Kooperation mit der Bücherei

Pius-Kindergarten möchte Arnsbergs erster Literatur-Kindergarten werden

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Der Spaß der Kinder an den Büchern ist Michaela Lohmann, Alexandra Klute und Margit Heß (v.l.) wichtig.

Arnsberg. Der Kindergarten St. Pius in Arnsberg hatte in dieser Woche Besuch von einer Löwin und einem Löwen. Die Plüschtiere hatten zwei Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei Arnsberg mitgebracht und auch gleich das passende Buch dazu: „Der Löwe, der nicht schreiben konnte“. Anlass war das Vorhaben des Pius-Kindergartens, Literaturkinderkarten in Arnsberg zu werden. Es wäre der erste in Arnsberg.

Zu der Bewerbung gehört auch die Kooperation mit einer Bücherei. Margit Heß und Alexandra Klute von der Bücherei waren zu den Kindern und der Leiterin des Kindergartens, Michaela Lohmann, gekommen, um den Vertrag zwischen Kindergarten und Bücherei zu unterzeichnen. Für die Kinder war es allerdings wichtiger, was die beiden sonst noch dabei hatten. Die Kleinen bekamen einen Büchereiorden und das Versprechen, dass die ABC-Piraten (Kinder im letzten Kindergartenjahr) die Bücherei besuchen dürfen. Natürlich dürfen auch jüngere Kinder in die Bücherei. Dort können sie so eine Art Büchereiführerschein erwerben. Außerdem gab es eine Urkunde mit der Abbildung von Maus und Elefant. 

Mehrere Schritte erforderlich 

„Dazu gehört auch“, so die Leiterin des Kindergartens, „dass wir uns immer mal wieder eine Kiste mit Bilderbüchern ausleihen können. Es gibt aber noch eine Menge anderer Punkte, die man erfüllen muss, um Literaturkindergarten zu werden. Als erstes muss man sich beim LWL bewerben. Dann wird geprüft, wie die Literatur im Kindergarten eingebracht wird und unter anderem noch, wie die Eltern dabei eingebunden werden. Eine Kooperation mit einem ansässigen Buchladen wird ebenfalls verlangt. Ebenso wird die Sprachförderung einbezogen. Lesepaten sollte der Kindergarten auch haben. Alles muss dann schriftlich festgehalten werden und anschließend beim LWL eingereicht werden.“ Der mit 45 Kindern besetzte Kindergarten im Stadtteil Arnsberg müsste sich dann nach drei Jahren rezertifizieren, um den Titel Literaturkindergarten zu behalten. „Das Beste daran ist allerdings, wieviel Spaß unsere Kinder an Büchern haben. Vorlesen hat bei uns einen ganz hohen Stellenwert“, erklärt Michaela Lohmann zum Schluss.

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