Rückblick auf besondere Ausstellungen und Ereignisse in 21 Jahren

„Große Sonderausstellungen tragen seine Handschrift“: Leiter des Sauerland-Museums in den Ruhestand verabschiedet

Camping im Sauerland Tourismusausstellung, zu der Museumsleiter Dr. Jürgen Schulte-Hobein
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Camping im Sauerland ist nur ein Thema der Tourismusausstellung, zu der Museumsleiter Dr. Jürgen Schulte-Hobein (re.) und Landrat Dr. Karl Schneider einladen.

Landrat Dr. Karl Schneider hat jetzt den langjährigen Leiter des Sauerland-Museums in Arnsberg, Dr. Jürgen Schulte-Hobein, in den Ruhestand verabschiedet. Dabei blickten sie gemeinsam auf besondere Ausstellungen und Meilensteine in den vergangenen 21 Jahren zurück.

Arnsberg/Hochsauerland - Schulte-Hobein kam nach dem Studium des Lehramtes Sekundarstufe I und II in den Fächern Geschichte und Geografie am 1. Dezember 1986 zum Hochsauerlandkreis und wurde drei Jahre später zum pädagogischen Leiter des Medienzentrums berufen. Zum 1. Januar 2000 übernahm er dann die Leitung des Sauerland-Museums.

„In den 21 Jahren als Museumsleiter hat Jürgen Schulte-Hobein das Sauerland-Museum kontinuierlich weiterentwickelt“, so Landrat Dr. Schneider. „Große Sonderausstellungen, die das Museumsteam erarbeitet und jeweils mit herausragenden Begleitpublikationen versehen hat, tragen seine Handschrift. Beispielhaft sind nur zu nennen: Franz Stock und der Weg nach Europa, Die Säkularisation und ihre Folgen im Herzogtum Westfalen; Engelbert Seibertz – Porträt- und Historienmaler; Werden/Wachsen/Wirken – Kreisverwaltungen im Hochsauerland oder Leiko Ikemura – erste Preisträgerin des August Macke-Preises.“

Sanierung und Neubau maßgeblich begleitet

Maßgeblich hat Dr. Schulte-Hobein auch das Regionale-Projekt „Museums- und Kulturforum Südwestfalen“ über mehr als zehn Jahre begleitet. Dabei wurde der Landsberger Hof komplett denkmalgerecht renoviert und barrierefrei gestaltet. Der Neubau an der Ruhrstraße hat architektonische Akzente gesetzt und zugleich durch drei große Ausstellungsräume neue Möglichkeiten der Präsentation eröffnet.

Staatssekretär Klaus Kaiser, Landrat Dr. Karl Schneider, Regierungspräsident Hans-Josef Vogel, Architekt Martin Bez, Ministerpräsident Armin Laschet, Museumsleiter Dr. Jürgen Schulte-Hobein und Bürgermeister Ralf Paul Bittner (v.li.) bei der Eröffnung des Neubaus im Jahr 2019.

Landrat Dr. Schneider: „Diese Möglichkeiten hat das Museumsteam um Dr. Schulte-Hobein optimal bei der ersten großen Sonderausstellung nach der Wiedereröffnung genutzt: ‘August Macke ganz nah’ war ein Publikumsmagnet und hat auch die Fachwelt überzeugt.“

Ein besonderes Anliegen von Dr. Schulte-Hobein war immer die Gestaltung der Dauerausstellung im Landsberger Hof. Hier wird die Regionalgeschichte des Kurkölnischen Sauerlandes jetzt mit modernster Technik anschaulich präsentiert.

Auch das Leben und Wirken des Neheimers Franz Stock wird in der neuen Dauerausstellung thematisiert. Ein ganz besonderes Exponat überreichte Thomas Bertram vom Franz-Stock-Komitee (r.) an Museumsleiter Dr. Jürgen Schulte-Hobein: Ein Tagebuch eines zum Tode verurteilten Gefangenen, welches durch Vermittlung der Les Amis de Franz Stock (Frankreich) dem Sauerland-Museum übereignet werden konnte.

Bei der Verabschiedung freuten sich Landrat Dr. Schneider und Museumsleiter Dr. Schulte-Hobein über die inzwischen eingegangene Auszeichnung „Vorbildliche Bauten“ des NRW-Bauministeriums und der Architektenkammer NRW. Die Jury hatte das Museums- und Kulturforum Südwestfalen „als überzeugenden Museumsbau mit überregionaler Strahlkraft“ bewertet. Eine Auszeichnung über die sich auch die Architekten Bez+Kock aus Stuttgart besonders gefreut haben.

Die Leitung des Sauerland-Museums hat mit dem Beginn des Jahres 2021 Dr. Oliver Schmidt (Dortmund) übernommen.

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