Zwei Touren geplant - Abschluss am Fresekenhof

Neheim feiert 650 Jahre Waldschenkung bei Schnadegang am Samstag

Ein Teil des Organisationsteams der Schützen stellte den neuen Schnadestein vor: Stadtförsterin Petra Trompeter, Matthias Henkelmann, Sven Rüther, Martin Smykalla, Bernd Obertrifter, Klaus Tillmann, und Christian Draeger (v.l.).

Neheim. Einen neuen Schnadestein ist haben die Neheimer Schützen in den vergangenen Tagen errichtet. Er ist ein sehr freundlicher Stein für diejenigen, die in diesem Jahr gepohläst werden: Am Ende der 65 Zentimeter, die aus der Erde herausragen, ist er schön abgeflacht, so dass man fast ein Kissen darauf legen könnte, was natürlich keinesfalls erlaubt ist.

Er steht auf der Grenze zum Holzener Waldgebiet und ist bereits die achte Grenzmarkierung durch die Schützen seit dem Jahr 2000. Der Äspohl enthält eine Kernbohrung. Dort hinein wurde eine Urkunde gelegt mit der Unterschrift des Bürgermeisters, außerdem den Unterschriften von Schützenoberst und Schützenkönig. Die Edelstahlplakette, die mit hinein gegeben wurde, weist auf das diesjährige Jubiläum „650 Jahre Waldschenkung“ hin. Der Stein ist circa 100 Zentimeter groß und hat ein Gewicht von 160 Kilogramm. Der Werkstoff ist ein roter Kalkstein aus dem Effenberg, der an der Grenze zu Holzen liegt. Er steht im Mittelpunkt des Neheimer Schnadeganges am Samstag, 1. September. 

Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr wird es zwei Touren geben. Einmal die klassische Tour von zehn Kilometern, die um 9.30 Uhr am Glockenspiel startet. Die Wanderung führt dann als erstes zum Pohläsen am neuen Grenzstein. Eine Rast wird am Weitern Weg im Schenkungswald eingelegt. Hier erfolgt eine historische Baumfällung mit einer Zugsäge. Weiter geht es für die hoffentlich noch nicht müden Füße über das Schwiedinghauser Feld, Schwiedinghauser Bachtal, Frettholz (Grenze zu Holzen), Weiter Weg und zurück über Dreihausen und Taufetal. Am Fresekenhof werden die Wanderer um circirca 13 Uhr eintreffen. Die Tour ‚Grenzerfahrung‘ – dies sind 30 Kilometer – startet um 6 Uhr morgens am Fresekenhof, führt über Fürstenberg/Eselweg, Wiedenberg, Niederense, Aupketal, Rusch (hier gibt es eine kleine Pause), weiter zum Rumbecker Holz, Frettholz, Potsdamer Platz und Bachum (hier war eine Anmeldung erforderlich). Zurück am Fresekenhof wird die Gruppe um 15 Uhr sein. 

Liveticker auf Facebook mit Bildern 

Bei diesem großen Schnadegang gibt es einen Liveticker auf Facebook und Instagram mit aktuellen Bildern und Meldungen von unterwegs. Dieser Weg markiert weitgehend die aktuellen Grenzen von Neheim. Falls auf dieser langen Tour etwas passieren sollte (zum Beispiel ein verstauchter Fuß) ist schnell Hilfe da, oder falls sich jemand doch vorher ausklinken möchte, ist das immer möglich. Die Strecke verläuft größtenteils stadtnah. Bis jetzt haben sich für diese Tour 30 Teilnehmer gemeldet. Schon ab 13 Uhr wird am Fresekenhof ein buntes Unterhaltungsprogramm geboten. Für die hungrigen Mägen gibt es die traditionelle Erbsensuppe aus der Gulaschkanone und kühle Getränke. Kaffee und Kuchen und ein musikalisches Rahmenprogramm gehören dazu. Am Nachmittag gibt es die Ehrungen für den ältesten und den jüngsten Teilnehmer sowie für die Teilnehmer der Grenzerfahrung. Für die Kinder gibt es zur Unterhaltung unter anderem die rollende Waldschule der Kreisjägerschaft.

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