Arnsberger Gymnasium begleitet Schüler in digitaler Welt

Laurentianer entwickeln mit Rapschool NRW eigenen Schulrap - so klingt er

Schüler des Gymnasium Laurentianum in Arnsberg haben zusammen mit der Rapschool NRW einen eigenen Schulrap produziert.

Arnsberg – Das Gymnasium Laurentianum hat in Zusammenarbeit mit der Rapschool NRW einen eigenen Schulrap produziert. Gefördert wurde das Projekt vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft.

„Natürlich ist das Ergebnis besonders wichtig, weil nun alle stolz auf ihre eigene Produktion blicken können“, heißt es in der Pressemitteilung der Schule. Mindestens genauso wichtig sei aber die Produktion an sich. 

Die Jugendlichen am Gymnasium Laurentianum haben gelernt, wie man ein Musikvideo produziert, haben eigene Texte formuliert, Bewegungen einstudiert und auch die vollständige Performance durchgeführt. Die Rapschool NRW beschreibt die Motivation ihrer Arbeit mit Schülern wie folgt: Die Teilnehmer lernen, produktiv und kreativ mit Medien umzugehen, indem sie Rap- und Gesangstechniken lernen und in die Lage versetzt werden, eigene Texte zu komponieren und einen eigenen Song aufzunehmen.

Erfahrungen kreativ verarbeiten

 „Dabei geht es keineswegs lediglich um die Vermittlung des technischen Knowhows der Erstellung eines Hip-Hop-Songs. Kinder und Jugendliche sollen diese Musikform als ein Medium begreifen, über das sie sich selbst ausdrücken und ihre Probleme, Freuden und Ängste ihrer Umwelt mitteilen können.“ Persönliche Erfahrungen mit oder Gedanken über Gewalt, Arbeitslosigkeit, Diskriminierung oder Drogen, aber auch Liebe und Freundschaft können von den jungen Teilnehmern in ihren eigenen Songs und in ihrer eigenen Sprache kreativ verarbeitet werden. Dies sind jugendspezifische Themen, die die Heranwachsenden oft für sich behalten und mit der Hip-Hop-Musik eine Möglichkeit erhalten, diese persönliche Erfahrungen, Gedanken oder Botschaften anderen musikalisch mitzuteilen. „Der Vorteil dabei ist, dass die Grundtechniken von Hip Hop vergleichsweise schnell erlernt werden können. Man braucht weder ein Instrument spielen noch Singen können.“

 „Uns als Gymnasium ist es wichtig, die Jugendlichen in der digitalen Welt zu begleiten. Sie sollen nicht nur konsumieren, sie sollen verstehen können, wie Medien erstellt werden und wie sie wirken. So machen wir sie stark für ihre Zukunft, die auf jeden Fall digital sein wird. Durch reines Benutzen von Technik ist das nicht möglich. Bei uns lernen sie, hinter das Medium zu schauen und kritisch zu sein. Wir sind sehr stolz auf das Projekt und das tolle Ergebnis, das jetzt auf unserer Schulhomepage zu sehen ist“, erklärt Beate Nordmann, Schulleiterin des Gymnasium Laurentianum.

Hier geht's zum Rap-Video

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