitig eine hohe Ausfallsicherheit“, freut sich Hans-Jörg Etzler, Vorstandsmitglied des Verkehrsvereins, der das Projekt vor Ort koordiniert. Um die Leistungsfähigkeit des Netzes zu erhöhen, kann sich jeder Bürger beteiligen: entweder mit seinem eigenen Internetanschluss oder mit dem Kauf eines mit einer bestimmten Software ausgestatteten Routers (15 Euro plus 3 Euro Stromkosten pro Jahr), der das Netz zusätzlich verstärkt.

So funktioniert die Nutzung: Wer in der Arnsberger Altstadt mit seinem Endgerät (Smartphone, Tablet etc.) surfen möchte, muss lediglich das „Freifunknetz Arnsberg“ unter „WLAN“ suchen, aktivieren und schon kann’s kostenfrei losgehen.

Schon in den Vorgesprächen war das Thema Sicherheit laut Hans-Jörg Etzler immer wieder im Gespräch. Hintergrund ist die sogenannte Störerhaftung, die besagt, dass der Netzanbieter für illegale Aktionen, die in seinem Netz stattfinden, haftet. Dadurch dass das Arnsberger Bürgernetz dem Freifunkverein Rheinland zugeordnet ist, tauche aber nur die IP-Adresse des Vereins auf. „Das ist absolut sicher“, betont Hans-Jörg Etzler.

In den nächsten Wochen soll das Netz um die höher liegenden Standorte Glocketurm, Auferstehungskirche und Kloster Wedinghausen erweitert werden, um wie Daniel Wagner vom Freifunkverein erläutert, mehr Netzbreite zu erreichen. Darüber hinaus soll das Netz langfristig auch auf Hüsten und Neheim ausgeweitet und so von einem Stadtteil-Projekt zu einem Stadt-Projekt werden.

Bürgermeister Hans-Josef Vogel lobte das Engagement rund um das „Internet von Bürgern für Bürger“. Dies sei ein gutes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement, welches mit Unterstützung der Stadt umgesetzt werde. Im Standort Arnsberg Altstadt sieht er drei Vorteile: „Die Gastronomie hier und die Touristen können das Angebot nutzen sowie ein großes Schulzentrum in unmittelbarer Nähe. So haben wir auch etwas für junge Leute geschaffen.“

Verkehrsverein-Vorsitzender Heinz Hahn stellte ebenfalls den touristischen Ansatz heraus: Weitere historische und serviceorientierte Informationen könnten etwa mit QR-Codes an verschiedenen Punkten zur Verfügung gestellt werden und seien durch das Bürgernetz für jedermann kostenlos und direkt abrufbar.

Von Rebecca Rath

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