Erzählungen über den Ursprung des Lebens

Zwischen Wissenschaft und Fiktion: Kunstverein zeigt Einzelausstellung

Kunstverein Arnsberg Angelika Markul
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Angelika Markul zeigt ihre Kunst derzeit im Kunstverein Arnsberg.

Mit „If The Hours Were Already Counted“ zeigt der Kunstverein Arnsberg jetzt die erste institutionelle Einzelschau von Angelika Markul in Deutschland. Im Zentrum der Ausstellung stehen Arbeiten, die Erzählungen über den Ursprung des Lebens oder vergangene Kulturen entwerfen und indes von einem unweigerlich kommenden Ende zeugen.

Arnsberg – In gelbes, rotes und blaues Licht getaucht, führen Zeichnung, Skulpturen und Gemälde der Werkserie Tierra del Fuego (2018/2021) in die Ausstellung ein.

Benannt nach der südamerikanischen Inselgruppe Feuerland (Tierra Del Fuego) greifen die Arbeiten das Verschwinden patagonischer Gletscher und Jahrtausende alter Kulturen auf, die dieses Land einst prägten und bewohnten, bevor sie von europäischen Siedlern und dem Klimawandel verdrängt wurden.

„Memory of Glaciers“ und „If The Hours Were Already Counted“

„Memory of Glaciers“ spürt dem Ursprung allen Lebens auf der Erde nach. Aufnahmen des Kometen Tschurjumow-Gerassimenko leiten die Erzählung ein. Auch „If The Hours Were Already Counted“ (2016) nimmt einen außerweltlich wirkenden Ort zum Ausgangspunkt: Menschen schreiten in Schutzanzügen durch eine kristallene Traumlandschaft.

„Markuls Arbeiten bewegen sich stets zwischen den scheinbar gegenläufigen Polen Wissenschaft und Fiktion: Als Science-Fictions verinnerlichen sie Erkenntnisse aus Ökologie, Geologie, Archäologie oder Astronomie – also aus Disziplinen, die sich auf die Erforschung von Vergangenheit und Zukunft konzentrieren. Immer wieder ergänzt die Künstlerin diesen Kontext um mystische und spirituelle Elemente. Ihre Arbeit kann schließlich als Hommage an die mitunter dunklen Geheimnisse dieser Erde verstanden werden“, so Kuratorin Lydia Korndörfer.

Ausstellung ist bis zum 5. Dezember im Kunstverein Arnsberg zu sehen

Angelika Markul wurde in Stettin geboren und lebt und arbeitet in Paris und Warschau. Die Ausstellung ist bis zum 5. Dezember im Kunstverein Arnsberg zu sehen.

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