Bei der „Bürgerregion am Sorpesee“ mit Arnsberg und Sundern geht es weiter voran

Verein „LEADERsein!“ stellt Regionalmanager vor

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Gruppenbild mit dem frisch gewählten Regionalmanager: Lars Morgenbrod (5.v.r.) will unter anderem die Lebensqualität in den Dörfern erhalten.

Arnsberg/Sundern. Die vier Kommunen Arnsberg, Balve, Neuenrade und Sundern können endgültig als LEADERsein! – „Bürgerregion am Sorpesee“ durchstarten. Nach der Vereinsgründung Anfang Oktober wurde auf der ersten Sitzung der Lokalen Aktionsgruppe in Sundern Lars Morgenbrod zum Regionalmanager gewählt. Der 35-jährige Diplom-Geograph will vor allem „die hohe Lebensqualität in der Region erhalten und in einigen Bereichen erhöhen“.

Morgenbrod, seit acht Jahren im Marketing- und Öffentlichkeitsbereich des Sauerland-Torurismus in Bad Fredeburg tätig, deutete in einigen Punkten an, wohin in die Reise gehen soll. Was muss man ändern, damit die jungen Leute in der Region bleiben oder wiederkommen? Wie können wir die Mobilität von älteren und jüngeren Menschen verbessern? Wie können wir das Ehrenamt besser unterstützen? Wie sieht unsere Willkommens-Kultur aus? Morgenbrod sieht die „Information der Bevölkerung“ als ersten Schritt an. „Wir müssen die Menschen in der Region über LEADER, das Projekt der EU zur Förderung des ländlichen Raumes, informieren.“ Morgenbrod soll sein Amt am 1. Januar 2016 antreten und von einer weiteren hauptamtlichen Kraft mit einer halben Stelle unterstützt werden. Sitz der Geschäftsstelle ist Sundern. „Der Start war ein wenig holprig“, meinte der Vereinsvorsitzende Klaus Peter Sasse. „Jetzt kommen wir richtig in die Gänge.“ Die Basis dafür ist gelegt. Die Themenfelder der regionalen Entwicklungsstrategie stehen: „Da,-, Offen-, Mobil-, Bekannt,- Produktiv- und Vernetzt-sein“. „Die Ideen zu diesen Bereichen sollen aus der Bevölkerung kommen“, erklärte Dezernent Andreas Pletziger von der Arnsberger Bezirksregierung, der gemeinsam mit seiner Kollegin Sylvia Scharf „Starthilfe“ leistete. „Innovative Projekte genießen Priorität bei der Förderung. Kunstrasen auf den Fußballplätzen gehören allerdings nicht dazu.“ Wichtig seien Projekte, die die Dörfer in den nächsten fünf Jahren „wirtschaftlich und sozial“ voranbringen. Bis 2020 stehen insgesamt 3,1 Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung. Die einzelnen Projekte können bis zu 65 Prozent aus diesem EU-Topf gefördert werden. Die Kofinanzierung muss mit öffentlichen oder gleichgestellten Mitteln erbracht werden. Das können auch Arbeitsstunden sein.

Der geschäftsführende Vereins-Vorstand von LEADERsein e. V. besteht aus acht Personen. Vorsitzender ist Klaus Peter Sasse, ehemaliger Bürgermeister von Neuenrade. Zwölf weitere Personen verstärken den Vorstand und bilden die sogenannte „Lokale Aktionsgruppe“, die Projekte beschließt und den Entwicklungsprozess steuert. Die vier Bürgermeister sowie der Regionalmanager nehmen an den Sitzungen mit beratender Stimme teil. Der Verein soll in den nächsten Tagen ins Vereinsregister eingetragen werden.

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