Projekte mit Strahlkraft

Neue Lichtausstellung im Neheimer „Kunst-Werk“ verbindet Historie und Zukunft

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Auf kreative Vielfalt rund um das Thema „Licht“ und die „Übernacht“ im Kunst-Werk freuen sich die Beteiligten um Christoph Meinschäfer (2.v.l.): Fotograf Philipp Fölting, Sabine Dohle (koko Konzept und Kommunikation), Guido Sauerland (Digitales Forum), Künstlerin Astrid Breuer und Kirsten Minkel, Leiterin des Kulturbüros.

Neheim. Das Neheimer „Kunst-Werk“ am Kaiserhaus auf dem traditionsreichen Gelände der ehemaligen Firma Kaiser-Leuchten ist schon länger Heimat für Kreative aus den verschiedensten Bereichen. Genau dieses kreative Netzwerk soll nun noch stärker geöffnet und sichtbarer werden. Dabei steht das Thema „Licht“ besonders im Mittelpunkt. So findet im Dezember nach dreijährigere Pause nicht nur wieder eine „Übernacht“ statt, gleichzeitig wird auch die Ausstellung „LuXgut“ eröffnet, die sich mit dem weiten Feld der Lichtkunst beschäftigt.

„Es gab viele Rufe, dass wir die Übernacht wieder aufleben lassen sollen“, berichtet Christoph Meinschäfer selbst voller Vorfreude auf das Event mit Großstadtflair am Samstag, 15. Dezember, ab 18 Uhr. „Dann wird das ganze Haus voll sein. Musik, Ausstellungen, Kunst, Theater, Vergnügen und Party auf drei Etagen – hinter jeder Tür kann man etwas Neues entdecken, aber auch Bekannte treffen und ins Gespräch kommen.“

Ein besonderes Highlight sei die neue Ausstellung „LuXgut“, die am gleichen Tag eröffnet wird. Neheim sei bekannt als Leuchtenstadt, doch vielfach höre man, dass eigentlich zu wenig passiert was das Thema „Licht“ angeht, berichtet Meinschäfer weiter. Kirsten Minkel, Leiterin des Kulturbüros, ergänzt: „Es gibt so viele Kreative im Dunstkreis von Kunst-Werk und Kaiserhaus, auch der Angewandten Künste, und es wäre gut, wenn man dieses Netzwerk präsenter und auch sichtbarer für junge Leute machen könnte.“ So entstand die Idee zur Ausstellung „LuXgut“, die sich in den verschiedenen Räumen des Kunst-Werks mit allem beschäftigt, was mit Licht zu tun hat, also auch Fotografie, Film und neue Medien.

Als Startpunkt empfiehlt Christoph Meinschäfer den Ausstellungsraum komplett ohne Licht, „um sich erst einmal bewusst zu machen, was Licht überhaupt bedeutet“. Dann gibt es viele weitere Projekte, beim Designforum trifft zum Beispiel die „Kaiser Idell“ auf eine ganz moderne Leuchte und beim digitalen Forum können die Besucher Kunst mit einer VR-Brille erleben. „LuXgut“ wird unterstützt durch das Kulturbüro Arnsberg und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft. Die Ausstellung ist bis Ende Januar zu sehen (freier Eintritt), und natürlich auch bei der „Übernacht“, bei der es außerdem Live-Musik und Catering (mit einem speziellen Eintopf zugunsten der Arnsberger Tafel) geben wird.

Vorverkauf für „Übernacht“ läuft

Das traditionelle Thema Licht werde so in zeitgemäßer Art wieder aufgenommen. „Darauf haben viele gewartet“, so Kirsten Minkel. Daher ist es den Beteiligten auch ein Anliegen, das Engagement in diesem Bereich weiter auszubauen, auch mit Hilfe des neu gegründeten Fördervereins „Kunst-Lehrwerkstatt“, der vom Namen an die Lehrwerkstätten der Firma Kaiser-Leuchten erinnert, die früher im Gebäude des heutigen Kunst-Werks untergebracht waren.

„Um die Ideen weiter umzusetzen und die Industriekultur hier weiter nach vorne zu bringen, sind wir auf Förderer und Unterstützer angewiesen“, hebt Christoph Meinschäfer, Vorsitzender des Fördervereins hervor. Jeder kann Mitglied werden. Demnächst sei es dann auch geplant, Workshops zu verschiedenen kreativen Themen wie Fotografie oder Video anzubieten – natürlich nicht in Konkurrenz zu bereits bestehenden Angeboten wie etwa der Phantasiewerkstatt.

Info: Der Vorverkauf für die Übernacht läuft ab sofort im Kunst-Werk sowie bei Score in Neheim und Beckschäfer in Hüsten. Tickets kosten 20 Euro pro Person. Mehr Informationen zur Übernacht gibt es unter www.kunst-werk-arnsberg.de Hierüber können sich auch Sponsoren und am Förderverein Interessierte melden.

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