Verbraucherzentrale verabschiedet Dr. Spruth in den Ruhestand

„Niemals geht man so ganz“

Bei der Verabschiedung von Dr. Spruth (3. v. li.) von der Verbraucherzentrale waren auch sein Nachfolger Carsten Peters sowie der Vorgänger Dr. Reinhard Loch (4. und 5. v. li.) anwesend. Foto: Gaby Decker

Er ist so etwas wie eine Institution im Stadtgebiet. Dr. Johannes Spruth war seit mehr als 20 Jahren in der Verbraucherzentrale tätig. In einer Feierstunde wurde er jetzt in den (Un)Ruhestand entlassen.

Viele aus Rat und Verwaltung der Stadt Arnsberg waren gekommen, um dem Energieberater aus Leidenschaft alles Gute für die Zukunft zu wünschen.

Es war für ihn niemals nur ein Beruf. Sein Herz schlug immer für das, was er in der Verbraucherzentrale tun konnte. Heike Hirschmann-Graf, Gruppenleiterin der Energieberatung in Düsseldorf machte es an Zahlen fest: „In seiner Laufbahn hat er über 60.000 Energieberatungen und damit Energieersparnisse auf den Weg gebracht, mehr als 3000 Haushalte besucht und somit etwa 45 Millionen Euro Investitionsvolumen für die Wirtschaft erbracht.“

Dr. Spruth rief auch den Energiestammtisch ins Leben; auch hier ging es um die Themen Energie, Energiewende und -ersparnis. Hirschmann-Graf bezog auch den Nachfolger mit ein – es ist Carsten Peters, der seit mehreren Jahren Honorarberater bei der Verbraucherzentrale in Neheim ist - „er ist eine gute Wahl, und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm“.

Auch Marlies Albus, Leiterin der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in Neheim, hatte Carsten Peters in ihrer Dankesrede an Dr. Spruth herzlich begrüßt. Bürgermeister Hans-Josef Vogel dankte Dr. Spruth für seine langjährige Tätigkeit und stellte heraus: „Wir brauchen die Verbraucherzentrale und wir wollen und brauchen den kritischen Verbraucher.“ Vogel erinnerte sich an eine Begebenheit in der Grundschule in Herdringen, bei der die Kinder gebannt den Ausführungen von Johannes Spruth gefolgt waren. Sie waren so beeindruckt, dass ein kleiner Junge empört aufstand und über den Umgang seiner Eltern mit der Energie schimpfte. Marlies Albus konnte sich in diesem Zusammenhang an eine Mutter erinnern, deren Kind ihr verbieten wollte, den Fön zu benutzen, weil dies nicht umweltfreundlich sei. „Die Kinder fanden den Unterricht mit ihm besser, als die Sendung mit der Maus“, so Bürgermeister Vogel.

Dr. Spruth, der ab dem 1. Dezember in den Ruhestand geht, ließ zu Beginn seiner kurzen Abschiedsrede ein paar Zeilen aus Trude Herr’s Lied: „Niemals geht man so ganz“ erklingen. Spruth erklärte, er sei dankbar über die vergangenen 20 Jahre, die er hier habe verbringen dürfen. Er wird für die Verbraucherzentrale weiter Broschüren und Flyer gestalten und natürlich seinen Nachfolger einarbeiten. Eine Überraschung war für Spruth der Gastredner. Es war sein Vorgänger Dr. Reinhard Loch, der einige der für die Zukunft anstehenden Fragen der Energie anschaulich für die zahlreichen Zuhörer aufbereitete. (Von Gaby Decker, neheim@sauerlandkurier.de)

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