Land stärkt medizinische Versorgung in Arnsberg, Meschede und

NRW-Gesundheitsminister überreicht Förderbescheide über 30 Millionen an zwei Kliniken im Sauerland

+
Sie freuen sich über die Stärkungsabsichten für die medizinische Versorgung im Sauerland: Dr. Anja Lackner, Dr. Martin Bredendiek, Sandra Möwig, RP Hans-Josef Vogel, Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Werner Kemper, Landrat Dr. Karl Schneider und Uwe Zorn, Ärztlicher Direktor des Walburga Krankenhauses Meschede (v.li.)

Hochsauerland - Mit zwei Förderbescheiden – überreicht von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann – hat jetzt das Land NRW einen Beitrag zur Verbesserung der medizinischen Versorgung im Hochsauerland geleistet. Aus den insgesamt zur Verfügung stehenden Mitteln von 70 Millionen Euro fließen 30 Millionen Euro ins Sauerland.

So bekommt das Klinikum Hochsauerland 28 Millionen Euro, das Krankenhaus Maria-Hilf in Brilon erhält die von ihm beantragten 2 Millionen Euro. Beim Klinikum wird die Summe in den geplanten Neubau einer Intensivstation am Standort Hüsten fließen. Das Krankenhaus in Brilon will mit der Fördersumme seine Intensiv- und Isolierstation neu bauen. 

„Es gibt im Hochsauerlandkreis die größte Unterversorgung beim Standard der Krankenhäuser“, befand NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, der am Donnerstagnachmittag zur Übergabe der Bescheide persönlich zur Bezirksregierung Arnsberg gekommen war. Es sei Aufgabe der Landesregierung, die medizinische Versorgung im ganzen Land vernünftig zu gestalten, so der Minister. Die große Unterstützung für den ländlichen Raum im Sauerland sei deshalb berechtigt. Ohne die Förderung gäbe es im Hochsauerland kein Krankenhaus, das den neuen Anforderungen entsprechen könne. 

Ziel der Förderung durch das Land NRW sei es, die Schwerpunkt-Notfallversorgung in allen Regionen des Landes auf einen hohen Standard zu setzen. Die Fördergelder seien damit ein wichtiger Beitrag für den Ausbau der medizinischen Infrastruktur im Kreis und könnten die ländliche Versorgung mit einem hohen Qualitätsstandard sicher stellen, so Minister Laumann. Zur Beurteilung ihrer Ansprüche hatten insgesamt über 80 Krankenhäuser aus dem Land ihre Wünsche in Höhe von rund 600 Millionen Euro nach Düsseldorf geschickt. Nur ein Teil der Förderanträge konnte jedoch berücksichtigt werden. 

Für das Klinikum Hochsauerland beschrieb Werner Kemper, Sprecher der Geschäftsführung, die vorgesehene Verwendung der Mittel. So solle die Fördersumme in den geplanten Neubau einer zentralen Intensivversorgung am Standort Karolinen-Hospital Hüsten fließen. „Wir wollen hier die Notfall- und Intensivversorgung an einem Standort zusammen führen“, so Kemper. Mit dem Neubau, der rund 88 Millionen Euro koste, soll die Intensivmedizin auf ein Qualitätslevel gehoben werden, das es vorher nicht gegeben habe und den Engpass in der intensivmedizinischen Versorgung beseitigen. 

Große Freude auch über die Fördermittel für Brilon: Pflegedienstleitung Thomas Pape, Dr. Anja Lackner, Sandra Möwig, RP Hans-Josef Vogel, Bürgermeister Dr. Christof Bartsch, Geschäftsführer René Thiemann mit Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Landrat Dr. Karl Schneider, Lukas Wittmann und Marc Garbrecht (v.li).

Kemper beschrieb im Beisein von Regierungspräsident Hans-Josef Vogel und Landrat Dr. Karl Schneider, dass der Intensivneubau 44 Betten umfassen solle. In Hüsten wolle das Klinikum Hochsauerland zudem 13 Fachabteilungen an einem Standort zusammen bringen und künftig dort alle Operationen durchführen. Die Fördergelder des Landes seien dabei nur ein Teil, 17 Millionen Euro bringe das Klinikum als Eigenbeitrag ein, der Rest werde aus Krediten finanziert, so Kemper. Die Investition in den Standort Arnsberg werde zudem das Klinikum als Arbeitgeber noch attraktiver machen. Sowohl auf ärztlichem wie auf pflegerischem Gebiet ist der Arbeitsmarkt seit Längerem angespannt. 

Für das Maria-Hilf-Krankenhaus Brilon begrüßten Bürgermeister Christoph Bartsch und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Lukas Wittmann die Zuwendung des Landes. Das Krankenhaus verwende das willkommene Geschenk für den Neubau einer Intensiv- und Isolierstation. Damit wolle man den qualitativen Ansprüchen auf eine medizinische Versorgung gerecht werden und Sicherheit für den Krankenhausstandort bieten. Es sei wichtig, zwei Pfeiler in der medizinischen Versorgung im HSK zu erhalten und auszubauen. Am Krankenhaus in Brilon stamme die Isolierstation noch aus dem Jahr 1966, und der Anbau für die Intensivstation sei aus dem Jahr 1977, so die Vertreter des Briloner Krankenhauses.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare