Breites Themenspektrum in erster Sitzung

Nachhaltigkeit und Digitaler Wandel: Das sind die ersten Themen des neuen Ausschusses

Ausschuss Nachhaltigkeit Arnsberg Jerusalem Breuner
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Freuen sich, dass der Ausschuss nun endlich in Präsenz tagen kann: Vorsitzender Tim Breuner (SPD) und Stellvertreterin Nicole Jerusalem (CDU).

Arnsberg nachhaltig und digital in die Zukunft führen, das hat sich der Ausschuss für Nachhaltigkeit, Digitalen Wandel und Stadtgesellschaft auf die Fahne geschrieben. Bei ihrer ersten Sitzung am vergangenen Dienstag im Rathaus haben die Ausschussmitglieder ihre ersten Ziele vorgestellt und diskutiert. „Ich bin sehr dankbar, dass wir uns endlich in Präsenz treffen dürfen. Darauf freue ich mich“, mit diesen Worten eröffnete der Vorsitzende Tim Breuner die Sitzung.

Arnsberg - Arnsberg nachhaltig und digital in die Zukunft führen, das hat sich der Ausschuss für Nachhaltigkeit, Digitalen Wandel und Stadtgesellschaft auf die Fahne geschrieben. Bei ihrer ersten Sitzung am vergangenen Dienstag im Rathaus haben die Ausschussmitglieder ihre ersten Ziele vorgestellt und diskutiert. „Ich bin sehr dankbar, dass wir uns endlich in Präsenz treffen dürfen. Darauf freue ich mich“, mit diesen Worten eröffnete der Vorsitzende Tim Breuner die Sitzung.

Eines der ersten Themen war die Radonbelastung im Stadtgebiet (der SauerlandKurier berichtete). Einige Teile des Stadtgebiets sollen von einer der höchsten Radonbelastungen in ganz NRW betroffen sein. „Hohe Belastungen sind vor allem in älteren Gebäuden zu erwarten. Gebäude, die ab 1970 gebaut wurden, sind nicht betroffen“, erklärte Dieter Hammerschmidt, Fachdienstleiter vom Fachdienst Umwelt/Ressourcen. Eine Testreihe soll weitere Erkenntnisse bringen. Dafür wurden nach Ostern in allen 43 städtischen Schulen und Kindergärten Messgeräte aufgestellt. Auch rund 900 Privathaushalte haben Messgeräte beantragt. Mit Ergebnissen sei frühestens Ende 2022 zu rechnen, da der Test eine Laufzeit von einem Jahr habe.

Masterplan Mobilität

Der Masterplan Mobilität, der die Ziele für eine klimafreundliche Entwicklung der Stadt Arnsberg als Wirtschafts-, Wohn- und Kulturstandort formuliert, sei eines der bedeutendsten Themen der Zukunft. Eine Haushaltsbefragung ergab, dass im Jahr 2015 nur fünf Prozent der Befragten das Rad als Verkehrsmittel wählten, und eine Mehrheit von 71 Prozent das Auto. Ziel sei es durch die Stärkung der Anteile von Fahrrad und Öffentlichen Verkehrsmitteln eine klimafreundliche Mobilität zu schaffen. Wichtiger Bestandteil dieser Planungen sei der RadeXpressweg Arnsberg (RXA). Auch das Thema E-Mobilität soll in den Fokus gerückt werden. Noch liege der Anteil an E-Fahrzeugen im Stadtgebiet bei 0,6 Prozent, Tendenz aber steigend.

Roadmap 2030 klimaneutral

Als „zentrales Thema“ für Arnsberg erklärte Tim Breuner das Ziel, bis 2030 klimaneutral zu werden. Mithilfe einer sogenannten Roadmap soll nun ein Konzept erstellt werden, wie die Klimaneutralität erreicht werden kann. „Diese Roadmap ist aber nicht in Stein gemeißelt. Wir wollen schauen, was erreichbar ist. Und auch noch einmal formulieren, was eigentlich genau Klimaneutralität ist“, betonte dazu Sebastian Witte vom Zukunfts- und Strategiebüro Nachhaltigkeit. Klar sei, dass dieser ambitionierte Plan nur als „Kraftakt in der Stadtgesellschaft“ gemeistert werden könne. Als Umsetzungsinstrument sieht Witte das Modell Smart City an. Es sei „eines der Schwungräder“ zur Schaffung der Klimaneutralität.

Modellprojekt Smart Cities

Zur Unterstützung der Smart City Idee soll das „Stadtlabor Arnsberg“ geschaffen werden. Dafür wurden Räumlichkeiten in der Königstraße 24 am Neumarkt angemietet. „Es soll ein sogenannter dritter Ort sein. Als erster Ort gilt das Zuhause, als zweiter etwa die Arbeitsstelle. Dieser dritte Ort soll nun ein Treffpunkt zum Austausch werden. Außerdem soll es ein Lernort, Experimentierraum und Partizipationsort für digitale Fähigkeiten und Tools sein“, erklärte Lars Morgenbrod vom Zukunfts- und Strategiebüro Smart City. Durch das Stadtlabor soll Alt-Arnsberg „zum Leben erweckt“ werden. „Unser Ziel ist es, das Stadtlabor bis Ende des Jahres fertigzustellen.“

Online-Beteiligungsplattform

Kurz und knapp stellte Kirsten Heckmann vom Bürgermeisteramt im Ausschuss dann noch die neue Online-Beteiligungsplattform Adhocracy+ vor, die als weiteres Instrument der Bürgerbeteiligung dienen soll. Mithilfe der Plattform können Bürgerbefragungen durchgeführt werden und auch, wie bereits geschehen, die Bürgersprechstunde stattfinden. „Ziel der Arnsberger Stadtverwaltung, die seit März 2021 Bürgerbeteiligungsprozesse auf Adhocracy+ umsetzt, ist es, in möglichst vielen Themenfeldern auf unkomplizierte Weise schnell und effektiv Bürgerinformation und Bürgerbeteiligung zu ermöglichen“, fasste Heckmann zusammen. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.beteiligung.arnsberg.de.

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