Ergebnisse aus einjährigem Erarbeitungsprozess

Planer stellen Visionen für lebenswertes Unterhüsten vor 

+
Für jedes einzelne Projekt in Unterhüsten wurde ein Fähnchen aufgestellt, das deutlich machte, welches Projekt wo erfolgen soll.

Hüsten - „Lebenswertes, grünes und produktives Unterhüsten“ – bei der dritten Veranstaltung unter diesem Titel wurden jetzt nach einjährigem Erarbeitungsprozess Ideen für die Gestaltung Unterhüstens vorgestellt. Viele Anregungen haben die Stadt Arnsberg und das Büro yellow z aus Berlin zu einem Plan zusammengefügt.

Oliver Bormann vom Büro yellow z stellte die Pläne einer überschaubaren Zahl interessierter Besucher vor, was wohl den vorangegangenen heißen Tagen geschuldet war. In den Fokus genommen waren vor allem die Bahnhofstraße und deren Aktivierung sowie der Bahnhof mit seinem Umfeld. 

Immer wieder gebe es Anfragen interessierter Vereine zur regelmäßigen Nutzung von Räumen des Engagementzentrums E in Hüsten, das an seine Kapazitätsgrenzen stoße. „Es wäre möglich“, so Oliver Bormann, „dass diese Bedarfe durch die Leerstände an der Bahnhofstraße gedeckt werden.“ Weiter könne die Bahnhofstraße zur Innovationsmeile werden, in dem in den leerstehenden Erdgeschossen die in Hüsten hergestellten Produkte ausgestellt würden. „Denkbar ist auch ein Probearbeiten und -wohnen, wenn leerstehende Erdgeschosse als Büroräume und möblierte, aber leerstehende Wohnungen zur Probe genutzt werden.“ 

Die bestehenden Gebäude an der Bahnhofsstraße sollen modernisiert und instand gesetzt werden. „Die punktuelle Nahverdichtung durch Starterwohnungen ist hier durch die räumliche Nähe zu den Unternehmen ein weiterer guter Ansatz für Unterhüsten.“ 

Das historische Unterhüsten zeigen

Vorgestellt wurde außerdem das historische Unterhüsten und wie man es den Menschen näher bringen könnte. Eine Ausstellung entlang der Bahnhofstraße, die die Entstehungsgeschichte Unterhüstens für vorübergehende Menschen und vorbeifahrende Autos zeigt. Ebenso ist die Idee eingeflossen, eine Aufbereitung der „Historie Hütte“ unter dem Thema besondere Orte vor zu nehmen. Auch dies soll sicht- und erlebbar gemacht werden. Für sehr sinnvoll hielt Oliver Bormann auch ein Netzwerk „Runder Tisch“ der Unternehmen. Es könne ein Austausch erfolgen, um Perspektiven, Synergien und Lösungen zu finden. 

Als wichtiger Punkt in der Neugestaltung stellte sich die Umnutzung und der Umbau der Bahnhofsgebäude sowie die Umgestaltung des Bahnhofvorplatzes heraus. Für das Gebäude kämen unter anderem ein Bed & Bike Hotel in Frage, Gastronomie beziehungsweise ein Cafe und ein soziales Wohnprojekt, erläuterte Oliver Bormann. Durch die Umgestaltung des Bahnhofvorplatzes könne dieser zur Visitenkarte der Stadt werden. „Die Neugestaltung sollte im Rahmen eines freiraumplanerischen Wettbewerbs erfolgen. Für das Bahnhofsareal ist die Fläche des Spielhallenareals ein Schlüsselgrundstück. Hier könnte ein baulicher Akzent als Stadteingang gesetzt werden.“ Verkehrslabore könnten in Unterhüsten eingesetzt werden, womit Spielstraßen oder Einbahnstraßensysteme getestet würden, so Bormann. 

Minimale aber auffällige Gestaltung der Riggenweide

Die Riggenweide könne unter Berücksichtigung der Anforderungen der Kirmes und der Klimaschutzbelange eine minimale aber auffällige Gestaltung erhalten und sich so für einen Bürgerpark empfehlen. Die Aufwertungen der Unterführungen in Hüsten wurden ebenfalls in den Blick genommen. 

Michaela Röbke vom Fachbereich Planen, Bauen, Umwelt erklärte auf KURIER-Nachfrage: „Die Pläne gehen im Herbst in den Rat, damit sie dokumentiert werden und und auch Gelder in den Haushalt für Projekte eingestellt werden, für die das noch nicht geschehen ist. Natürlich können wir nicht alles auf einmal leisten. Die Projekte werden nach und nach umgesetzt. Vor allen Dingen brauchen wir Akteure, die sich für einige Vorschläge einbringen wollen und sagen, das packen wir jetzt an.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare