Planungen für ehemalige „Combi-Fläche“ in Moosfelde

Ein multifunktionaler Platz

Im Gemeindehaus in Moosfelde wurden die Pläne vorgestellt, wie der Platz des ehemaligen Combi-Marktes in Zukunft aussehen könnte. Foto: Gaby Decker

Der Platz liegt im Zentrum von Moosfelde. Aber um zu einem wirklichen Zentrum zu werden, an dem sich die Menschen auch aufhalten können, bedarf es noch einiger Überlegungen und Arbeiten.

Es handelt sich um den Platz des abgerissenen Combi-Gebäudes, der brach liegt und zu einem wirklichen Treffpunkt werden könnte. Klaus Schulze vom Architekturbüro B. S. L. stellte am Donnerstagabend bei einem Werkstattgespräch im Gemeindehaus St. Elisabeth circa 20 interessierten Bürgern aus Moosfelde die aktuellen Pläne vor.

Zunächst erinnerte sich der Planer an den Nachmittag, als Kinder aus KiTa, Grundschule und Kinderparlament sich versammelt hätten und sehr lebhaft diskutiert hätten, wie solch ein Platz aussehen könnte. „Ich war erstaunt von den vielen Ideen und von den Gedanken, die sich die Kinder gemacht hatten. Sie haben begriffen, wie spannend solch ein Projekt sein kann“, erläuterte Schulze, um dann zu den Erwachsenen zu kommen. „Der Platz sollte zu einer wiedererkennbaren und nutzbaren Fläche gemacht werden. Die Aufenthaltsqualität des Platzes soll hoch sein. Es soll ein leistbarer Unterhaltungsaufwand gegeben sein. Die Fläche soll auch in zehn Jahren noch schön sein. Die Wegebeziehungen müssen stimmen. Es muss für ältere Menschen nutzbar sein und man muss selbst etwas machen können.“

Diese Punkte hatte sich Klaus Schulze als Kriterium gesetzt. So soll die Fläche jahreszeitlich angepasst sein. Mit Gräsern, die den Platz strukturieren und Blumen, aber auch mit Bänken und Tischen und einer Freifläche soll gearbeitet werden. „Es muss ein multifunktionaler Platz sein“, erläuterte Schulze. „Es sollen auch Flächen zum selber gärtnern da sein. Wer möchte, soll hier ein Stück Garten bearbeiten können.“ An strukturierenden Gehölzen wurden niedrige Obstbäume genannt. „Die sind irgendwann soweit, dass man daran vorbei gehen kann und sich dabei zum Beispiel einen Apfel pflückt.“ Auch seien künstlerische Lichtinstallationen möglich, die den Platz interessant machen würden.

Resignation versus Engagement

Nach der Vorstellung kam eine lebhafte Diskussion in Gang. Grundsätzlich gefiel der Vorschlag, allerdings kam so etwas wie Resignation auf: „Es wird nicht lange dauern, bis alles wieder zugemüllt ist – Der Platz wird heute doch als Toilette benutzt – Es stinkt so sehr, dass wir uns nicht auf unsere Terrasse setzen können – Die Bäume werden zu hoch, dann bekommen wir bei uns gar keine Sonne mehr – Es muss abends genug Licht da sein, gerade diese Ecke ist viel zu dunkel“, waren einige Stimmen. An die Stadt, vertreten durch Michaela Röpke, die Moosfelde schon seit 2005 betreut, wurde herangetragen, dass sie eine Garantie geben müsse, dass das Müll-Problem gelöst würde. Sie machte klar, dass das die Stadt nicht leisten könne. „Wenn sich viele einbringen und mitmachen, ist das vielleicht der erste Schritt, hier etwas zu verändern“, versuchte Klaus Schulze die Stimmung zu heben. Ein Teilnehmer erklärte, dass ihm der ganze Aufwand zuviel sei. Ein „Aufmöbeln“ des Platzes würde doch vielleicht schon genügen. Auch der Vorschlag wurde festgehalten. All das wird die Gedanken der Verantwortlichen noch einmal bewegen. Was dabei herauskommt, soll bis Ende August planerisch fertig sein. Dann werden die Pläne noch einmal ausgehängt.

Was die Finanzierung betrifft sei von Seiten der Stadt und der Bezirksregierung alles in trockenen Tüchern und die Fördermittel können für dieses Projekt ausgegeben werden. Die Kosten werden zu 70 Prozent aus dem Bund-Länder Programm Stadtumbau-West und zu 30 Prozent als städtischer Eigenanteil getragen. (Von Gaby Decker, neheim@sauerlandkurier.de)

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