Rundum-Paket zum Start ins Leben

„Netzwerk Frühe Hilfen“ arbeitet in Arnsberg noch enger zusammen

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Christian Eckhoff (Familienbüro), Stephan Köster (Sparkasse), Barbara Niedenführ (Netzwerkkoordinatorin), Bürgermeister Ralf Paul Bittner und Stadtmarketingmanagerin Tatjana Schefers stellten das neuen Startpaket für Familien vor.

Arnsberg. Wenn es darum geht, die jungen Eltern in der Stadt Arnsberg zu erreichen und sie über die Beratungs- und Informationsangebote für den Start als Familie zu informieren, hat die Stadt schon länger auf Kooperation gesetzt. Jetzt hat die Infobroschüre „Familienstart 1“ einen Nachfolger bekommen, der den frisch gebackenen Eltern mit einem einheitlichen Layout und breit gefächerter Information eine Hilfe sein soll.

Die Broschüre „Familienstart 2“ folgt zudem einer noch engeren und erweiterten Zusammenarbeit der Kooperationspartner im „Netzwerk Frühe Hilfen“. Die Informationen gibt es in einer Tasche bei der Anmeldung im Standesamt, die zunächst in einer Auflage von 3.000 Stück zur Verfügung steht.

„Die Herausforderung besteht darin, unsere Informationen an die Eltern weiterzugeben und sie überhaupt zu erreichen“, erklärte bei der Vorstellung Barbara Niedenführ, Koordinatorin im Netzwerk Frühe Hilfen. Schon seit langem würden deshalb der Schwangerschaftswegweiser sowie die Broschüre „Familienstart 1“ über die Praxen der Frauenärzte in Arnsberg verteilt. Nach der Rückmeldung zu den Beratungs- und Unterstützungsangeboten aller beteiligten Netzwerkpartner sei nun „Familienstart 2“ entstanden, so Niedenführ. Abgedeckt wird der Lebensbereich von der Geburt bis in die ersten Lebensjahre der Kinder. 

Zusammenschluss verschiedener Initiativen

Das „Netzwerk Frühe Hilfen“ stellt in Arnsberg einen Zusammenschluss verschiedener Initiativen und Bereiche rund um Gesundheit, Beratung und Betreuung junger Familien dar. So sind hier neben dem Familienbüro, den Familienzentren sowie der Jugendhilfeplanung viele Initiativen aus dem Bereich „Bildung und Beratung“ oder Schwangerschaftsberatung zusammen geführt. Ergänzt wird das Netzwerk durch Beratungsangebote des Klinikums Hochsauerland, die freien Hebammen sowie Kinder- und Jugendärzte oder das Gesundheitsamt des Kreises. Alle Informationsbereiche haben zudem eine farbliche Kennung bekommen und lassen sich damit in allen Broschüren für Familien leicht anhand der Farbe wiederfinden. Ein Zeichen für Nachhaltigkeit soll auch die Fertigung in einer heimischen Druckerei auf umweltbewusstem Papier sein. 

Das Layout des Heftes ist ebenfalls in einer Arnsberger Agentur entstanden und eng an das bundesweit zur Verfügung stehende Projekt „familienstart-online.nrw.de“ angeschlossen worden. Darüber hinaus, so beschreibt Barbara Niedenführ, seien die Checklisten für Eltern mit der Bundeszentrale koordiniert und vereinheitlicht worden. „Wir haben auch ein ansprechende Lösung zur Weitergabe der Informationen gefunden“, so Niedenführ. In einer mit „Arnsberger Kind“ beschrifteten Stofftasche, die auch als Rucksack genutzt werden kann, bekommen die jungen Eltern ihr Informationspaket mit einem Handtuch sowie Gutschein für die Stadtbücherei ausgehändigt. Darin unter anderem auch eine Notfallkarte, die von den Arztpraxen für Kinder in Arnsberg bis zur Vergiftungszentrale in Bonn alle wichtigen Rufnummer enthält. 

Logo der Stadt als Wiedererkennung 

„Mit Blick auf die Gesamtstadt haben wir das Logo der Stadt und die Gestaltung der Broschüren als Wiedererkennungseffekt eingesetzt“, erklärt Stadtmarketingmanagerin Tatjana Schefers. Vom Aufbau der Broschüre hat sich auch Bürgermeister Ralf Paul Bittner überzeugen lassen. „Hier greifen die Themen für junge Familien inhaltlich und auch vom Logo her ineinander“, lobt der Bürgermeister. Das, so Bittner, fühle sich als Thema gut an. Im Heft wird zu allen Informationsbereichen mit bekannten Gesichtern aus der Stadt Arnsberg gearbeitet. Die einzelnen Netzwerkpartner stellen sich mit ihrem eigenen Personal vor. „Das kann die Hemmschwelle für Eltern senken, sich in allen Fragen professionelle Unterstützung zu holen“, so Bittner. 

Das Paket für die jungen Eltern in Arnsberg verfolgt noch eine wichtige Absicht: „Wir wollen gemeinsam gegen die Verunsicherung der Eltern arbeiten“, beschreibt die Koordinatorin Niedenführ. So sei die Information für die Eltern zu den Leistungen der einzelnen Netzwerkpartner bereits vorsortiert worden. Der Hintergrund für die Stadt ganz klar: „Wir wollen Eltern zur Geburt ihrer Kinder eine weitgehende und qualitative Information bieten“, erklärt Bürgermeister Bittner. Zudem spiegele das neue Paket die Vielfältigkeit des Lebens in Arnsberg wider, was von Stadtmarketingmanagerin Tatjana Schefers auch als wichtiges Alleinstellungsmerkmal in der Region gesehen werde. Das Thema findet Anklang bei den Sponsoren. So unterstützt die Sparkasse Arnsberg-Sundern die Erstellung der Broschüre sowie den Informationsrucksack.

Hintergrund 

  • Eine Verpflichtung der Kommunen, auf dem Bereich der Frühen Hilfen eine Kooperation anzubieten, gibt es mit dem Bundeskinderschutzgesetzt schon sei 2012 für alle Städte. Die Ausgestaltung obliegt in Einzelbereichen jedoch der Kommune. 
  • Neben einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit zu den Themen setzt die Stadt Arnsberg vor allem auf personelle Ausstattung. Mit den Fördermitteln des Bundes arbeiten vier Mitarbeiter in einer eigenen Abteilung im Familienbüro zum Thema „Frühe Hilfen“. 
  • Alle Informationen gibt es online unterwww.arnsberg.de/fruehe-hilfen

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