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Lichtfestival „Dark“ lädt an vier Tagen erneut zum Staunen und Mitmachen ein

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Von: Rebecca Weber

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Lichtfestival Dark Arnsberg 2017
Besondere Lichtinstallationen stehen auch bei der zweiten Auflage von „Dark“ in der Arnsberger Altstadt im Mittelpunkt. © Rebecca Weber

Ein riesiger Erfolg war die Premiere des Lichtfestivals „Dark“ in Arnsberg im März 2017. Tausende Besucher staunten über die besonderen Lichtinstallationen an und in Gebäuden und schon damals war die Ruf nach einer Wiederholung groß. Jetzt ist es soweit.

Arnsberg - „Digitale Arbeiten zur Lichtkultur“, kurz „Dark“, werden von Donnerstag, 21., bis Sonntag, 24. Oktober, erneut in der Altstadt präsentiert.  Hinzu kommen außerdem Late-Night-Shopping, Streetfood und die „Lange Nacht“ im Sauerland-Museum.

An den vier Veranstaltungstagen können sich die Besucher auf insgesamt zwölf verschiedene Projekte und Installationen rund um das Thema Licht freuen. Das Besondere ist, dass diese alle vor dem Hintergrund digitaler Prozesse funktionieren oder gefertigt wurden und sich mit der Zukunft des künstlichen Lichts beschäftigen.

Lichtfestival Dark Arnsberg Beteiligte Sponsoren
Auf das Lichtfestival „Dark“ freuen sich die Organisatoren von Lichtforum NRW und Stadt Arnsberg gemeinsam mit den Beteiligten und den Sponsoren. © Rebecca Weber

Auf diese Weise möchte das Festival, das präsentiert wird vom Lichtforum NRW und der Stadt Arnsberg, nachhaltige Faszination für Licht und Technologie im sauerländischen Kulturraum stiften. „Das Sauerland und das Licht sind eng miteinander verwoben“, macht Dennis Köhler vom Lichtforum NRW mit Blick auf die traditionsreiche Licht- und Leuchtenindustrie vor Ort deutlich. „Wir wollen die Region mit dem Thema Licht auch kulturell weiter ausbauen. Licht kommuniziert, Licht ist attraktiv.“ Für ihn sei schnell klar gewesen, warum auch die zweite Auflage von „Dark“ in historischer Umgebung stattfinden müsse: „Die Altstadt ist atmosphärisch und bietet einen tollen Kontrast mit den extrem modernen Lichtprojekten.“

Internationale Künstler

Möglich wurde das Lichtfestival durch eine Förderung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und die Unterstützung von Sponsoren. Damit konnte das Lichtforum NRW eine Auswahl unterschiedlicher, teils internationaler Künstler nach Arnsberg einladen, um zu zeigen, welche spannenden Möglichkeiten die Digitalisierung bietet.

Dark Lichtfestival Arnsberg 2017
Bereits 2017 sorgte „Dark“ für faszinierende Bilder in der Arnsberger Altstadt. © Rebecca Weber

Die Achse zwischen Alter Markt und dem Kloster Wedinghausen wird an verschiedenen Stationen – wie etwa Kulturschmiede, Auferstehungskirche oder Gymnasium Laurentianum – teils drinnen, teils draußen von den Lichtkünstlern bespielt. Unter dem Titel „Row“ werden im Alten Rathaus beispielsweise durch LED-Streifen, die sich schnell drehen, verschiedene Motive erzeugt. Bei der Installation „Flux“ sind es rotierenden Lichtstrahlen mit Musikuntermalung, die das Objekt mal in ruhigem, mal in hektischem Rhythmus erscheinen lassen. Im Innenhof des Klosters Wedinghausen hingegen verändert sich die Projektion an den Außenwänden des Gebäudes individuell durch die Bewegungen der Besucher.

„Mitmachen ist erwünscht“

„Mitmachen und die Interaktion der Besucher ist durchaus erwünscht“, hebt Dennis Köhler hervor. „Was wir wollen ist eine Aneignung der öffentlichen Räume und zudem Städte beleben mit den digitalen Arbeiten.“ Peter Kleine, der das Festival seitens der Stadt Arnsberg begleitet, ergänzt: „Es geht nicht nur um die Aneignung der Stadt, sondern auch um die Aneignung von Moderne. Die Veranstaltung kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den Menschen Mut zu machen, sich auf das Thema Digitalisierung einzulassen.“ Natürlich gebe es rund um das Thema Digitalisierung viele Ängste, aber auch Chancen. „Kontrollverluste müssen nicht sein. Ich selbst bin ja derjenige, der Digitalisierung gestaltet,“ fügt Dennis Köhler an.

Auch das zum Festival erschienenen Booklet setzt auf den digitalen Weg: Neben einem Stadtplan mit den Veranstaltungsorten beinhaltet es zu jedem Projekt einen QR-Code, der zu weiteren Informationen im Internet führt.

Für Stadtmarketingmanagerin Tatjana Schefers schaffe es das Festival hervorragend, Digitalisierung und Technik mit Emotionen zur verknüpfen. „Zusammen mit shoppen und schlemmen entsteht dann ein richtiges Wohlfühl-Paket.“

Streetfood und Shopping

Denn von Freitag, 22., bis Sonntag, 24. Oktober, findet auch dem Neumarkt erneut das Streetfood-Festival „Cheatday“ statt, dass kulinarische für jeden Geschmack etwas dabei hat. Und auch wer den Bummel entlang der Lichtinstallationen mit einem Einkaufsbummel verbinden möchte, hat dazu am Freitag, 22. Oktober, bis 22 Uhr Gelegenheit (in teilnehmenden Geschäften).

Abgerundet wird das kulturelle Erlebnis durch die „Lange Nacht“ im Sauerland-Museum, die am Samstag, 23. Oktober, von 14 bis 22 Uhr verschiedene Aktionen unter dem Motto „Licht im Expressionismus“ bietet.

Was Besucher sonst noch wissen müssen:

Weitere Informationen zu Orten und Projekten gibt es www.dark.lichtforum-nrw.de. Die Booklets werden an den Veranstaltungstagen ausliegen, das Festival lädt vom 21. bis 24. Oktober 2021 zwischen 18.30 und 22 Uhr zu einem Besuch ein. Für die Veranstaltung gilt die 3G-Regel, in den Innenräumen gilt Maskenpflicht. Der Eintritt ist frei.

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