Angebot ist im Hochsauerlandkreis bislang einzigartig

„Lauschangriff“ in der Arnsberger Altstadt: Wer löst das digitale Krimi-Rätsel?

Lauschangriff Altstadt Arnsberg Museum
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Kai Greupner und Sarah Hakenberg haben den „Lauschangriff“ für Arnsberg entwickelt.

Als Agent durch die Arnsberger Altstadt „flitzen“ und dabei die Stadt von einer ganz neuen Seite entdecken – das möchte der Verkehrsverein Arnsberg in Zusammenarbeit mit Kai Greupner und Sarah Hakenberg vom nurguteleute Kreativbüro aus Warburg allen Arnsbergern und Gästen der Stadt mit der neuen interaktiven Audiotour „Lauschangriff“ ermöglichen. 

Wer schon immer einmal in die Haut eines waschechten Geheimagenten ganz im Stile von James Bond schlüpfen wollte, hat mit der neuen interaktiven Audiotour „Lauschangriff“ ab sofort in Arnsberg als erste Stadt im Hochsauerlandkreis die Chance dazu.

Mit den eigenen Kopfhörern und dem Smartphone ausgestattet, geht es auf eine etwa 35-minütige Tour durch die verwinkelten Gassen der Arnsberger Altstadt. Das Ziel dabei stets im Blick: Den geheimen Sicherheitscode knacken, um eine Zeitbombe im Sauerland-Museum zu entschärfen. Diese hat die international agierende Diebesbande „Robber Barons“ im Sauerland-Museum platziert, um zahlreiche Kunstgegenstände einzufordern. Hinweise zur Entschlüsselung sind in der Altstadt verteilt.

Das Lösungswort ist der gesuchte Sicherheitscode

„Wir haben uns eine Geschichte für die Audiotour in Arnsberg überlegt und dabei kleine Rätsel eingebaut, die aber jeder ganz gut lösen kann“, erklärt Kai Greupner, Initiator vom „Lauschangriff“ und Konzertveranstalter. „Die Teilnehmer entdecken die Stadt und erhalten durch das Lösen der Rätsel nach und nach Buchstaben, die dann das Lösungswort ergeben“, ergänzt Teamkollegin Sarah Hakenberg, die als Kabarettistin tätig ist. Das Lösungswort ist der gesuchte Sicherheitscode. Die beiden kreativen Köpfe haben bereits für ihre Heimatstart Warburg eine interaktive Audiotour entwickelt, die sehr gut angekommen sei.

Die Idee ist sozusagen aus der Not heraus entstanden: „Meine Kabarett-Tour wurde abgesagt und ich hatte nichts zu tun. Daher kam uns der Gedanke, eine neue Kunstform zu finden, die coronaconform ist und in die Zeit passt“, erinnert sich Hakenberg. Denn der „Lauschangriff“ ist so konzipiert, dass man die Tour alleine macht und auch alleine machen sollte, damit man sich richtig darauf einlassen kann. I

Die Jagd nach den „Robber Barons“ führt die Teilnehmer durch die Arnsberger Altstadt.

n Warburg gingen die Teilnehmer zunächst mit großen roten Kopfhörern, „sehr ikonenhaft“, wie Greupner schmunzelnd anmerkt, und MP3-Playern auf geheime Mission. Als Tagestouristin ist dort dann Annette Baumeister, Geschäftsführerin vom Verkehrsverein Arnsberg, auf die Audiotour aufmerksam geworden. Für Baumeister war direkt klar: „Ich habe mir gewünscht, dass so eine Tour auch für Arnsberg entwickelt wird. Das Projekt ist aus dem Herzen gewachsen.“ Gesagt, getan. Nach einer rund zweimonatigen Entwicklungsphase startet der „Lauschangriff“ nun auch in Arnsberg.

Los geht es vor den Toren des Sauerland-Museums

Los geht das Agentenabenteuer vor den Toren des Sauerland-Museums. Von dort aus durchstöbern alle kleinen und großen Agenten dann die Stadt nach Hinweisen, entlang der altehrwürdigen Fachwerkhäuser, das Wahrzeichen der Altstadt, den Glockenturm, stets in greifbarer Nähe. „Wir bauen die Sachen ein, die in der Stadt vorhanden sind und deuten sie um. Jeder Teilnehmer soll sich bei der Tour fühlen wie ein Protagonist in einem Film.“ Stück für Stück lotst die Stimme die Geheimagenten durch Arnsberg. Mal geht es ganz gemütlich durch eine kleine Seitenstraße und im nächsten Moment ist einer der „Robber Barons“ einem auf der Spur und es heißt: „Schneller schneller“, um den gefährlichen Verfolger abzuschütteln. Für die besondere Krimi-Atmosphäre sorgt die passende Musik – wie in einem richtigen Agentenfilm eben.

In Arnsberg müssen die Teilnehmer aber nicht mehr mit den roten Kopfhörern und MP3-Playern starten. Das Krimi-Abenteuer ist als App verfügbar. „Mit der App kann die Tour nun jeden Tag gemacht werden. Die Kunden sind also viel flexibler“, schildert Kai Greupner. Die gesuchten Buchstaben für das Lösungswort werden in die App eingetippt und es geht nur weiter, wenn der jeweilige Buchstabe stimmt. „Das Erlebnis soll nicht nur für Touristen gedacht sein, sondern auch für Arnsberger. Eine App ist ja auch für junge Leute interessant. Und wir wollten auch mal etwas für junge Leute schaffen.“

Darüber freut sich auch Annette Baumeister: „Ich bin total begeistert von der Tour. Und es ist auch super, wie der Glockenturm in die Geschichte eingebaut wurde. Der Lauschangriff bietet die Möglichkeit, die Stadt einmal auf unkonventionelle Weise zu erleben.“

Die App „Lauschangriff“ ist ab sofort erhältlich

Die App „Lauschangriff“ gibt es ab sofort für IOS und Android im jeweiligen App-Store zum Download. Die App ist kostenlos. Die Audiotour kostet 6,99 Euro. Die Tour kann jederzeit pausiert werden. Wenn die Audiodatei einmal komplett bis zum Ende durchgelaufen ist, ist ein erneutes Abspielen nicht möglich. Startpunkt ist das Sauerland-Museum. Die Tour dauert rund 35 Minuten und ist empfohlen ab 14 Jahren. Benötigt werden Kopfhörer, Smartphone und bequemes Schuhwerk.

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