Offizielle Einweihung und Segnung in Hüsten

Neubau: Kinder- und Jugendhaus des SkF bietet Gemeinschaft und Rückzugsräume

Kinderheim Marienfrieden Hüsten Neubau
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Das moderne Gebäude wird nicht nur den Anforderungen der Kinder und Jugendlichen gerecht, auch Nachhaltigkeit und Klimaschutz spielten bei der Planung eine wichtige Rolle.

Im Kinder- und Jugendhaus Marienfrieden in Hüsten ist ein neues zweites Zuhause für die Kinder der Wohngruppen entstanden. Kurz nachdem die Kinder und Jugendlichen das neue Haus bezogen hatten, wurde es mit den Grußworten einiger Gäste und einem Rückblick auf die Bauzeit offiziell eingeweiht.

Hüsten - Geschäftsführer Ludger Kottmann und Christel Runde vom Vorstand des Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), die für die plötzlich erkrankte Ursula Beckmann, Vorsitzende des SkF, eingesprungen war, ließen die Gäste an der teils humorvollen, teils ernsten Rückschau teilnehmen. Diese stand unter dem Leitsatz: „Alle Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben ihnen zu folgen“.

Beschlossen wurde der Bau des neuen Zuhauses einstimmig der Mitgliederversammlung im Januar 2018. Der Altbau musste weichen. Er war in die Jahre gekommen und entsprach schon längst nicht mehr den Erwartungen, die heute gestellt werden. Kottmann und Runde erinnerten daran, dass etwa die Weihnachtsfeier der Don-Bosco Gruppe wegen Platzmangels auf dem Flur habe stattfinden müssen und die Mitarbeiter der Verwaltung im Erdgeschoss immer den Musikgeschmack der Kinder im Stockwerk über ihnen kannten. Also für alle Beteiligten Verhältnisse, die zu überdenken waren. Es habe sich auch die Frage gestellt, ob ein Neubau hier auf dem Berg am Rande von Hüsten die richtige Entscheidung sei? „Aber die vielen Freizeitmöglichkeiten, die es hier gibt, waren ein großer Aspekt, den Neubau hier entstehen zu lassen“, erklärte Ludger Kottmann.

Helle Wohnräume und Einzelzimmer

Bei dem Neubau, in dem es ausschließlich Einzelzimmer gibt, gehe es auch um die Wertschätzung für die Kinder. „Es gibt mehr und helleren Wohnraum für die Gruppen. Das hat auch positiven Einfluss auf die Entwicklung der Kinder. Gleichzeitig ist der Rückzugsraum für Kinder und Jugendliche gewährt“, erklärt der Geschäftsführer. Aber auch Klimaschutz und Nachhaltigkeit waren wichtige Themen beim Neubau. Beheizt wird das neue Gebäude mit dem bestehenden Blockheizkraftwerk, sparsame LED-Beleuchtung ist angebracht und das Flachdach ist mit einer Solaranlage ausgestattet.

Nach der Rede gab es für die Kinder noch eine kleine Überraschung. Es wurden Lebkuchenherzen verteilt, wie es sie sonst auf der Hüstener Kirmes gibt. (Die eigentlich an diesem Freitag eröffnet worden wäre) Bevor Bürgermeister Ralf Paul Bittner zu seinem Grußwort ans Mikrofon trat, nahm er sich die Zeit, gemeinsam mit anderen Gästen diese Herzen zu verteilen. „Es ist nicht immer alles reibungslos gelaufen. Ein Neubau ist immer ein Abenteuer. Aber wenn man das Ziel für die Kinder im Auge hat, ist solch ein gutes Projekt im Team zu meistern.“ Der zuständige Architekt Sascha Walenta verglich den Neubau mit der Geburt eines Babys. Es muss mit Leben gefüllt werden, damit es erwachsen wird.

Box mit Wünschen gefüllt

Die Segnung des Gebäudes nahmen Dechant Meiworm und Pastor Schnütgen vor. Die Grundsteinlegung wurde nachgeholt mit einer Metallbox, die in eine Außenwand eingemauert wurde. Jugendliche hatten die Box mit schriftlichen Wünschen und ihnen wichtigen Dingen befüllt. Den Abschluss der Einweihung bildeten viele rote Luftballons, die die Gäste gemeinsam in den Himmel aufsteigen ließen.

Wenn es in den eigenen Familien nicht mehr weiter zu gehen scheint, bietet das Kinder- und Jugendhaus Marienfrieden des SkF ein zweites zuhause in den Wohngruppen. Weitere Informationen unter skf-hochsauerland.de

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