„Super Speed Art Exhibition Tour“ brachte Kunst in zehn Tagen in 30 Städte

Mit Minigalerie durch die Republik

Stephanie Neuhaus und Haimo Hieronymus waren am Sonntag Nachmittag mit ihrer Super Speed Art Exhibition Tour wieder zurück an der Werkstattgalerie „Der Bogen“.

Die beiden Künstler von der Werkstattgalerie „Der Bogen“ sind sich einig: Kunst in dieser Form an Interessierte heran zu bringen, war etwas ganz Neues und wird es, zumindest von den beiden – Stephanie Neuhaus und Haimo Hieronymus – auch nicht mehr geben. Für die „Super Speed Art Exhibition Tour“ wurde ein Kastenwagen zu einer kleinen Minigalerie umgebaut.

Damit in zehn Tagen in 30 Städten die Kunst an den Mann beziehungsweise an die Frau zu bringen, war eine Idee der beiden Künstler, die danach drängte, in die Tat umgesetzt zu werden. Am vergangenen Sonntag waren circa 50 Interessierte zur Werkstattgalerie gekommen, um sich das fahrbare Museum anzusehen und die Rückkehr der beiden Künstler zu feiern.

Stephanie Neuhaus und Haimo Hieronymus erklärten, wie es zu der Tour gekommen war und welche Probleme bewältigt werden mussten. „Zunächst einmal gab es eine öffentliche Ausschreibung, welcher Künstler will sich an diesem Projekt beteiligen. 22 Künstler erklärten sich bereit, je ein Kunstwerk zur Verfügung zu stellen“, erzählte Neuhaus. „Insgesamt brauchte es circa ein Jahr Vorbereitungszeit, bis die Idee verwirklicht war.“ Trotz einiger Sponsoren mussten Neuhaus und Hieronymus eigenes Geld in die Hand nehmen. „Ohne die Sponsoren hätten wir es nicht geschafft“, erklärt Haimo Hieronymus, „aber“, fügt er grinsend noch hinzu, „andere kaufen sich einen Porsche, ich gebe mein Geld lieber für die Kunst aus.“

Stephanie Neuhaus erzählt weiter über die Tour, dass es in einigen Städten schwierig gewesen sei. „Zum einen mussten wir für jede Stadt eine Genehmigung haben, dort überhaupt mit unserem Wagen stehen zu dürfen. Und dann waren für jede Genehmigung mindestens circa 50 Euro fällig. Obwohl wir uns wirklich frühzeitig um diese Genehmigungen bemüht hatten, reichte bei manchen wohl die Zeitspanne von einem halben Jahr nicht aus. Also durften wir in einigen Städten nicht stehen.“

„Mit den Menschen haben wir die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht“, berichtet Hieronymus. „In Stuttgart waren wir sehr verblüfft, dass überhaupt niemand kam. Hier hatten wir doch eigentlich mehr erwartet. In anderen Städten kamen die Interessierten erst, als wir einige Meter vom Wagen weg gingen. Erklärt haben wir grundsätzlich nichts. Jeder, der sich mit einem Bild oder einer Skulptur befasst, wird seine eigenen Empfindungen und seine eigene Meinung haben.“ Hieronymus erinnert sich an ein tiefer gehendes Gespräch mit einem ihm unbekannten Herrn. „Wir hatten sofort einen guten Draht zu einander.“ Vorgestellt habe dieser sich erst am Ende des Gesprächs. „Es war der Leiter des Karikaturamuseums, er fand die Idee so toll, dass er sie in ähnlicher Weise auch umsetzen will.“

„Wenn sie mein Fazit hören wollen“, strahlt Haimo Hieronymus, selbst noch ganz beeindruckt von der Fahrt, „Deutschland ist schön“. (Von Gaby Decker, neheim@sauerlandkurier.de)

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