Beirat für Stadtgestaltung diskutiert über Architekten-Vorschlag

Planungsidee für Hotel am Lindenberg in Arnsberg vorgestellt

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Das ehemalige „Modehaus Specht“ am Lindenberg könnte nach den Vorstellungen von Investor und Architekten zu einem Hotel umgebaut und erweitert werden.

Arnsberg. Mehr Platz für Übernachtungsgäste in Arnsberg – das könnte in naher Zukunft durch ein neues Hotel im Stadtteil erreicht werden. Auf seiner 25. Sitzung diskutierte am Montag der Beirat für Stadtgestaltung unter der Leitung von Heiner Farwick im Gasthaus „Zur Börse“ öffentlich.

Im Raum steht der Umwidmung des bestehenden Geschäftshauses, ehemals „Modehaus Specht“ am Steinweg und Lindenberg. Dazu sollen zum Teil die vorhandenen und in verschiedenen Epochen gebauten Gebäudeteile am Lindenberg für den Hotelbetrieb genutzt werden. Zudem wird auf einer aktuell zu den Gebäuden gehörenden Parkfläche ein Neubau angestrebt. 

In seinem ersten Entwurf zur Planung des Hotels stellte Architekt Rüdiger Tepe (Tepe Grützbach Neheim) den Beiratsmitgliedern sowie den Gästen der Sitzung eine einheitliche Seitenansicht vor, die das Gebäude bei der Einfahrt in die Bömerstraße vom Kreisel her prägen könnte. Das geplante Hotel würde über insgesamt 36 Zimmer auf drei Etagen verfügen. Für die erwarteten Gäste sollen 26 Hotel-Stellplätze in einer eigenen Tiefgarage realisiert werden, die unter dem Neubau an der Bömerstraße vorgesehen sind.

"Ein Gewinn für Arnsberg"

 „Die Nutzung der zusammenhängenden Gebäude als Hotel wäre ein enormer Gewinn für Arnsberg“, bewertete der Vorsitzende des Beirates, Heiner Farwick, den Vorschlag. Er wies darauf hin, dass die drei vorhandenen Gebäudeteile jeweils drei Epochen der Arnsberger Stadtbaugeschichte widerspiegeln. Das könne ein spannendes Projekt werden. In der Diskussion wurde der Wunsch geäußert, dass die Baustile der Häuser erkennbar bleiben sollten und sich das vierte Haus als neuer Anbau in das bereits existierenden Konzept von einzeln wirkenden Gebäudeteilen eingliedern sollte. 

Architekt Rüdiger Tepe betonte, dass es sich nur um eine erste Studie zu dem Projekt handele und durchaus noch Ergänzungen und Anpassungen in die weitere Planung einfließen könnten. Besonders geeignet sei die Lage wegen der guten fußläufigen Erreichbarkeit der Sehenswürdigkeiten im Stadtteil Arnsberg sowie der Nähe zu weiteren Parkmöglichkeiten in der Altstadtgarage am Neumarkt. 

Investor will nahe das "Nass" neu bauen

Darüber hinaus beschäftigte sich der Beirat für Stadtgestaltung mit dem Wunsch eines Investors, vis á vis zum Freizeitbad „Nass“ im Hüstener Solepark ein Wohn- und Geschäftshaus zu errichten. Werner Scheiwe von der Scheiwe Immobilienbetreuung stellte den Anwesenden den Entwurf für ein Gebäude vor, das neben drei Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss noch fünf Wohnungen im Obergeschoss beherbergt. Zu den Gewerbeflächen von 90, 200 und 220 Quadratmeter würden nach Beschreibung noch rund 800 Quadratmeter für die Wohnungen gerechnet werden können. Für die Architektur des Gebäudes habe man die Gestaltung des Nass als Vorlage genommen. 

In der Diskussion betonte der Beirat, dass es sich um ein wichtiges Grundstück im Stadtteil handele, was sich in der Gestaltung des Neubaus wiederfinden solle. Das Haus solle an der Stelle zu einem Blickfang werden. Angeregt wurde eine städtebauliche Figur für das Gebäude, die ihm eine gewisse Exklusivität verschaffen könne. 

Als letzten öffentlichen Punkt der Sitzung sprach der Beirat über den Wunsch eines privaten Rettungsdienst-Betreibers, eine neue Rettungswache im Stadtteil Hüsten zu bauen. Stadtplanerin Michaela Röbke stellte die Idee vor, dazu vorhandene städtische Grundstücke an der Polizeiwache in Hüsten zu nutzen. Dort, so Röbke, könnten im Rahmen des Stadtumbauprogramms vom Verein nicht mehr genutzte Sportplätze in das Konzept eingebunden werden. Die neue Rettungswache in Hüsten soll Hallenplätze für acht Fahrzeuge sowie Sozialräume beinhalten.

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