Projektchor und Sinfonieorchester spielen Konzert in Hüsten

„Paukenmesse“ in St. Petri

Bei einem Probenwochenende bereiteten sich die Sänger aus drei Chören auf das große Konzert vor.

Bereits zum siebten Mal lädt der Kirchenchor der Pfarrei St. Petri Hüsten am 1. November, dem Allerheiligentag, zu einem großen Chor- und Orchesterkonzert ein. Unter Leitung von Kantor Peter Volbracht wird in diesem Jahr Joseph Haydns „Missa in tempore belli“, besser bekannt als „Paukenmesse“, um 18 Uhr in der St. Petri Kirche Hüsten aufgeführt.

Für dieses Projekt konnten neben dem Kirchenchor St. Petri auch der Kirchenchor St. Johannes Ev. aus Sundern und der Gesangverein 1872 Kallenhardt mit zusätzlichen Projektsängerinnen und – sängern gewonnen werden. Seit einem dreiviertel Jahr probten die Chöre mit ihren Chorleitern Peter Volbracht, Wolfgang Bitter und Elvira Steinwachs zunächst einzeln, um bei einem gemeinsamen Probenwochenende aus drei Chören einen sehr gut miteinander harmonierenden Projektchor entstehen zu lassen. Begleitet wird der stimmgewaltige Projektchor von dem bekannten Sinfonieorchester Ruhr aus Oberhausen. Herausragende Sängerinnen und Sänger übernehmen die Solopartien und werden zu einem außergewöhnlichen Konzertabend beitragen. Mit dem mexikanischen Bariton Gabriel Mondragon, der sich nicht nur in seinem Heimatland einen Namen gemacht hatte, sondern auch zehn Jahre als festes Chorensemblemitglied am Stadttheater Regensburg verschiedenste Solopartien übernommen hatte, engagierte man eine hervorragende Besetzung für die tiefe Solostimme (Bass). Zu einem gefragten Lied-, Opern- und Oratoriensänger gehört auch Tenor Thomas Iwe aus Hüsten. Der zweite Preisträger des bundesweiten „Stimmtreffs“ in Hamburg wirkte bereits bei einigen Fernsehauftritten, Opernproduktionen und zahlreichen CD-Aufnahmen mit. Der Sopran-Part wird von der Gesangspädagogin, Referentin und Sängerin Bernadette Volbracht übernommen, die schon bei vielen Konzerten ihr Können unter Beweis stellte. Auf Auftritte im europäischen Ausland, darunter Festspiele in Lissabon und Nantes, sowie in der Kölner Philharmonie kann Altistin Franziska Orendi in ihrer Vita verweisen. Zudem wird Pfarrer i.R. Carl-Ernst Kattwinkel mit Texten, die auf die Entstehung des Werkes, die Instrumentalisierung und den aktuellen Bezug eingehen, die Aufführung mitgestalten. Die „Missa in tempore belli“, wie ihr ursprünglicher Titel ist, schrieb Joseph Haydn 1796, eben als „Messe in Kriegszeiten“. Sie bezieht sich auf den ersten Koalitionskrieg zwischen Frankreich und Österreich. „Im Agnus Dei klingen die kriegerischen Paukenschläge, die für die Trommeln der feindlichen Truppen stehen, in die eindringliche Bitte um Frieden hinein“, beschreibt St. Petri-Kantor Peter Volbracht, der auch die Gesamtleitung des Konzertes übernimmt. Die Messe wird wegen des eindrucksvollen Einsatzes der Pauken auch „Paukenmesse“ genannt. Platzkarten gibt es in den Kategorien 24 / 21 / 18 / 15 Euro (Schüler und Studenten je 7 Euro ermäßigt, Kinder bis acht Jahren frei). Eine weitere Aufführung findet am 7. November um 18 Uhr in St. Johannes Ev. in Sundern statt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare