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Neue Baukultur-App macht alte Gemäuer in der Leader-Region am Sorpesee digital erlebbar

Auch das Neheimer Strohdorf rund um den Fresekenhof ist Bestandteil der neuen Baukultur App der Leader-Region. Foto: Andre Geißler

Arnsberg. Ein digitaler Geschichtspfad durch die ehemalige Grafschaft Arnsberg ist jetzt mit der neuen „Baukultur-App“ entstanden. Die neue App schärft den Blick auf die Geschichte von Stadt und Region mit ihren baukulturellen Besonderheiten. Gefördert wurde das Projekt mit 45.000 Euro aus Leader-Mitteln der „Bürgerregion am Sorpesee“.

Das digitale Arnsberg wächst erneut und verknüpft zukünftig bauhistorische Orte im öffentlichen Raum durch eine App. Ziel dieser App ist es, regionale Baugeschichte verschiedener Zeitepochen sichtbar und multimedial erfahrbar zu machen. Kleine Sender leiten dabei interessierte Smartphonebesitzer eigenständig zu den einzelnen Stationen der „Baukultur Arnsberg“. Die als Leader-Projekt geförderte App steht interessierten Nutzern und Touristen ab sofort zur freien Verfügung. 

Moderne Installation im öffentlichen Raum 

Über dem Ruhrtal in Arnsberg erhebt sich die mächtige Ruine der fast 950 Jahre alten Rüdenburg. Ihr gegenüber liegt der Schlossberg als Ausgangspunkt des heutigen Arnsbergs. Weitere Stationen der Baukultur-App sind unter anderem die Bürgerhäuser der Arnsberger Oberstadt. Diese wurden nach einem Stadtbrand im Jahre 1600 neu aufgebaut und haben sich bis heute weitgehend in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Über Neheim (Strohdorf) und Hüsten sowie die drei Prämonstratenserklöster Wedinghausen, Rumbeck und Oelinghausen geht es dann durch die Leader-Region über Sundern (Hachen, Langscheid) und Balve bis nach Neuenrade zur Rekonstruktion einer mittelalterlichen „Motte“ (Turmhügelburg) als Teil einer komplexeren Anlage mittelalterlicher Wehrbauten. Mit insgesamt 15 Installationen bietet die App erstmalig eine digitale Vermittlung epochenübergreifender regionaler Baukultur im Raum Arnsberg. 

So wird Baukultur barrierefrei 

Mittels einer mobilen App werden die einzelnen Installationen der Baukultur sichtbar und multimedial erfahrbar gemacht werden. Als digitaler Wegweiser liefert das Tool dabei Hintergrundinformationen über Intention und Entstehungsgeschichte verschiedener bauhistorischer Orte im öffentlichen Raum. 

Kleine Filme vermitteln neuartige Sichtweisen auf die Bauobjekte und erlauben somit auch wetter- und ortsunabhängige Besuche der regionalen Baukultur. Durch einen 360° Blick kann man sich mittels Smartphone spezielle lokale Begebenheiten von außen anschauen. Auch mit geschlossenen Augen kann man dank einer Hörfunktion innerhalb der App die Baukultur Arnsberg genießen. Somit wird die regionale Baugeschichte zumindest digital ein Stück weit barrierefrei und setzt moderne Akzente in der Vermittlung von Gebäuden und Räumen. Mittels kleiner, bluetoothbasierter Sender (Beacons) werden dem App-Nutzer automatisch Hinweise zum jeweiligen Objekt auf sein Smartphone gespielt, sobald er sich der jeweiligen Station innerhalb der Baukultur nähert. Dies ermöglicht dem Nutzer eine eigenständige Tour durch die gesamte Region. 

Die „Baukultur-App“ ergänzt in hervorragender Weise die Ausstellung „Gottfrieds Vermächtnis: 650 Jahre Arnsberg bei Köln“, die noch bis zum 31. Januar 2019 im Kloster Wedinghausen gezeigt wird und für die ebenfalls eine eigene App gestaltet wurde. Die Baukultur-App mit Texten von Klaus Fröhlich und Michael Gosmann steht den Nutzern von Apple und Androidgeräten zum Download bereit. 

Alle Infos sowie die entsprechenden Internetadressen finden sich auf der Projekt eigenen Internetseite www.baukultur-app.de. Gefördert wurde die App als Leader-Projekt der Leader sein!-Bürgerregion am Sorpesee aus Mitteln des europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums unter Beteiligung des Landes Nordrhein-Westfalen.  

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