„Die Untiefe ist ein Gaukler“

Künstler des Bogens präsentieren Werke bei Jahresausstellung in Neheim

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Die drei Künstler der Ateliergemeinschaft „Der Bogen“ Karl Hosse, Kirsten Minkel und Manuel Quero (v.l.) haben sich in die „Qualle“ von Pit Schrage gestellt.

Neheim. Die Künstler Ateliergemeinschaft „Der Bogen“ eröffnen nun am kommenden Sonntag, 25. November, ihre bereits 38. Jahresausstellung. Vor zwei Jahren hatten die Kunstschaffenden das Thema „Untiefen“ schon einmal angedacht, es dann aber wieder verworfen. In diesem Jahr holten sie es wieder hervor, um sich der Schwierigkeit dieses Themas zu widmen.

Bei ihrer Jahresausstellung geben die Künstler der Werkstattgalerie „der Bogen“ Einblicke in besondere Werke zu einem besonderen Thema. In diesem Jahr beschäftigen sie sich mit den „Untiefen“. „Die Interpretationen zu diesem Thema sind sehr unterschiedlich“, erklärt Kirsten Minkel, eine der Künstlerinnen des Bogens. Karl Heinz Hosse hat seine Gedanken dazu in schriftlicher Form mitgebracht und liest sie vor. Hosse erläutert darin, dass die Untiefe nicht als solche erkennbar sei. 

„Schaue ich in eine Untiefe, weiß ich nicht, dass es eine ist. Untiefen sind nicht sichtbar. Sie können tödlich sein. Die Untiefe ist ein Gaukler, sie sagt, du bis nicht in Gefahr.“ Sichtbar hat Karl Heinz Hosse seine Idee umgesetzt in einer Zinkwanne, in der mehrere Krähenfiguren sitzen. Auch sie können sich in angeblicher Sicherheit wiegen, aber über ihnen hängt ein Sandsack, der beständig einen dünnen Sandstrahl auf die Krähen regnen lässt. Vielleicht verschwinden auch sie irgendwann in den Untiefen des Sandes. Ein von ihm geschaffenes und dazu passendes Bild hängt daneben an der Wand. 

Tanzprojekt zur Eröffnung

Axel Schubert hat sich mit einem einfarbigen Bild und einem darauf platzierten Drudenfuß (ein Pentagramm, ein Stern mit fünf Spitzen, der auch auf Flaggen und Staatswappen zu sehen ist) politisch geäußert. Mit mehreren Bildern, auf denen Wasser und Krebse zu sehen sind, zeigt Haimo Hieronymus, wie er die Untiefen interpretiert. Pit Schrage hat seine Installation, von der Decke herabhängende Kunststoffschnüre, die von unten beleuchtet werden, „Qualle“ genannt. 

Zur Eröffnung am Sonntag wird es ein Tanzprojekt mit Manuel Quero geben, das multimedial von Kirsten Minkel unterstützt wird. Die Musik an diesem Tag kommt von den Eiflers. Kirsten Minkel betont ausdrücklich, dass alle eingeladen sind, auch die, die keine schriftliche Einladung bekommen haben.

Die Ausstellung beginnt am Sonntag, 25. November, um 17 Uhr. Zu den ausstellenden Künstlern gehören: Piet Schrage, Axel Schubert, Kirsten Minkel, Karl Heinz Hosse, Stephanie Neuhaus, Haimo Hieronymus sowie Manuel Quero, Tristan Meinschäfer und John Hosse.

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