Konzeptionelle Kunst im öffentlichen Raum erleben

Kulturbüro Arnsberg präsentiert erste Kunst-App in NRW

Andreas Jansen und Ingo Männer (vorne) hatten die Idee zur Kunsttour-App. Zusammen mit den Vertretern des Kulturbüros stellten sie die Neuheit vor. Foto: Gaby Decker

Arnsberg. Die konzeptionelle Kunst im öffentlichen Raum wird oftmals nicht als solche wahrgenommen. Sie fügt sich einerseits in ihre Umgebung ein, als ob es etwas ...

Arnsberg. Die konzeptionelle Kunst im öffentlichen Raum wird oftmals nicht als solche wahrgenommen. Sie fügt sich einerseits in ihre Umgebung ein, als ob es etwas sei, was immer schon da gewesen ist. Andererseits wirkt sie auf den Betrachter befremdlich, er weiß nichts damit anzufangen. Hier soll nun die neue „Kunsttour-App“ helfen, die das Kulturbüro Arnsberg in dieser Woche vorstellte.

Mit der App für das Smartphone, die von dem Neheimer Start-up Unternehmen „frei.j.man GmbH“ entwickelt wurde, bekommt der Interessierte nun einen völlig neuen Blick auf diese Kunst. Mit dieser Kunsttour-App ist es möglich, stadtteilübergreifend multimedial auf die konzeptionelle Kunst Arnsbergs zuzugehen. Ist die App einmal aktiviert, wird der Nutzer durch einen Piepton auf jedes Kunstwerk aufmerksam gemacht.

Abgerufen werden können in der App kleine Filme, Hintergrundinformationen über Intention und Entstehungsgeschichte, Fotos – zum Beispiel kann man mit einem 360 Grad Blick die Lichtinstallation der Lichtpforte ansehen – mit denen der Besucher eigenständig von Kunstwerk zu Kunstwerk gehen kann. Mittels kleiner, bluetoothbasierter Sender (Beacons) werden dem App-Nutzer automatisch Hinweise zum jeweiligen Kunstwerk auf sein Smartphone gespielt, sobald er sich einem der Kunstwerke nähert.

Ingo Männer und Andreas Jansen von der fre.j.man GmbH stellten schon 2015 diese Idee Bürgermeister Vogel vor. Dieser war sofort begeistert. Ein Jahr später kam es dann zur Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro. Bürgermeister Vogel wies in diesem Zusammenhang auf die starke digitale Wirtschaft hin, die es in Arnsberg gibt. „Die App ist ein Grund, zu uns in die Stadt zu kommen. Diese Neuheit – es ist die erste Kunst-App in NRW für den öffentlichen Raum – geht weiter als eine normale Führung, dadurch dass man gleichzeitig Texte über das Kunstwerk hören, es aber auch sehen kann.“

Für Kathrin Ueberholz ist es ein ideales Verbreitungsmedium, in dem die Texte in einer einfachen und für jedermann verständlichen Sprache, aber durchaus auch poetisch gesprochen werden. „Um diese informativen Texte vorzutragen, haben wir einen Schauspieler und eine Schauspielerin gewinnen können“, erklärt Kathrin Ueberholz. Kirsten Minkel vom Kulturbüro erklärt: „Wir müssen mit diesen neuen Medien umgehen, damit wir besonders die jungen Leute ansprechen.“

Info: Die App steht ab sofort kostenlos zum Download in den App-Stores zur Verfügung.

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