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"Neun Monate nach Kyrill" — Fachgespräch der SPD

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Die SPD im Regionalrat hatte zusammen mit den südwestfälischen SPD-Landtagsabgeordneten, zu einem öffentlichen Fachgespräch eingeladen. Foto: SK
Die SPD im Regionalrat hatte zusammen mit den südwestfälischen SPD-Landtagsabgeordneten, zu einem öffentlichen Fachgespräch eingeladen. Foto: SK

Antrag für Wiederbepflanzung und Wegebau zur Zeit sinnlos

Arnsberg. (SK)

"Um die Zukunft des Clusters Holz und Forst ist es gut bestellt. Die rasante Verschiebung der Klimazonen, und die nachhaltige Versorgung mit dem Bau- und Brennstoff Holz bedeuten für die Forstleute, Politik und Verwaltung immense Aufgaben", so Michael Pendzich, Fraktionsvorsitzender der SPD im Regionalrat, anlässlich der Veranstaltung "Neun Monate nach Kyrill — Die Zukunft des Clusters Forst und Holz" in Arnsberg.Die SPD im Regionalrat hatte zusammen mit den südwestfälischen SPD-Landtagsabgeordneten, Dr. Karsten Rudolph und Gerd Stüttgen zu diesem öffentlichen Fachgespräch eingeladen, um mit Fachleuten und Betroffenen zu diskutieren. "Die schwarz-gelbe Landesregierung muss ihre Maßnahmen bei der Behebung der durch Kyrill verursachten Orkanschäden flexibler gestalten und den Bedürfnissen der Orkanopfer anpassen. Vor allem muss Minister Uhlenberg klären, dass die rund 19,2 Millionen Euro des Sonderprogramms Kyrill für 2007, die bisher noch nicht abgerufen wurden, zum Ende des Jahres nicht verfallen. Die Waldbauern sind immer noch mit der Bergung des Sturmholzes beschäftigt, deshalb machen Anträge für Wiederbepflanzung und Wegebau zurzeit gar keinen Sinn", erklärte Franz Schrewe, Bürgermeister der Stadt Brilon als Referent der Veranstaltung und größter kommunaler Waldbesitzer. Schrewe kritisierte, dass die Landesregierung sich immer noch nicht in Berlin für eine Flexibilisierung der aktuell geltenden Steuerregelungen bei Forstschäden eingesetzt habe. Schrewe: "Hinzu kommt, dass die Landesregierung trotz der einmaligen Schäden durch Kyrill keinen Antrag für die Anwendung des Forstschädenausgleichsgesetzes gestellt hat, der zu niedrigeren Einkommensverlusten und zu umfassenden Steuererleichterungen bei den Waldbauern geführt hätte. Weil die Landesregierung sich vor der Auseinandersetzung mit den anderen Bundesländern gedrückt hat, sind die Waldbauernopfer noch größer", stellte Schrewe fest.

"Im unter anderem von Wolfram Kuschke zu seiner Zeit als Regierungspräsident initiierte Cluster Forst und Holz ziehen die vielen privaten und kommunalen Waldbesitzer, Förster und die holzverarbeitende Industrie in NRW an einem Strang. Es ist wichtig, dieses Instrument weiter mit Leben zu füllen, um den Interessen der Waldwirtschaft eine Stimme zu geben", resümierte Pendzich die Aussagen der Referenten.

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