Vier Künstler präsentieren ihre Werke

Neue Ausstellung „After Life“ im Kunstverein Arnsberg

Ausstellung Kunstverein Arnsberg Lichthaus
+
Der Künstler Reiner Maria Matysik (mit Kuratorin Lydia Korndörfer) stellt im Lichthaus und in den Räumen des Kunstvereins aus.

Vier Künstler bestreiten die neue Ausstellung im Kunstverein in Arnsberg. Stephanie Dinkins, Jon Lomberg, Reiner Maria Matysik und Ana Rajcevic. Sie setzen sich in der Ausstellung „After Life“ mit dem Menschsein in der Zukunft auseinander. Wie werden wir leben, wie werden wir aussehen?

Arnsberg - Der Künstler Jon Lomberg ist im deutschen Kunstkontext bei dieser Ausstellung erstmals zu sehen. „Durch Lombergs enge Freundschaft mit dem verstorbenen Astrophysiker Carl Sagan kamen die Voyager Golden Records zustande.

Diese vergoldeten Kupferschallplatten reisen seit 1977 mit den Voyager-Raumsonden durch das All mit umfangreichen Nachrichten der Menschheit an extraterrestrische Lebewesen. Sie sind längst über unser Sonnensystem hinaus. Die Schallplatten sind mit wissenschaftlichen und technischen Errungenschaften sowie Musik ausgestattet“, erklärt Kuratorin Lydia Korndörfer. Bilder dieser Errungenschaften sind in der Ausstellung zu sehen.

Auseinandersetzung mit der Zukunft

Stephanie Dinkins beschäftigt sich auf andere Art mit der Zukunft. Die Künstliche Intelligenz ist ihr Metier. Ein Fragment (Video) ihrer Kunst ist im Kunstverein zu sehen. „Dinkins steht im Dialog mit einem der am weitesten entwickelten Roboter. 2014 begann die Künstlerin Gespräche mit BINA48, so der Name der Frau, die mit dem Wissen einer anderen Frau 'gefüttert' wurde. Je öfter sie sich mit dieser künstlichen Frau unterhält, desto intelligenter und auch schlagfertiger wird sie“, führt die Kuratorin diese Technologie aus. Ana Rajcevic konzentriert sich auf das Erscheinungsbild der Menschen in der Zukunft und hat dadurch international eine große Aufmerksamkeit. Sie kombiniert Kunst und Design mit Erkenntnissen aus verschiedenen Wissenschaften. Die Skulpturen der Serie Animal zeigen die möglich Verformungen des Menschen – jetzt ist es möglich, die Formen noch als Schmuck zu tragen.

Der in Duisburg geborene Reiner Maria Matysik hat im Lichthaus eine Einzel-Ausstellung: ++ o ++. Sein Augenmerk richtet sich dabei auf das Wasser. Die chemische Formel CO2 – Kreuz und Kreis – weist auf den Titel hin. Das Objekt, die Aluminiumskulptur „wolke“ entstand im Rahmen des Emscherkunstprojektes „fluss wird wolke“.

Die Ausstellung Lichthaus ist bis zum 1. August zu sehen, die Ausstellung im Kunstverein bis 29. August.

Informationen im Internet www.kunstverein-arnsberg.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare