„Unsere grün-blaue Mitte“

Neue Entdeckerkarte animiert zum Erkunden der Leader-Region am Sorpesee

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Die neue Entdeckerkarte präsentierten die beiden Regionalmanager Annika Kabbert (l.) und Lars Morgenbrod (r.) zusammen mit Prof. Dr. Ursula Stein und Prof. Henrik Schultz vom Planungsbüro.

Arnsberg/Sundern. Tiefe Wälder und rauschende Bäche gibt es zahlreich in der Leader-Region rund um den Sorpesee. Doch das ist bei Weitem nicht alles, was Arnsberg, Sundern, Balve und Neuenrade zu bieten haben. Das dachten sich auch die Verantwortlichen des Vereins „Leader sein“ und starteten unter dem Titel „Sorpe – unsere grün-blaue Mitte“ ein Kernprojekt der regionalen Entwicklungsstrategie, welches die Identifikation der Bevölkerung mit der Bürgerregion am Sorpesee vorantreiben soll. Entstanden ist nun eine vielseitige „Entdeckerkarte“ für die ganze Familie.

Grundlage dabei war der Sorpesee nicht nur als geografische Mitte, sondern auch als gefühlte Mitte der Leader-Region. Schnell seien sich neben Regionalmanagement und Verein auch die beteiligten Kommunen einig gewesen, dass dies ein zentrales Projekt sei, um dem Namen der Region Leben einzuhauchen, wie Hubertus Mühling, Bürgermeister von Balve, bei der Vorstellung berichtete. Schließlich seien auch kommunale Gelder in das Projekt geflossen. 

Kleinode der Region ermittelt 

Also wurde ein Kernteam gebildet mit Vertretern aus den verschiedensten Bereichen, welches Ideen und Gedanken zusammentrug. In Raumerkundungen setzten sich die Beteiligten darüber hinaus direkt mit den Gegebenheiten vor Ort auseinander. So wurden am Ende Besonderheiten und Kleinode in der Region ermittelt, „von denen diejenigen, die daran gearbeitet haben, glauben, dass es sich lohnt diese zu entdecken“, schildert Prof. Dr. Ursula Stein vom beteiligten Planungsbüro. 

All diese beinhaltet nun die neue Entdeckerkarte für die Sorpesee-Region. Prof. Henrik Schultz vom Planungsbüro erläutert: „Wir haben nicht den Wert darauf gelegt, alles gleich wichtig und objektiv abzubilden, sondern die Liebenswürdigkeiten stärker hervorzuheben.“ Dazu gehören zum Beispiel Schombergturm und Sorpequelle oder das Sternendorf Meinkenbracht, genauso aber auch ein „Spielplatz so groß wie das ganze Dorf“, das Flüsterhäuschen in Arnsberg, die „Motte“ in Küntrop und vieles mehr. 

5000 gedruckte Karten werden verteilt 

„Wenn wir wollen, dass die Menschen die Region entdecken, müssen wir sie ihnen zeigen. Und was passt da besser als eine Karte“, hebt Regionalmanager Lars Morgenbrod hervor. Die Karte sei aber nicht maßstabsgetreu und könne auch nicht zum Wandern genutzt werden. Ursula Stein, die übrigens zuletzt selbst zwei Wochen Urlaub in der Leader-Region gemacht hat, um alles einmal selbst zu erkunden, sieht die Entdeckerkarte eher an der Küchentür, im Kinderzimmer oder im Vereinsheim, um ins Gespräch zu kommen oder Ausflüge zu planen. 5000 Karten liegen nun in gedruckter Form an verschiedenen Stellen in der Leader-Region aus. 

Die Raumerkundungen hätten aber auch Schwachstellen aufgezeigt, zum Beispiel die ÖPNV- und Radverbindungen in Richtung Sorpesee. „Das Wissen darum ist jetzt bereits bei vielen in der Region angekommen. Die Idee ist, dass die Verantwortlichen nun selbst an ihren Ecken schieben“, so Prof. Dr. Stein. Klaus-Peter Sasse, Vorsitzender des Vereins „Leader sein“, freute sich über das Endergebnis: „Ich finde es toll. Es gibt in unserer Heimat eine Menge Punkte, die ich nicht kenne, obwohl ich hier geboren bin“, gab er zu und rief gleichzeitig alle Interessierten zum „Entdecken“ auf.

Die Karte ist in allen Rathäusern, beim Stadtmarketing Sundern, dem Verkehrsverein Arnsberg, dem LEADER-Regionalmanagement und vielen weiteren Stellen in der Region kostenfrei erhältlich.

Die Entdeckerkarte (für Vollbild oben rechts klicken).

Leader-Bilanz 

  • In der Bürgerregion am Sorpesee wurden seit dem Start 2015 bereits 32 Projekte beschlossen. Sieben sind mittlerweile abgeschlossen, andere sind bewilligt oder befinden sich noch in der Umsetzung. „Mit dem Ablauf sind wir bisher sehr zufrieden“, so Regionalmanager Lars Morgenbrod. 
  • Noch bis Ende 2020 können Projekte bewilligt werden. 78 Prozent der verfügbaren Mittel sind bereits durch LAG-Beschlüsse in Projekten gebunden. Dies entspricht rund 2,4 Millionen. Es bleiben also aktuell noch 22 Prozent. „Wir werden aber die Fühler ausstrecken, falls Mittel umverteilt werden“, berichtet Regionalmanagerin Annika Kabbert. Neue Projekte seien nach wie vor willkommen. 
  • Weitere Informationen unter www.leader-sein.de

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