Regionalmanager Morgenbrod sagt: „Her mit den Ideen“

„LEADERsein“ will Kernaufgabe in Angriff nehmen

Regionalmanager Lars Morgenbrod (l.) freut sich mit (v. l.) Barbara Wachauf (Schriftführerin), Klaus Peter Sasse (Vorsitzender), Petra Bültmann-Steffin (Beisitzerin), Anton Lübke (Schatzmeister) und Manfred Rotermund (2. Vorsitzender) auf Ideen aus den Dörfern. Foto: Paul Senske

Arnsberg/Sundern. Die Förderrichtlinien aus Düsseldorf sind endlich da, die Formalitäten weitgehend erledigt: Der LEADER-Verein „Bürgerregion am Sorpesee“ kann jetzt seine Kernaufgabe, die Förderung der Region Arnsberg, Balve, Neuenrade und Sundern, voll in Angriff nehmen. „Her mit den Ideen“, sagte Regionalmanager Lars Morgenbrod auf der Mitgliederversammlung in dieser Woche in Bruchhausen.

„Wir wollen die Bürger mobilisieren. Sie haben die große Chance, ihre Heimat zu gestalten.“ Dazu will der Verein LEADERsein mit mittlerweile 80 Mitgliedern den Dörfern der Region die Plattform und die Voraussetzungen bieten. Gesucht werden innovative Ideen, die die Region bis 2022 „sozial und wirtschaftlich voranbringen“. Dafür – so Morgenbrod – wurden gemeinsam mit der Bezirksregierung Qualitätskriterien entwickelt, eine Art Leitfaden für mögliche förderungswürdige und nachhaltige Projekte aus den Dörfer der Bürgerregion am Sorpesee. „Kunstrasenplätze gehören nicht dazu. Die sind wichtig, aber nicht mehr innovativ. Wir haben einen Projektleitfaden entwickelt, der im Internet nachzulesen ist.“

Insgesamt sei in Abstimmung mit der Bezirksregierung die regionale Entwicklungsstrategie nachgebessert worden. Parallel dazu wurden drei Themengruppen aus der Taufe gehoben, die den Manager, den Vorstand als sogenannte Lokale Aktionsgruppe (LAG) und die Dörfer beraten sollen und ein wichtiges Wort bei der Zustimmung der Projekte haben. Gesucht werden für die Gruppen – Dasein und Offensein, Mobil- und Vernetztsein sowie Bekannt- und Produktivsein – jeweils sechs bis acht Mitarbeiter. „Die Gruppen haben wichtige Aufgaben“, betonte Morgenbrod, der seit dem 1. Januar 2016 im Amt ist und sich seitdem von vielen Dörfern ein Bild gemacht und für die LEADER-Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von 3,1 Millionen Euro intensiv geworben hat. „Das Interesse an dem Förderprogramm der EU ist in den Dörfern sehr gut.“ In der nächsten Zeit soll die „Tour der Dörfer“ fortgesetzt worden, geplant sind im April unter anderem Besuche in Allendorf und Wennigloh.

Verein verzichtet auf Gemeinnützigkeit

Morgenbrord deutete in der Mitgliederversammlung auch ein Zeitfenster für die Realisierung eines Projektes an. Von der Idee bis zur Bewilligung der Förderung (65 Prozent der Kosten) durch die Bezirksregierung könne es drei bis vier Monate im Schnitt dauern. Auf der Versammlung in der Bruchhauser Schützenhalle wurde mit der Verabschiedung der Geschäftsordnung auch der formale und rechtliche Schritt für die Förderung der Projekte getan. „Es ist heute die erste Mitgliederversammlung nach der Gründung des LEADER-Vereins im Oktober 2015 in Sundern“, sagte der erste Vorsitzende Klaus Peter Sasse. „Es war eine Menge zu tun, damit hätte ich nicht gerechnet.“ Es sei auch ein wenig zäh gewesen. „Die Richtlinien aus Düsseldorf für die Förderung der Projekte liegen erst seit dem 29. Februar vor, seit dem 18. März sind die notwendigen Formalitäten weitgehend unter Dach und Fach.“

Eine wichtige Entscheidung wurde zudem auf der Mitgliederversammlung getroffen: Der Verein will auf die Gemeinnützigkeit verzichten. Die Vereinssatzung soll entsprechend geändert werden. Für die Gemeinnützigkeit seien hohe Hürden beim Finanzamt zu überwinden, hieß es. Der Verein erhalte auch keine Spenden. Die Satzungsänderung wurde einstimmig beschlossen.

Info: www.leader-sein.de.

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