Laute und leise Momente

Neheimer beim Weltjugendtag in Panama beeindruckt von der Lebendigkeit des Glaubens 

Ausflippen war bei den Jugendlichen angesagt beim „Papst-Willkommen“ an der Cinta Costera in Panama-Stadt beim Weltjugendtag 2019.

Panama/Neheim. Panama-Stadt im Ausnahmezustand: Das erlebten auch die neun Jugendlichen der Großpfarrei Neheim-Voßwinkel, die in Begleitung von Pfarrer Stephan Jung über den Ozean gereist waren, um beim Weltjugendtag 2019 (WJT) in Panama auf Gläubige aus der ganzen Welt zu treffen.

Bereits an den ersten Tagen in Panama-City habe man gespürt, wie riesig die Vorfreude war. Die Leute hätten sich sehr über die vielen jungen Pilger gefreut, berichtet Erik Dünschede aus Übersee, der den Anstoß für das Reiseabenteuer der Neheimer gegeben hatte, das über ein Crowdfunding bei der Volksbank unterstützt wurde.

Die Jugendlichen aus dem Sauerland waren natürlich auch bei der Erföffnungsmesse an der Cinta Costera mit Erzbischof Ulloa dabei. Die Neheimer gehören zu den 151 jungen Menschen aus dem Erzbistum Paderborn, die sich auf den Weg zum Weltjugendtag nach Panama gemacht haben. „Überall waren Pilgergruppen zu sehen, die Autofahrer haben gehupt und alle Leute auf den Straßen waren fröhlich, man hat sich gegenseitig gegrüßt und sich auch mit Jugendlichen aus den anderen Ländern unterhalten“, gibt Erik Dünschede die Eindrücke der Neheimer wieder.

Am Donnerstag fand dann das „Papst-Willkommen“ statt. „Alle waren wirklich am Ausflippen, als der Papst auf dem Gelände angekommen ist. Der Küstenstreifen Cinta Costera war voll mit Pilgern.“ Freitag haben die Jugendlichen am Abend einen Kreuzweg mit Papst Franziskus gefeiert. Dieser sei sehr innig und bewegend gewesen, schreibt Erik Dünschede. Am Samstag sind die Jugendlichen am frühen Morgen losgewandert Richtung Metro Park – eine riesige Fläche, auf dem die Vigilfeier und die Abschlussmesse stattfanden. „Wir sind zwar einen Teil der Strecke mit dem Bus gefahren, trotzdem war uns das symbolische ,Pilgern’ wichtig und deshalb haben wir bei großer Hitze auch viele Kilometer zu Fuß zurückgelegt. Die Vigilfeier war besonders schön, es waren laute und leise Momente. Es ist sehr bewegend, wenn man mit fast unendlich vielen Jugendlichen an einem Ort versammelt ist und alle gemeinsam singen und beten, aber auch alle gemeinsam schweigen. In diesen Momenten spürt man eine tiefe Verbindung aller Pilger“, zeigen sich die Neheimer beeindruckt von dem riesigen Glaubensfest.

Unter freiem Himmel übernachtet

Danach seien verschiedene Sänger aufgetreten und es habe eine schöne Stimmung geherrscht. Die Jugendlichen haben alle gemeinsam mit vielen Hunderttausenden unter freiem Himmel auf der Wiese übernachet. Am Sonntagmorgen wurden sie von Musik geweckt für die große Abschlussmesse, bei der der Austragungsort für den nächten Weltjugendtag verkündet wurde: Portugal.

„Leider ist der WJT nun vorbei. Es waren viele beeindruckende und bewegende Momente, die man in den nächsten Tagen und Wochen erstmal verarbeiten muss. Die Lebendigkeit des Glaubens und die Gemeinschaft von allen, obwohl wir aus so vielen unterschiedlichen Ländern kommen, werden mir besonders in Erinnerung bleiben“, sagt Erik Dünschede

„Auch die vielen Gespräche und all die unfassbar schönen und beeindruckenden Begegnungen sind von großer Bedeutung. Aber es ist schwierig, einzelne Momente hervorzuheben, weil sehr vieles ziemlich schön war und man keine Augenblicke vernachlässigen möchte. Mit nach Hause nehme ich hoffentlich möglichst viel. Ich denke, in Deutschland sollten sich viele Menschen etwas von der Lebensweise und -freude abgucken. Der Glauben wird lebendiger gefeiert. Außerdem sind die Herzlichkeit und Gastfreundschaft extrem beeindruckend. Wir sind sehr dankbar, diese Erfahrungen machen zu dürfen und hoffen, dass wir diese auch in der Heimat teilen können“, schreibt Erik Dünschede zum Abschluss der dreiwöchigen Reise, die in Costa Rica begann. In dieser Wochen kehren die Neheimer aus Zentralamerika zurück.

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