„Baukultur-App“ und Lehrpfad über Heinrich-Knoche

Neue „Leader“-Projekte für Arnsberg angestoßen

Die „Lokale Aktionsgruppe Leader“ beriet in dieser Woche über neue Projekte in der „Bürgerregion am Sorpesee“. Foto: Lars Morgenbrod, LEADERsein e.V.

Arnsberg/Sundern. Während der jüngsten Sitzung der Leader-Gruppe „Bürgerregion am Sorpesee“ im Jungferngut der Familie Lösse in Garbeck wurdendrei Projekte zur Förderung ...

Arnsberg/Sundern.

Während der jüngsten Sitzung der Leader-Gruppe „Bürgerregion am Sorpesee“ im Jungferngut der Familie Lösse in Garbeck wurdendrei Projekte zur Förderung vorgeschlagen. Neben dem Projekt des örtlichen Flugmodellclubs waren dies noch zwei Projekte aus Arnsberg.

Die Bürgerstiftung Arnsberg möchte mit dem Projekt „Heinrich-Knoche-Welt“ die Bürgerschaft in Herdringen unterstützen. Hier sollen ein Lehrpfad sowie ein Mehrgenerationenplatz geschaffen werden, die spielerisch die Methoden des Rechenmeisters Heinrich Knoche vermitteln helfen.

Die Stadt Arnsberg wiederum treibt mithilfe des Projekts „Baukultur-App“ die Digitalisierung der Stadt weiter voran. Vergleichbar mit der Arnsberger Kunsttour-App, werden hier die baukulturellen Highlights der ehemaligen Grafschaft Arnsberg, die über Sundern und Balve bis nach Neuenrade reicht, digital erlebbar gemacht.

In Beckum möchte der Verein FMC Beckumer Feld Jungs und vor allem Mädchen der Region für das Modellfliegen begeistern. Mit Hilfe der Förderung soll die Ausstattung des Flugplatzes verbessert erden.

Zu den Arnsberger Projekten: Heinrich Knoche war ein bekannter Rechenlehrer, der zwischen 1850 und 1911 in Herdringen als Lehrer, Geistlicher und Kulturschaffender gewirkt hat. Seine Rechenmethoden finden auch heute noch Verwendung, zum Beispiel bei der Anordnung der Tasten auf dem Handy. Dieses Wissen möchte die Herdringer Bürgerschaft wieder sichtbar und erlebbar werden lassen. Das Projekt ist auch ein Ergebnis der Initiative Projekt X des Forum Herdringen. Im Jahr 2015 haben in einem moderierten Prozess 40 junge Herdringer neue Projektideen für ihr Dorf entwickelt. Dank der Bürgerstiftung Arnsberg und dem Leader-Programm kann nun der gewünschte Treffpunkt für Jugendliche am Heinrich-Knoche Platz aufgewertet werden.

In der Stadt Arnsberg gehen die Verantwortlichen schon lange offen mit dem Baukulturellem Erbe der Stadt um. So wird derzeit im Rahmen eines Forschungsprojekts mit dem Namen „Baukultur und Tourismus – Kooperation in der Region“ erprobt, wie unterschiedliche Akteure erfolgreich und dauerhaft zusammenarbeiten können und welche touristischen Impulse von diesem Zusammenspiel ausgehen können. Da passt es sehr gut, wenn mit Unterstützung von Leader die Geschichte der Grafschaft Arnsberg mitsamt seiner Schlösser, Burgen, Klassizismusbauten aber auch beispielsweise dem renaturierten Ruhrtal über eine App erfahrbar gemacht werden. An den Bauten werden Sender installiert, die den Bürger oder den Gast auf ein baukulturelles Highlight in der Nähe hinweisen. Fotos, Videos oder Animationen helfen die Geschichte(n) zu vermitteln und die Vorstellungskraft des Betrachters anzuregen. Die App soll zum Europäischen Kulturerbejahr 2018 fertig gestellt werden.

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